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Technology Review über drahtlose Helfer / Herzschrittmacher ohne Elektroden

Geschrieben am 29-06-2011

Hannover (ots) - Künftig brauchen Herzschrittmacher keine
Elektroden mehr und melden ihre Daten direkt an Smartphones der
betreuenden Ärzte, schreibt das Magazin Technology Review in der
aktuellen Juli-Ausgabe.

Seit mehr als 50 Jahren helfen Ärzte Patienten, die unter
Herzrhythmusstörungen leiden, mit Herzschrittmachern. Doch die bis zu
60 Zentimeter langen Elektrodendrähte bilden bis heute die
Achillesferse des Systems. Probleme bereiten die korrekte Platzierung
sowie Infektionen und Blutgerinnsel an den Elektroden. Hinzu kommen
Ortsverlagerungen und Kabelbrüche durch Materialermüdung.

Scheiterte eine Umstellung auf drahtlose Schrittmacher lange an
den hohen technologischen Anforderungen, stellte jetzt David
Steinhaus, Vizepräsident des US-Branchenriesen Medtronic, einen
kabellosen Prototypen vor: "Unser neuer Schrittmacher wird einfacher
zu implantieren sein, ein minimales Infektionsrisiko haben und alle
Probleme umgehen, die wir bisher mit den Elektroden in Kauf nehmen
mussten."

Die gesamte Elektronik inklusive Batterie passt in eine gerade
einmal rund einen Kubikzentimeter große längliche Kapsel. Der
kabellose Schrittmacher kann dagegen per Katheter über einen kleinen
Schnitt in der Leistenbeuge durch die Beinvene zum Herzen gefädelt
und dort platziert werden. Vor Ort krallen sich dann vier kleine
ausfahrbare Widerhaken in das Gewebe, um das Gerät dauerhaft zu
fixieren. Über diesen Halteapparat erfolge zugleich auch die
Stimulation per Elektroimpulse, erklärt Steinhaus. Als zusätzliche
Komfortfunktion sollen Kardiologen die Arbeit des neuen
Schrittmachers künftig per Smartphone überwachen können. Zum
Vergleich: Bisherige Schrittmacher sind vier bis fünf Zentimeter groß
und bis zu acht Millimeter dick. Entsprechend groß ist der Schnitt,
durch den sie unter die Haut eingepflanzt werden; zudem müssen die
Elektroden durch eine Venenwand hindurch ins Gefäßsystem und dann ins
Herz vorgeschoben werden.

In drei bis fünf Jahren soll die erste Generation des drahtlosen
Taktgebers auf den Markt kommen. Das sei besonders in
bevölkerungsreichen Ländern von großem Nutzen, so Steinhaus: In
Indien zum Beispiel stünden heute für rund 1,2 Milliarden Einwohner
nur 70 Experten zur Verfügung, die Herzschrittmacher-Elektroden
implantieren können. "Da unseren drahtlosen Herzschrittmacher nahezu
jeder Kardiologe per Katheter einsetzen kann, verbessert sich die
medizinische Versorgung damit erheblich."

Titelbild Technology Review

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