(Registrieren)

Neue OZ: Kommentar zu Gesundheitspolitik/Priorisierung

Geschrieben am 30-05-2011

Osnabrück (ots) - Ein heikles Thema

Welche medizinische Behandlung ist vorrangig, welche nachrangig?
Klar, diese unpopuläre Frage schreckt Wähler ab. Politiker weichen
daher aus, wollen sich nicht den Mund verbrennen. Umso
verdienstvoller ist es, wenn der scheidende Ärztepräsident
Jörg-Dietrich Hoppe die Priorisierung in der Medizin auch vor dem
Ärztetag wieder anspricht.

Denn man kann noch so viel Geld ins Gesundheitssystem pumpen -
irgendwann stellt sich auch in Deutschland die Frage, was noch
bezahlt werden kann und was nicht. Denn der medizinisch-technische
Fortschritt bringt zwar Vorteile mit sich, doch kostspielige
Diagnose- und Therapieverfahren treiben die Ausgaben in die Höhe.
Dass auch schwer kranke Menschen eine längere Lebenserwartung haben,
ist erfreulich, muss jedoch bezahlt werden.

Noch sind längst nicht alle Reserven ausgereizt. Die Einnahmen der
Krankenversicherung lassen sich steigern, die Ausgaben verringern,
teure Untersuchungen lassen sich gezielter einsetzen.

Aber in absehbarer Zeit wird trotz allem die Grenze der
Finanzierbarkeit im Gesundheitssystem erreicht sein. Daher ist schon
jetzt eine ausführliche Debatte darüber nötig, welche Kriterien und
Verfahren sozial gerecht sind. Nicht allein die Ärzte sind gefragt,
sondern Krankenkassen, Ärzte, Pfleger und Patienten. Entscheiden aber
sollten in der heiklen und ethischen Frage die Politiker - und nicht
der Markt.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

334847

weitere Artikel:
  • Neue OZ: Kommentar zu Landesbauerntag in Cloppenburg/Tierschutz Osnabrück (ots) - Weichenstellung unvermeidbar Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister mag rhetorisch noch so geschickt sein. So lobt er die Bauern artig für harte Arbeit, hebt die Landwirtschaft als Jobmotor für Niedersachsen heraus. Tatsächlich hat er auf dem Landesbauerntag in Cloppenburg jedoch keinen Zweifel daran gelassen, dass seine Regierung an den Tierschutz-Plänen festhält - notfalls gegen den Widerstand der Bauern-Funktionäre. Deren Strategie ist zwar insofern verständlich, als es unter den Landwirten mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zu Atomausstieg Osnabrück (ots) - Der Durchbruch Atomausstieg bis 2022 - das kommt einem irgendwie bekannt vor. Richtig: Unter Rot-Grün waren wir im Juni 2010 schon einmal ähnlich weit. Nun ist auch die schwarz-gelbe Koalition auf diesen Weg eingeschwenkt. Wo liegt da der Fortschritt? Auf den ersten Blick eine berechtigte Frage. Bei genauerer Betrachtung erweist sich der schwarz-gelbe Ausstiegsplan aber als Durchbruch. Denn während SPD und Grüne damit rechnen mussten, dass ihr Beschluss korrigiert wird, gibt es heute eine große Koalition mehr...

  • Mitteldeutsche Zeitung: Atom Vaatz kritisiert Beschluss zum Atomausstieg Halle (ots) - Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz, hat den Atomausstiegsbeschluss der schwarz-gelben Koalition scharf kritisiert. "Das ist für Deutschland eine nicht wieder gut zu machende Katastrophe", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). "Der Ausstiegsbeschluss wird die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes irreparabel beschädigen." Das Risiko sei "nach Fukushima nicht neu zu bewerten", so der CDU-Politiker weiter. "Außerdem ist die Substitutionsfähigkeit mehr...

  • Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Schwarz-gelbe Energiewende Revolution Teil 2 ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN Bielefeld (ots) - Man mag sich die Augen reiben und kaum glauben, was sich derzeit auf der Berliner Bühne abspielt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat noch im vergangenen Herbst ein Energiekonzept als "Revolution" verkauft, dass die 12- bis 14-jährige Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke vorsah. Gestern wurde diese Revolution sozusagen entsorgt und symbolisch eine zweite ausgerufen: 2022 soll in Deutschland mit der Atomenergie ein für allemal Schluss sein. Ist es Einsichtsfähigkeit nach dem Schock von Fuku-shima? Ist es purer mehr...

  • Kölner Stadt-Anzeiger: ACHTUNG SPERRFRIST Dienstagmorgen 01.00 Uhr! FDP fordert: Westen muss in Afghanistan standhaft sein Köln (ots) - Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke Hoff, hat den Westen aufgefordert, trotz der jüngsten Anschläge in Afghanistan standhaft zu bleiben. "Dass die Lage sich in den Sommermonaten zuspitzt, war klar und ergibt sich auch aus der Erfahrung der vergangenen Jahre", sagte sie dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). "Die Taliban müssen jetzt versuchen, durch wesentlich spektakulärere Auftritte von ihrer eigenen operativen Schwäche abzulenken. Denn im offenen Feld stellen sie sich keiner mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht