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Weser-Kurier: Über Maßnahmen gegen Falschfahrer schreibt der Bremer WESER-KURIER:

Geschrieben am 02-01-2013

Bremen (ots) - Über zwei Millionen Unfälle im Straßenverkehr gibt
es jedes Jahr in Deutschland, etwa 4000 Menschen sterben dabei.
Eigentlich müsste täglich ein Aufschrei durch das Land gehen,
angesichts dieser Zahlen. Doch man hört nichts. Niemand schreit. Wir
nehmen es hin, sehen es als allgemeines Lebensrisiko an, haben uns
daran gewöhnt - oder verdrängt. Anders sieht es beim Thema
Geisterfahrer aus. Im Schnitt sterben jährlich zwischen 20 und 25
Menschen bei solchen Unfällen - die Zahl fällt bei der
Unfallstatistik nicht wirklich ins Gewicht. Und doch empfinden viele
Menschen diese Unfälle als besonders brutal. Die Vorstellung, Opfer
einer solchen Situation zu sein, ist für sie unerträglich. Der
Wunsch, Geisterfahrer zu stoppen, ist daher verständlich. Wer jetzt
aber nach aufwendigen Maßnahmen schreit, der verkennt die Realität.
Denn viele Tote kann man damit nicht verhindern. Die Aufmerksamkeit,
die das Thema bekommt, scheint mehr von purer Angst denn vom Verstand
geleitet. Denn letztlich ist es egal, ob ein Mensch durch
Zusammenstoß mit einem Geisterfahrer, durch ein riskantes
Überholmanöver mit überhöhter Geschwindigkeit oder einen betrunkenen
Fahrer ums Leben kommt. Trauernde Angehörige werden da keinen
Unterschied spüren. Jeder Verkehrstote ist ein fürchterliches Opfer,
das man hätte vermeiden können. Zudem gibt es oft verschiedene
Gründe, die dazu führen, dass ein Mensch sprichwörtlich und
buchstäblich auf die Gegenfahrbahn gerät. Alkohol, Medikamente,
Krankheit, auch persönliche Probleme. Kommt all dies zusammen, wird
auch ein Stoppschild nicht reichen, um einen Falschfahrer zu bremsen.
Es muss mehr getan werden. Warum gibt es nicht längst Gesetze, die
bestimmen, dass Autos für den Alltagsgebrauch nur 130
Stundenkilometer fahren dürfen? Warum nicht bereits eine Art
"Warnmelder" für Alkoholkonsum am Steuer, der eine automatische
Wegfahrsperre aktiviert? Warum nicht endlich einen verbindlichen
Fahrtest für alte Menschen, um verwirrte unter ihnen nicht mehr ans
Steuer zu lassen? All das würde sehr viel mehr Todesopfer verhindern.



Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de


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