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Fortgeschrittener Prostatakrebs: Symptome rechtzeitig erkennen Aufklärungskampagne gestartet (FOTO)

Geschrieben am 26-07-2016

München / Leverkusen (ots) -

- Männer mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom reden zu spät über
Symptome
- Zu langes Schweigen der Männer kann zur Verschlechterung der
Prognose beitragen
- Bayer startet die Aufklärungskampagne 'Männer.Reden.Jetzt.'
- Interaktive Webseite maenneredenjetzt.de zur Unterstützung der
betroffenen Männer
- Prominenter Botschafter der Kampagne ist der ehemalige
Hochspringer Carlo Thränhardt

"Eine wichtige Lektion für mich war, auf die Signale meines
Körpers zu achten. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man mit
Schmerzen ins Stadion geht, da man denkt, als taffer Sportler würde
man die Probleme alleine lösen können", erklärt der ehemalige
Hochspringer Carlo Thränhardt. Doch das sei fast immer ein Irrtum.
Als Botschafter der von Bayer ins Leben gerufenen Aufklärungskampagne
'Männer.Reden.Jetzt.' möchte Carlo Thränhardt Männer mit
Prostatakrebs zum Reden über ihre Symptome bringen - vor allem, wenn
der Krebs schon weiter fortgeschritten ist. Betroffene Männer sollten
ihrem Arzt so früh wie möglich mitteilen, wenn sie Veränderungen wie
Schmerzen oder starke Müdigkeit an ihrem Körper feststellen. Denn:
Möglichst früh über Symptome zu sprechen, ist eine entscheidende
Voraussetzung dafür, dass die Erkrankung optimal behandelt werden
kann und die Lebensqualität erhalten bleibt.

Die Website der Kampagne maennerredenjetzt.de Welche Warnsignale
des Körpers sind Zeichen dafür, dass der Prostatakrebs weiter
fortschreitet? Wie kann ein konstruktives Gespräch mit dem Arzt
ablaufen? Das sind Fragen, die auf der Website der Kampagne
maennerredenjetzt.de beantwortet werden. Das Portal bietet unter
anderem Informationen zum Prostatakrebs und unterstützt Patienten
beim Umgang mit der Erkrankung - unter anderem mit einem
Symptomfragebogen und einem Leitfaden für das Gespräch mit dem Arzt.
Darüber hinaus können sich Betroffene über die Hintergründe der
Kampagne 'Männer.Reden.Jetzt.' informieren. Ein interaktives Modul
ermöglicht ihnen, eigene Verhaltensweisen in Bezug auf die Erkrankung
mit denjenigen anderer Patienten zu vergleichen. Weitere Maßnahmen
der Kampagne umfassen unter anderem Poster für die Praxis und Flyer
sowie einen Dokumentarfilm über die Kampagne.

Fast die Hälfte der Patienten ignoriert Schmerzen Die in den USA
bereits erfolgreich angelaufene 'Männer.Reden.Jetzt.'-Kampagne (engl.
MenWhoSpeakUp) ist aus den Ergebnissen der bisher größten
internationalen Umfrage zu Prostatakrebs-Symptomen mit 1.327
Teilnehmern aus elf Ländern hervorgegangen.(1) Die Initiatoren(**)
der Umfrage interessierte dabei nicht nur die Sichtweise der
Patienten, sondern auch die der pflegenden Angehörigen. Laut
Professor Dr. med. Martin Schostak, Magdeburg, zeigten Ergebnisse der
Umfrage, dass 45 Prozent der befragten Patienten oftmals Symptome wie
Schmerzen ignorieren. 56 Prozent bringen auftretende Schmerzen nicht
immer mit ihrem fortschreitenden Prostatakarzinom in Verbindung, und
34 Prozent meinten, mit dem Reden über Symptome Schwäche zu
zeigen.(1) Mit Blick auf die Daten der Patientengruppe aus der
Europäischen Union wartet hier mindestens jeder vierte Patient
zunächst ab, bevor er mit dem Arzt oder Pflegepersonal über
Beschwerden spricht.(2) Das Problem: Schweigen Patienten über
Symptome, kann das ihre Prognose verschlechtern. Die Studie zeigte
auch, dass Angehörige eine wichtige Rolle im Gespräch mit dem Arzt
einnehmen - vor allem dann, wenn es um schwierige Themen geht. So
verlässt sich jeder zweite Patient in der Gesprächssituation mit dem
Arzt darauf, dass sein Begleiter dem Arzt die entscheidenden Fragen
stellt.(1)

Prostatakrebs ist eine heimtückische Krankheit Während der Krebs
im frühen Stadium meist lange Zeit keine Symptome verursacht, können
Beschwerden wie schwere oder unerklärliche Schmerzen, Schlafstörungen
oder Verlust der Blasenkontrolle Warnzeichen für das Fortschreiten
des Krebses sein.(3,4) Im frühen Stadium kann das Prostatakarzinom in
der Regel geheilt werden. Haben sich jedoch Metastasen gebildet, ist
der Kampf fast aussichtslos. "Eine der häufigsten und
schwerwiegendsten Komplikationen beim fortgeschrittenen Prostatakrebs
sind Knochenmetastasen", erläutert Schostak.(5,6) Sie sind mit einer
starken Verkürzung der Lebenszeit und Einschränkung der
Lebensqualität verbunden.(7,8)

Frühzeitige Diagnose kann die Prognose verbessern Reden über
Symptome stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen rechtzeitiger
Diagnose und dem Einsatz bestimmter Wirkstoffe zum richtigen
Zeitpunkt dar. Denn das Stadium, in dem sich der Prostatakrebs
befindet, ist einer der wichtigsten Faktoren für die Auswahl der
Therapie. Erhalten Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung zum
richtigen Zeitpunkt die für sie passende Therapie, kann dies nicht
nur dazu beitragen, das Voranschreiten des Prostatakrebses zu
verlangsamen, sondern darüber hinaus auch die Lebensqualität der
Patienten erhalten.

Prostatakrebs und Altern führen zur Männlichkeitskrise Professor
Dr. rer. soz. Anne Maria Möller-Leimkühler, München, beleuchtet die
Ergebnisse der Umfrage zu Prostatakrebssymptomen aus
medizinsoziologischer Perspektive. "Ein auffälliges Paradox ist, dass
Männer sich im Vergleich zu Frauen gesünder fühlen, aber tatsächlich
häufiger krank sind und in allen Altersgruppen eine vorzeitige
Sterblichkeit aufweisen", führt die Sozialwissenschaftlerin
aus.(9,10) Dafür seien insgesamt weniger biologische Gründe als
Geschlechterrollen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen
verantwortlich. So haben Männer ein völlig anderes Gesundheitskonzept
als Frauen. Während Frauen ganzheitlich an das Thema herangehen,
sehen Männer Krankheit als etwas, das es nicht geben darf. Denn
Krankheit entspräche weder den Anforderungen des Arbeitsmarktes noch
den Männlichkeitsnormen. Als Erkrankung, die vor allem Männer in
höherem Alter betrifft, konfrontiere Prostatakrebs Betroffene mit
einer erheblichen Krise: So stelle zum einen das Alter insbesondere
für Männer einen starken sozialen und biologischen Statusverlust
dar.(11) Zudem wirke sich Prostatakrebs stark auf die selbst
empfundene Männlichkeit aus, da er mit Impotenz und Inkontinenz
einhergehen könne und für Betroffene unter anderem bedeute, nicht
mehr 'Herr über den eigenen Körper' zu sein. "Insofern ist das
Verschweigen von Symptomen eine Form des Selbstschutzes, die im
weiteren Verlauf durch realitätsgerechtere Bewältigungsstrategien
ersetzt werden sollte", so das Fazit von Möller-Leimkühler.

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf
den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen
Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen
nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.
Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und
eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien
der Nachhaltigkeit und handelt als "Corporate Citizen" sozial und
ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte der Konzern
mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro.
Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die
Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,3 Milliarden Euro. Diese
Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen
ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem
Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen
sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen
Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der
Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur
Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

Anmerkung: ** Um herauszufinden, warum Männer mit
fortgeschrittenem PCa über ihre Symptome schweigen, riefen Anfang
2015 acht Patientenvertretungen die internationale
Prostatakrebs-Koalition (IPCC: International Prostate Cancer
Coalition) ins Leben. Die IPCC beauftragte mit Unterstützung von
Bayer die bisher größte Patientenbefragung zu Prostatakrebssymptomen
(International Prostate Cancer Symptome Survey).

Quellen:
(1) William K. Oh et al., J Clin Oncol 34, 2016 (suppl; abstr
10124).
(2) Prostate Cancer Symptoms Survey: Global Results, 2015.
(3) Patientenleitlinie Prostatakrebs II. Lokal fortgeschrittenes
und metastasiertes Prostatakarzinom. Ein evidenzbasierter
Patientenratgeber zur S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnose
und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms
(Dritte Auflage, Juni 2015): http://ots.de/hH3OO.
(4) American Cancer Society. "Prostate Cancer." (Last revised:
March 12, 2012). http://ots.de/JctTC. Accessed on April 6,
2015.
(5) Tannock IF et al. N Engl J Med 2004;351: 1502-1512.
(6) Petrylak DP et al. N Engl J Med 2004;351: 1513-1520.
(7) Goh P et al. Curr Onc 2007; 14: 9-12.
(8) Nørgaard et al. J Urol. 2010; 184, 162-167.
(9) Bardehle D, Stiehler M (2010) Erster Deutscher
Männergesundheitsbericht
(10) Robert Koch Institut (2014) Gesundheitliche Lage der Männer
in Deutschland
(11) Möller-Leimkühler AM (2016) Vom Dauerstress zur Depression,
Fischer & Gann

Hinweis an die Redaktionen:
Fotos in Druckqualität finden Sie zum Downloaden im Internet unter
www.news.bayer.de.

Mehr Informationen unter Maennerredenjetzt.de

Zukunftsgerichtete Aussagen Diese Presseinformation kann bestimmte
in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den
gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von
Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken,
Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die
tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen
Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein,
die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese
Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung.
Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche
zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige
Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.



Pressekontakt:
Dr. med. Michael S. Diehl, Tel. +49 214 30-58532
E-Mail: michael.diehl@bayer.com


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