(Registrieren)

Rheinische Post: Pirat auf Abwegen

Geschrieben am 19-11-2012

Düsseldorf (ots) - Kommentar von Martin Kessler

Nach einer gängigen Definition sind Piraten Gesetzlose. Was aber
die neue politische Gruppierung der Piraten augenzwinkernd als
nötiges Maß an Normenverstoß für sich beansprucht, um Verkrustungen
aufzubrechen, wird zum puren Ärgernis. Da sind die spätpubertären
sexuellen Entgleisungen einer Twitter-Piratin und jetzt die
Beleidigung von NS-Opfern durch einen 52-jährigen Juristen. Dass
beide dem NRW-Landtag angehören, macht die Angelegenheit noch
schlimmer. Besonders beim Landtags-Piraten Dietmar Schulz hat der
Israel-Hass den Blick auf die Realität völlig verstellt. Was haben
die NS-Opfer mit den israelischen Soldaten zu tun, die an der Grenze
zu Gaza Krieg führen müssen? Richtig: Beides sind Juden - und das
reicht offenbar für Schulz, um das Gedenken an die NS-Opfer grotesk
zu finden. Das hat nichts mehr mit berechtigter Kritik an
israelischer Politik zu tun. Das ist blanker Antisemitismus, links
übertüncht. Wenn die Piraten glaubwürdig bleiben wollen, müssen sie
Schulz auffordern, die Äußerungen zurückzunehmen, oder ihn
ausschließen.



Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

430126

weitere Artikel:
  • Rheinische Post: NRW muss gezielt gegen Falschfahrer vorgehen Düsseldorf (ots) - Kommentar von Gerhard Voogt Die Bilder von Unfällen, die durch Falschfahrer verursacht wurden, gehen unter die Haut. "Wie konnte es dazu kommen?", fragen sich viele Autofahrer. Wollte der Geisterfahrer Selbstmord begehen? Oder war er vielleicht nur zerstreut und fuhr ohne Absicht in die falsche Richtung? In vielen Fällen lässt sich die Ursache für die Falschfahrt nicht mehr feststellen. Dies kann aber nicht die Begründung dafür sein, möglichen Ursachen nicht nachzugehen. So liegen der Polizei bislang keine belastbare mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zu Nahost Osnabrück (ots) - Eine alte Frage stellt sich neu Auch wenn der Konflikt im Nahen Osten uralt ist und seit mehr als einem halben Jahrhundert immer wieder aufflammt: Dieser neuerliche Krieg zwischen Israel und Palästina hat eine neue Dimension, denn er dokumentiert die Neuordnung in der arabischen Welt. Wie bei früherem Blutvergießen sterben Zivilisten im Bombenhagel, werden ganze Familien ausgelöscht. Männer, Frauen und Kinder werden in diesem Konflikt zu Opfern einer krankhaften Gewaltverinnerlichung auf beiden Seiten. Dass mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zu Innere Sicherheit / Waffenregister Osnabrück (ots) - Datensammeln reicht nicht Wer meint, Deutschland könne allein durch eine Datensammlung sicherer werden, führt die Bürger an der Nase herum: Mit dem Waffenregister setzt die Bundesrepublik zwar eine sinnvolle EU-Verordnung zur Auflistung von Pistolen und Gewehren um. Doch ist der nächste Amoklauf damit noch lange nicht verhindert. Es bleibt immer noch der Mensch, der den Finger am Abzug hat. Dabei dürfen die Sportschützen wegen der wenigen schwarzen Schafe in ihren Reihen zwar nicht unter Generalverdacht mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zu Birma / USA Osnabrück (ots) - Demokratie und Wirtschaft im Blick Dass die erste Auslandsreise des im Amt bestätigten US-Präsidenten Barack Obama nach Birma führt, ist kein Zufall. Der Besuch des jahrzehntelang abgeschotteten, von einer brutalen Militärjunta kontrollierten Landes in Südostasien hat höchsten Symbolwert für ihn. Obama lässt sich als Idol demokratischer Werte feiern, das einst mit dem Slogan "Yes, we can" die Mehrheit seiner Landsleute zu einem Regierungswechsel und einer Veränderung der Gesellschaft mobilisieren konnte. mehr...

  • Lausitzer Rundschau: Überfällige Transparenz Zum neuen Nationalen Waffenregister Cottbus (ots) - Niemand kann zuverlässig sagen, wie viele Schusswaffen in Deutschland legal in Umlauf sind und wer sie besitzt. Demgegenüber ist aber bekannt, wie viele Autos auf den Straßen fahren oder wie viele Menschen einen Hund haben. Das ist absurd. Ausgerechnet in einem äußerst sensiblen Bereich, den Waffen, herrscht eine für dieses Land untypische Unordnung. Das neue Register ist daher dringend notwendig. Nun wird es die längst überfällige Transparenz endlich geben. Die Polizeibehörden werden dann hoffentlich genaue Kenntnis mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht