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Internationaler Sicherheitspreis - Baunachwuchs aus vielen Ländern Europas im Wettkampf um die Arbeitssicherheit

Geschrieben am 24-09-2010

Berlin/Haan (ots) - Rund 60 Auszubildende der Bauwirtschaft aus 15
europäischen Ländern bewiesen unter Praxisbedingungen und in
Echtzeit, dass sie unter Beachtung aller Arbeitsschutzregeln gut und
sicher arbeiten können. Sie rangen um den "Internationalen
Sicherheitspreis - Wir bauen Europa", den die Berufsgenossenschaft
der Bauwirtschaft (BG BAU) und die Allgemeine
Unfallversicherungsanstalt Österreichs (AUVA) gemeinsam
ausgeschrieben hatten.

Geschäftig gingen die Auszubildenden zu werke, trugen Kanthölzer
und Eisenstangen, errichteten Gerüste, hantierten mit Leitern oder
befestigten Ladung auf einem Lkw. Und sie taten das in
multinationalen Teams. Den Grund nannte Manfred Bandmann,
Vorsitzender der Geschäftsführung der BG BAU: "Auf Europas Baustellen
geht es zunehmend international zu. Beschäftigte aus vielen Ländern
arbeiten zusammen und müssen kooperieren." Zahlreiche Materialien für
den Wettbewerb hatten Baufirmen und Hersteller von Persönlichen
Schutzausrüstungen eigens zur Verfügung gestellt.

Mit viel Energie machten sich die jungen Leute an die praktischen
Aufgaben zum Arbeitsschutz. Wie im richtigen Arbeitsleben mussten sie
zum Beispiel ein Fahrgerüst aufbauen, Sägeblätter für die
Baustellenkreissäge einlegen, Anschlagmittel zum Transport von
Bauteilen einsetzen, Stromverteiler auslegen und persönliche
Schutzausrüstungen anlegen. Eines der Hindernisse war dabei die
Verständigung, denn die angehenden Baufachleute in den gemischten
Teams zu je sechs Personen sprachen nicht immer die gleiche Sprache.
So orientierten sie sich lediglich anhand ausgehängter
Arbeitsbeschreibungen und verständigten sich oft durch Zeichen und
ihre Mimik.

Diese Hürde bewältigten die angehenden Baufachleute ohne
Schwierigkeiten. Bei allen Aufgabenstellungen war der Nachweis zu
erbringen, dass sie die sicherheitstechnischen Grundlagen
beherrschen. Das Anliegen dabei: Wer unter normalem Arbeitsdruck
sachkundig arbeitet und den Gesundheitsschutz von Anfang an auf der
Rechnung hat, senkt das Unfall- und Berufskrankheiten-Risiko. Durch
den internationalen Wettbewerb soll der europäische Baunachwuchs
gleich zu Beginn des Berufslebens dazu angehalten werden, sich
stärker mit Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes
auseinander zu setzen.

Dass mangelndes Sicherheitsbewusstsein ein Problem sein kann,
zeigt ein Blick auf die Unfallstatistik: In der gewerblichen
Wirtschaft allein in Deutschland erlitten im Jahr 2008 fast 191.000
Beschäftigte im Alter zwischen 15 und 25 Jahren einen Arbeitsunfall.
Am Bau waren es knapp 22.000 junge Beschäftigte. Fast 22 Millionen
Euro zahlte die BG BAU im gleichen Jahr für Heilbehandlungen,
Reha-Leistungen und Renten an junge Beschäftigte zwischen 15 und 25
Jahre. Die Unfallzahlen konnten seit den 1980er Jahren deutlich
gesenkt werden. "Erheblichen Anteil hatte daran das Jugendprogramm
als Teil der Präventionsmaßnahmen der BG BAU", sagte Manfred
Bandmann. In speziellen Lehreinheiten der Berufsgenossenschaft
erfahren die jungen Beschäftigten dabei schon während der Ausbildung
viel über sicheres Verhalten am Arbeitsplatz. "Mit internationalen
Wettbewerben", so Bandmann, "ergänzen wir unsere Aktivitäten und
begründen zugleich eine neue Tradition".

"Auch für die AUVA hat die Vermeidung von Arbeitsunfällen oberste
Priorität. Der internationale Sicherheitspreis trägt diesem Anliegen
über die Grenzen Österreichs hinaus und damit der Tatsache des immer
flexibler werdenden Arbeitsmarktes Rechnung. Die AUVA setzt bei ihrer
Präventionsarbeit insbesondere am Bau mehrsprachige Hilfsmittel ein,
um ihre Kunden zielgerecht zu erreichen. Durch entsprechende Schulung
bereits in der Ausbildung kann ein solides Fundament für das spätere
Berufsleben betreffend der Sicherheit der Arbeitnehmer geschaffen
werden. Darüber hinaus ist uns auch das europaweite Weitertragen des
Sicherheitsgedankens und der gegenseitige Austausch ein wichtiges
Anliegen.", so Generaldirektor der AUVA, Diplom-Ingenieur Peter
Vavken.

Das Schulungszentrum der BG BAU mit seinem Praxiszentrum, in dem
die jungen Wettbewerber auch übernachteten und verpflegt wurden, bot
eine ansprechenden Rahmen für die Veranstaltung. Zudem hatten die
Organisatoren für ein spannendes Begleitprogramm in den Pausen und
nach dem Wettkampf gesorgt. So konnten die Auszubildenden auf
Fahrsimulatoren das sicherheitsgerechte Verhalten im Straßenverkehr
üben. Abends hatten sie sichtlich Spaß mit sportlichen Aktionen, zum
Beispiel im human table soccer, einem überdimensionalen Tischkicker
mit lebenden Spielfiguren.

Originaltext: Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/60172
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_60172.rss2

Pressekontakt:
Bernd Kulow
030/85781-554
bernd.kulow@bgbau.de

Thomas Lucks
069/4705-824
thomas.lucks@bgbau.de


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