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Die Bankenwelt aus einer anderen Perspektive - Duales Studium bei der Deutschen Bundesbank:
[ Fortbildungen bei der Sparkasse ]
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spaddel
Department Head


Sparkasse
Ausgelernt

Dabei seit: Oct 2005
Beiträge: 1250

BeitragVerfasst am: Mo 25 Aug, 2008 20:01    Titel: Fortbildungen bei der Sparkasse Antworten mit Zitat nach oben ... 

Aufgrund der immer wiederkehrenden Fragen hier nochmal alle Infos zusammengefasst. Ich beziehe mich damit hauptsächlich auf das Sparkassenlager, den Großteil kann man jedoch auch auf normale Banken übertragen.

Parallel dazu möchte ich nochmal auf meinen anderen Thread hinweisen, welcher sich mit dem möglichen monatlichen Gehalt auf den verschiedenen Positionen in einem Unternehmen beschäftigt.
Hier der Link dazu: [url]h++p://w+w.bankkaufmann.com/ftopict-5814-Gehalt-bei-Sparkassen-Vergleiche-zu-anderen-Banken.html[/url]

In allen folgenden Fällen setze ich vorraus, dass die Prüfung zum Bankkaufmann/Sparkassenkaufmann erfolgreich bestanden wurde und man sich in einem Arbeitsverhältnis befindet!

Realschulabschluss

Mit einem Realschulabschluss kann man grundsätzlich erstmal nicht studieren, man muss sich als auf Fortbildungen konzentrieren. Die Sparkasse bietet hierzu diverse Möglichkeiten. Jede Sparkassenakademie ist dabei offensichtlich autonom und hat andere Bildungsprogramm in anderen Ausführungen. Ich liste hier mal alle Möglichkeiten auf, die ich kenne.

Fachwirt für Anlage- und Finanzberatung

Besteht aus einem 6 monatigem Grundstudium, im Anschluss wird in Vollzeit ein 3 Wöchiges Seminar absolviert. Hier werden weniger fachliche Inhalte vermittelt, mehr sind Vertriebstrainings u.ä. angesagt. Der Abschluss berechtigt zum Besuch des Betriebswirtlehrganges an der Sparkassenakademie!


Sparkassenfachwirt
Wie der Name schon sagt, eine Kreation aus dem Sparkassenlager. Teilweise ist dieser Lehrgang auch als Kundenberaterlehrgang bekannt. In der Regel dauert diese Fortbildung 8 Monate, davon sind 6 Monate Selbstlernzeit und 2 Monate ein Vollzeitprogramm in der jeweiligen Sparkassenakademie. Es gibt auch komplette Vollzeitangebote, hier wird einem dann aber zumindest anteilig der Jahresurlaub gekürzt!

Diese Form findet jedoch auch noch in anderer Art und Weise statt. In Kiel wird dieser Lehrgang mit einem 12 Monatigem Grundstudium und einer 6 monatigen Vertiefung auf FK oder PK-Geschäft angeboten.

Die Fortbildung Sparkassenfachwirt ist mittlerweile weit verbreitet, praktisch jeder jüngere Angestellte bei einer Sparkasse hat mindestens diesen Titel, oder ist alternativ gleich Bankfachwirt.

Bei anderen Banken ist dieser Titel jedoch leider fast nichts Wert, wer also nicht sein Leben lang bei einer Sparkasse arbeiten möchte, nimmt davon besser Abstand.
Man muss aber auch sagen, dass ein umfangreiches Verkaufstraining auf dem Programm steht, die Teilnahme kann also gerade in Anbetracht der recht kurzen Dauer trotzdem sinnvoll sein.


Sparkassenbetriebswirt
Auch hier wieder eine Kreation aus dem Sparkassenlager. Vorraussetzung hierfür ist der Sparkassenfachwirt/Bankfachwirt/Fachwirt für Anlage- und Finanzberatung.
Hier wird es mittlerweile schon interessanter, da unter anderem Themen wie Gesamtbanksteuerung und Management vermittelt werden.

Inwiefern man mit dieser Fortbildung außerhalb des Sparkassenlagers punkten kann, ist fraglich. Wer vorher schon den regulären Bankfachwirt gemacht hat, kann natürlich schon etwas vorweisen, gegenüber dem klassischen Bankbetriebswirt wird man jedoch in einer nicht-Sparkasse immer den kürzeren ziehen.

Der Sparkassenbetriebswirt dauert insgesamt knappe 4 Monate in Vollzeit (was aber in der Regel nicht genehmigt wird, da Gehalt u.ä. in dieser Zeit weitergezahlt wird).

Bei diesen Ausbildungen ist man also zeitlich sehr schnell durch und bekommt in der Regel große Teile oder alles durch die Sparkasse gezahlt.

Im Anschluss an den Sparkassenbetriiebswirt kann man nach Bonn gehen und dort den dipl. Sparkassenbetriebswirt machen. Dieser geht ein Jahr in Vollzeit und wird daher eigentlich nur noch sehr selten belegt und angeboten.


Folgende Abschlüsse können sowohl an Sparkassen- als auch an der Bankakademie gemacht werden, der Titel lautet dann Bankfachwirt (S-Akademie bzw IHK) usw.

Bankfachwirt
Die Standartfortbildung direkt nach Ausbildung. Wenn ihr euch mal bei den jüngeren Kollegen umhört werdet ihr feststellen, das geschätzte 60% diese Fortbildung entweder direkt nach der Ausbildung oder kurz danach antreten bzw. angetreten haben.

Je nach Anbieter dauert diese Fortbildung 1 1/2 - 2 Jahre, man kann ihn an der Sparkassenakademie, der Frankfurt School und bei diversen anderen Anbietern machen.

Je nach Anbieter gibt es hier Teilzeit und Vollzeitprogramme, ander Frankfurt School, dene Geno-akademien und den Volkshochschulen im Lande gibt es jedoch nur Teilzeitangebote.

Auch hier zahlt der Arbeitgeber wieder Teile der Kosten, je nach Anbieter und Abschlussnote 50% und teilweise auch mehr.
Sofern Kosten vom AG übernommen wurde ist damit zu rechnen, dass der Teilnehmer eine Verpflichtungserklärung unterschreiben muss, welche verbietet, sich in den nächsten 1-2 Jahren vom Unternehmen weg zu bewerben.

Der Bankfachwirt ist heutzutage eigentlich standart unter den jüngeren Kundenberatern und auf allen mittleren Positionen im Unternehmen. Zusätzlich kann es zum Abschluss die Fachhochschulreife geben, aber scheinbar nicht zwingend. Einige Bundesländer vergeben nur erneut den Realschulabschluss, den man normalerweise aber eh schon hat zusammen mit einer möglichen Berechtigung, trotzdem an einer FH ein einschlägiges Studium beginnen zu dürfen (BWL etc).

Zusätzlich spart man sich den schriftlichen Teil der Ausbildereignungsprüfung ("Ausbilderschein") und muss nur noch den mündlichen Teil ablegen.


Bankbetriebswirt
Der Bankbetriebswirt ist für die höheren Positionen in einer Bank gedacht, Direktorenebene und Referatsleitung beispielsweise.

Der Bankbetriebswirt dauert 12-18 Monate und kann erst nach dem Fachwirt gemacht werden. Auch hier gibt es wieder diverse Anbieter, natürlich auch die örtlichen Sparkassenakademien.

Die Kosten hierfür betragen bis zu 3000€, auch hier sind Teilerstattungen je nach Abschlussnote und Anbieter möglich, gekoppelt, wie sollte es anders sein, an Verpflichtungserklärungen.

Der Unterricht dazu findet regulär Samstags statt, unter der Woche ist dann, wie sollte es anders sein, Zeit zum selberlernen.

Im Anschluss kann man auch hier noch den Diplom- Bankbetriebswirt machen. Hat man diesen, hat man alle theoretischen Vorraussetzungen erfüllt um Vorstandsmitglied bei einer Sparkasse zu werden. (vergleiche §32,33 KWG)
Weiterhin werden umfangreiche Managementthemen vermittelt, also auch für Abteilungsdirektoren usw. ein Blick wert bzw Vorraussetzung.

Fachwirt für Finanzberatung
Ein Bildungsgang, der unter anderem von GoingPublic angeboten wird. Eindeutiger Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von Allfinanzwissen. In meinen Augen absolut ein Blick wert, zumal umfassendes Wissen zum Thema Versicherungen vermittelt wird (Versicherungsfachman inkludiert!!!). Dauert ebenfalls 2 Jahre und kostet ebenfalls 3000-4000€ und wird in Teilzeit mit Selbstlernphasen absolviert.



Wer bei dem Dipl. Sparkassenbetriebswirt bzw. Dipl. Bankbetriebswirt angekommen ist, ist mehr oder weniger am Ende seiner Möglichkeiten. Für einen Vorstandsjob in einer mittelgroßen Sparkasse/Geno-Bank langt diese Stelle absolut aus, in einer Großbank wird es damit fürchterlich eng werden.
Inoffiziell gibt es hier Möglichkeiten zur Anrechnung auf ein BWL-Studium, dazu aber unten mehr!


Die Fragen der Fragen:Welcher Abschluss wofür?

1.) Vetrieb in der Filiale, Beratung im Vermögensmangement, Immobiliencenter+Baufi-Beratung, Beratung sehr kleiner Firmenkunden:

Hier macht in meinen Augen der Fachwirt für Finanzberatung am meisten Sinn, ein Rundumschlag halt. Umfangreiches Wissen zu Versicherungen, WP und Bauspargeschäft wird vermittelt, dazu ein paar rechtliche Grundlagen und etwas BWL und VWL. Tiefgründiges betriebswirtschaftliches Wissen ist für diese Kundensegmente nicht wirklich erforderlich, eher ist die Vertriebsleistung entscheidend. In diesen Segmenten ist es bei den meisten Banken so, dass der Berater Beratungs- und Abschlussverantwortung für alle Bereiche hat, also nicht nur klassisches Bakgeschäft sondern auch Versicherungen und WP's.

2.) Beratung mittelgroßer Firmenkunden, Private Banking:

Hier würde ich den Weg über Bankfachwirt- und dann Bankbetriebswirt gehen. Es wird umfangreiches betriebswirtschaftliches Wissen vermittelt, Fragen zum allgemeinen und steuerlichem Recht geklärt. Sobald man anfängt, mittelgroße Firmenkunden zu betreuen, ist man selbst oftmals nicht mehr für die Anlage- und Versicherungsberatung zuständig, dass machen dann extra ausgebildete Kollegen für einen. Insofern fällt der Fokus wieder aufs klassische Kreditgeschäft.
Im Private Banking kann zusätzlich noch ein Financial Planner gefordert werden, viele Banken gehen dazu über.

3.) Beratung großer Firmenkunden, Betreuung großer WP-Depots, Projektfinanzierungen, Investmentbanking:

Ab hier wird ein Studium immer wichtiger. Sicherlich kann man auch mal mit Glück mit einer banktypischen Fortbildung wie Bankbetriebswirt in solch eine Position rutschen, dies dann aber eher über Connections und mit viel Glück. Für die klassische Betreuung mag sicherlich ein Bachelor reichen, für die Projektfinanzierungen oder das Investmentbanking darf es je nach Aufgabenschwerpunkt später gerne auch mal ein Uni-Diplom oder ein Master sein.
Weiterhin haben sehr sehr viele Investmentbanker sich mittels CFA oder CIIA weiterqualifiziert. Diese Fortbildungswege sind komplett auf Englisch, sehr langwierig oder teuer, zusätzlich werden Praktika gerne gesehen.

4.) Führungsaufgaben auf unterer Ebene, Filialleitung, Referatsleitung, Direktorenebene:

Hier macht sich das erste mal der diplomierte Bankbetriebswirt bezahlt, da umfangreiches Wissen zur Personalführung und Managementthemen vermittelt wird. Sicherlich kann je nach Berufserfahrung auch schon ein bankfachwirt reichen, die meisten Kollegen sind aber Bankbetriebswirte oder diplomierte Bankbetriebswirte. Richtig studiert haben diese Kollegen meistens selten.

5.) Führung im Vorstand, Regionalbereiche usw.

Auch hier macht sich ein Studium besser. Faktisch reicht zwar der diplomierte Bankbetriebswirt aus, um ein KI führen zu dürfen, faktisch haben die meisten Leute in solchen Positionen aber richtig studiert. Gerade in den Sparkassen und Volksbanken findet man jedoch viele Vorstände, die wirklich "nur" diplomierte Bankbetriebswirte sind.

6.) Bakcoffice, Marktfolge, Personalabteilung usw

Hier langt der Bankkaufmann aus. Einige Kollegen machen noch den Fachwirt hinterher, tut aber nicht wirklich not.


Dies war mal so ein Kurzüberblick: Wie bei allen anderen Sachen gilt auch hier: Lieber den Abschluss haben als ihn brauchen Wink







Und zum Schluss noch ein paar persönliche Sachen dazu:

Was nicht ausser Acht gelassen werden sollte ist die hohe zeitliche Belastung. Bankfachwirt und Bankbetriebswirt schlucken gerne mal 10-12 Stunden die Woche, mal mehr, mal weniger. Über mehrere Jahre hinweg!


