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Rothirsch im Fadenkreuz - Ausrottung per Gesetz / Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert Entwurf für neues Jagdgesetz im Saarland

Geschrieben am 29-06-2011

Hamburg (ots) - Das Saarland ist sehr stolz auf seine
Biberpopulation, die sich nach einer Wiederansiedlung im Jahr 1994
auf heute geschätzte 500 Tiere vermehrt hat. Doch während der Biber
im Saarland fast flächendeckend vorkommt, soll der Rothirsch in den
meisten Regionen in Zukunft ausgerottet werden. "Der Entwurf für das
neue Jagdgesetz im Saarland sieht sogenannte Bewirtschaftungsbezirke
für Rotwild vor. Das heißt: Wenn die Tiere das Gebiet verlassen,
müssen sie abgeschossen werden", kritisiert Hilmar Freiherr von
Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Obwohl
das Saarland zu den waldreichsten Bundesländern gehört und geeignete
Lebensräume bietet, soll Rotwild in Zukunft nur im äußersten Norden
leben dürfen. "Im Saarland leben Rothirsche schon heute nur auf etwa
15 Prozent der Waldfläche. Zum Vergleich: im benachbarten
Rheinland-Pfalz immerhin auf 42 Prozent der Fläche", so Baron
Münchhausen weiter.

Obwohl der Bestand an Bibern und Rothirschen im Saarland etwa
gleich groß ist, werden die Konflikte, die mit dem Auftreten beider
Wildtiere verbunden sind, unterschiedlich behandelt. "Wenn Biber
Bäume fällen oder Obstbäume annagen, muss der Grundeigentümern den
Schaden akzeptieren", erklärt Baron Münchhausen. Konflikte, die durch
Rothirsche in den Wäldern auftreten, sollen per Ausrottungsbefehl
von vornherein verhindert werden.

Mit der Einführung von Rotwild-Bewirtschaftungsbezirken würde sich
das Saarland von einer modernen und zukunftsorientierten Wildpolitik
verabschieden! "Jedes Wildtier soll sich seinen Lebensraum selbst
suchen. Nach Ansicht der Deutschen Wildtier Stiftung verstoßen
Rotwildgebiete auch gegen internationale Verpflichtungen, die
Deutschland und damit die Bundes-länder im Rahmen von UN-Konventionen
eingegangen ist. Im "Übereinkommen über die biologische Vielfalt"
verpflichtet sich jeder Vertragsstaat, den Bestand lebensfähiger
Populationen zu fördern und zu schützen. Dies schließt eine regionale
Ausrottung aus.



Pressekontakt:
Eva Goris
Deutsche Wildtier Stiftung
Hamburg
Tel. 040/ 733391874
E.Goris@dewist.de


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