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Expertenstudie: MiFID II lässt Anlagemöglichkeiten schrumpfen / Verunsicherung durch EU-Richtlinie schreckt Anleger ab

Geschrieben am 25-09-2018

Frankfurt (ots) - Die EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II hat die
Anlageberatung nicht wie vom Gesetzgeber angestrebt besser gemacht.
Stattdessen sorgt sie bei Kunden, Banken und
Kapitalverwaltungsgesellschaften gleichermaßen für Unzufriedenheit.
Das zeigt eine Expertenbefragung der Unternehmensberatung Cofinpro.
Besonders problematisch: Nach Angaben von mehr als jedem Zweiten hat
sich das Angebot für die Kunden verringert, 28 Prozent sprechen sogar
von einer starken Einschränkung.

"Der Kapitalaufbau wird vom Staat propagiert und immer wichtiger,
auch um die Vorsorgelücke für das Alter zu schließen. Gleichzeitig
führt die gesetzliche Regulierung aber zu starken Einschränkungen im
Angebot für die Bundesbürger", sagt Daniel Spitschan, Manager bei der
auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung
Cofinpro. "Selbst erfahrene Kunden haben nicht mehr uneingeschränkt
die Möglichkeit, aus einem diversifizierten Angebot an risikoreichen
und -armen Angeboten im Sinne einer breiten Portfoliostreuung zu
wählen. Das kann nicht Sinn des Gesetzgebers gewesen sein."

Das Urteil der befragten 57 Experten aus Banken und
Kapitalverwaltungsgesellschaften ist eindeutig: Die Beratung hat sich
nicht verbessert, auch sind die angebotenen Produkte weder
passgenauer noch günstiger geworden, zeigen sich 70 Prozent
überzeugt. Lediglich in puncto Kosten profitieren die Kunden - 53
Prozent der Befragten sehen hier mehr Transparenz. Die Reaktion der
Anleger ist eindeutig: Viele schreckt der klare Blick auf Produkt-
und Dienstleistungsgebühren ab. Sie verlangen stärker als früher eine
Rechtfertigung des Beraters für hohe Kosten.

Doch nicht nur bei den Anlegern, auch bei den Beratern spüren die
Studienteilnehmer Verunsicherung. Dies zeigt sich beispielsweise in
einer größeren Zurückhaltung gegenüber dem Kunden: 48 Prozent
sprechen von einem Rückzug der Kundenbetreuer aus der
Wertpapierberatung. Das mag zum Teil daran liegen, dass diese die
ausgeweiteten Beratungs- und Dokumentationsprozesse noch nicht
beherrschen, wie mehr als vier von zehn Experten beobachtet haben.

Insgesamt verzeichnen 56 Prozent der Befragten in ihren Instituten
seit Jahresbeginn sinkende Absätze im Wertpapiergeschäft. Gut jeder
Fünfte weiß sogar von stark gesunkenen Verkäufen. "Banken und
Kapitalverwaltungsgesellschaften können das Gesetz mit seinen
komplexen Anforderungen nicht ignorieren. Aber sie werden versuchen,
ihre internen Prozesse noch weiter anzupassen, um Workarounds
abzulösen und Abläufe zu verschlanken", sagt
Cofinpro-Wertpapierexperte Spitschan. "Die Hausaufgaben aus der
Umsetzung von MifID II sind also noch nicht abgeschlossen". Dies
zeigen auch die Studienergebnisse: Acht von zehn Befragten sehen
Handlungsbedarf im eigenen Unternehmen, um die Erträge im
Wertpapiergeschäft wieder zu stabilisieren.

Die Studie können Sie unter folgendem Link downloaden:
https://www.cofinpro.de/expertenstudie-mifid-ii-2018

Über Cofinpro (www.cofinpro.de)

Cofinpro unterstützt Deutschlands führende Finanzdienstleister bei
der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Zu den Kunden zählen große
Privatbanken, Landesbanken und der genossenschaftliche Sektor sowie
die führenden Kapitalverwaltungsgesellschaften. Gegründet 2007 als
mitarbeitergetragene Aktiengesellschaft beschäftigt die
Unternehmensberatung inzwischen 145 Bank- und Technologieexperten.
Das Haus hat 2018 zum achten Mal in Folge vom Great Place to Work®
Institut die Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber
Deutschlands erhalten.



Pressekontakt:
corpNEWSmedia
Claudia Thöring
Redaktion
Tel.: +49 (0) 40 207 6969 82
E-Mail: claudia.thoering@corpnewsmedia.de

Original-Content von: Cofinpro AG, übermittelt durch news aktuell


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