Bei dem Bankfachwirt kursiert irgendwo eine Druchfallquote von ca 30% in den ersten Prüfungen (gibt insgesamt 3, wovon eine die Abschlussprüfung ist), die sich auch mit meinen Erfahrungen deckt. Mein jahrgang hat mit 50 Leuten angefangen (Abends+Samstags), nachher bei der Zeugnissvergabe waren wir nur noch 15 Leute...
Nicht weil die Leute unfähig oder dumm sind, einfach weil gearde für den Fachwirt eine Menge gelernt werden muss, der Betriebswirt hingegen ist eher wieder dem wissenschaftlichen Erarbeiten von Zusammenhängen zuzuordnen, aber den gibs ja ohne Fachwirt nicht.

Teilweise kann es deshalb sinnvoll sein, seinen Arbeitsgeber um eine Vollzeitregelung zu bitten, welche aber wiederum mit dem Jahresurlaub, anteilig, verrechnet wird. Auch ruhig mal bei Kollegen nachfragen, welche Entwicklungsweg die gegangen sind und wie ihre Erfahrungen waren, so kommt man erfahrungsgemäß auf dem richtigen Wege ans Ziel.

Auch wichtig: Diese Fortbildungen haben natürlich hauptsächlich 2 Gründe: Der Angestellte möchte sein Backgroundwissen erhöhen (was auf einer einfachen Kundenberaterstelle nicht nötig ist, dafür reicht die klassische Ausbildung hin) und darüber hinaus natürlich irgendwo auch in den Genuss einer höheren Bezahlung kommen, das Ganze soll sich ja schließlich auch auszahlen.
In der Regel ist eine Erhöhung der Vergütung allerdings nur mit einem Aufstieg auf eine höhere Position möglich und auch gerechtfertigt, denn wer als normaler Bankkaufmann Firmenkunden bis 50.000€ Einlage/Verbindlichkeiten betreut wird wohl kaum schlechtere Arbeit leisten als ein Bankbetriebswirt, der ebenfalls Firmenkunden bis 50.000€ Einlage/Verbindlichkeiten betreut. Und ein Aufstieg in eine höhere Position ist erfahrungsgemäß mit längeren Arbeitszeiten, anstrengenderer Arbeit und mehr Verantwortung verbunden.

Wer möglichst schnell aus der einfachen Kundenberatung heraus will, legt mit dem Bankfachwirt oder dem Fachwirt für Finanzberatung (IHK) im Zweifel erstmal den richtigen Grundstein.

Wer später wirklich richtig Gas geben will, sollte sich ca 1/2 Jahr vor Ausbildungsende Gedanken über dieses Thema machen. Wer eine große Karriere anstrebt, muss bis Mitte, spätestens Ende 20 mit allen Fortbildungen durch sein. Wer da kostbare Jahre verschenkt, weil er sich doch "falsch" entschieden hat, ist selbst Schuld.

Wichtig hier auch: Kein Vorgesetzter sieht es gerne, wenn sich ein Vertriebler übermäßig stark qualifiziert. Warum? Er könnte abgeworben werden oder as dem Vertrieb ausscheiden und in den Stab wechseln. Die Kohle wird aber nunmal im Vertrieb verdient. Lasst euch euren Karrierewunsch nicht madig reden. Wenn ihr "nicht nur" Bankfachwirt sein wollte, sondern konkrete Pläne habt, haltet dran fest, es ist Eure Zukunft, nicht die Eurer Vorgesetzten. Ich bin jetzt Mitte 20 und muss noch 40 Jahre arbeiten. Ich weiß nicht wie in 25 Jahren der Arbeitsmakrt aussieht, deshalb sammel ich lieber einen Schein mehr als zu wenig.

Das Thema Studium wird im Karrierebereich tiefer behandelt.

special thanks to
-Hampton
_________________
Wenn's um Geld geht - Sparkasse.


Zuletzt bearbeitet von spaddel am Sa 09 Jul, 2011 23:27, insgesamt 21-mal bearbeitet
 
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Verfasst am: Mo 25 Aug, 2008 20:01    Titel: Fortbildungen bei der Sparkasse  



 
evil-grin
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Sparkasse
2. Lehrjahr

Dabei seit: Nov 2007
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: Di 26 Aug, 2008 7:36    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

ganz einfach: klasse!

danke Very Happy
 
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TobiasHohberger
Site Admin
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Raiffeisenbank
Ausgelernt

Dabei seit: Jul 2004
Beiträge: 5684
Wohnort: Frankenland

BeitragVerfasst am: Mi 12 Nov, 2008 17:14    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Dankeschön @spaddel
 
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Hampton
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andere
Ausgelernt

Dabei seit: Sep 2008
Beiträge: 44
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: Mi 12 Nov, 2008 17:37    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Zitat:
Zusätzlich gibt es zum Abschluss die Fachochschulreife


Das ist falsch, da bundeslandabhängig. In Bayern gibt es beispielsweise keine Fachhochschulreife.

Anbei die Antwort auf meine Nachfrage bei der IHK in München:

Zitat:
Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Sie aufgrund Ihrer bestandenen
Bankfachwirtprüfung nicht die Fachhochschulreife erworben haben, sondern
(nochmals) die mittlere Reife.

Denn das Zeugnis einer bayerischen Industrie- und Handelskammer über
eine erfolgreich abgelegte Fachwirtprüfung ist ausweislich Ziffer 5.9
Buchstabe d) der beigefügten Bekanntmachung des Bayerischen
Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 6.
Dezember 1994 Nr. V/3 - S 6250 - 10/170 725 nach Art. 25 Abs. 3 Satz 2
des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen
(BayEUG) allgemein einem Abschlusszeugnis der Realschule gleichwertig.

Ungeachtet dessen können Sie aufgrund einer am 1. August 2008 in Kraft
getretenen Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes (BayHSG) nach
einem Beratungsgespräch an einer staatlichen bayerischen Fachhochschule
ohne weitere Zugangsprüfung ein einschlägiges FH-Studium (z. B. der
Betriebswirtschaftslehre, nicht aber ein Ingenieurstudium) aufnehmen.


Beim Bankfachwirt könnte man lediglich noch die recht hohe Durchfallquote (gute 30% in jeder der 3 Prüfungen, wenn man über die Bankakademie kommt) erwähnen. Das Studium verlangt viel Einsatzbereitschaft und ist kein Spaziergang.
Außerdem wird die schriftliche Prüfung der Ausbilder-Eignungsprüfung (gem. AEVO) mit bestandener Fachwirt-Prüfung auf Antrag erlassen. Man muss also lediglich die mündliche Prüfung ablegen und hat dann den AdA-Schein.

Übrigens ist es auch möglich mit dem Bankfachwirt (IHK) den Gepr. Betriebswirt (IHK) zu machen. Hierbei handelt es sich dann um den höchsten Abschluss der Industrie- und Handelskammer.
 
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LiL_Rain
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Sparkasse
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Beiträge: 268
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BeitragVerfasst am: Mi 12 Nov, 2008 21:42    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Merci beaucoup! Wink
 
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spaddel
Department Head


Sparkasse
Ausgelernt

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Beiträge: 1250

BeitragVerfasst am: Mi 12 Nov, 2008 21:57    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Hampton hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Zusätzlich gibt es zum Abschluss die Fachochschulreife


Das ist falsch, da bundeslandabhängig. In Bayern gibt es beispielsweise keine Fachhochschulreife.

Anbei die Antwort auf meine Nachfrage bei der IHK in München:

Zitat:
Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Sie aufgrund Ihrer bestandenen
Bankfachwirtprüfung nicht die Fachhochschulreife erworben haben, sondern
(nochmals) die mittlere Reife.

Denn das Zeugnis einer bayerischen Industrie- und Handelskammer über
eine erfolgreich abgelegte Fachwirtprüfung ist ausweislich Ziffer 5.9
Buchstabe d) der beigefügten Bekanntmachung des Bayerischen
Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 6.
Dezember 1994 Nr. V/3 - S 6250 - 10/170 725 nach Art. 25 Abs. 3 Satz 2
des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen
(BayEUG) allgemein einem Abschlusszeugnis der Realschule gleichwertig.

Ungeachtet dessen können Sie aufgrund einer am 1. August 2008 in Kraft
getretenen Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes (BayHSG) nach
einem Beratungsgespräch an einer staatlichen bayerischen Fachhochschule
ohne weitere Zugangsprüfung ein einschlägiges FH-Studium (z. B. der
Betriebswirtschaftslehre, nicht aber ein Ingenieurstudium) aufnehmen.


Beim Bankfachwirt könnte man lediglich noch die recht hohe Durchfallquote (gute 30% in jeder der 3 Prüfungen, wenn man über die Bankakademie kommt) erwähnen. Das Studium verlangt viel Einsatzbereitschaft und ist kein Spaziergang.
Außerdem wird die schriftliche Prüfung der Ausbilder-Eignungsprüfung (gem. AEVO) mit bestandener Fachwirt-Prüfung auf Antrag erlassen. Man muss also lediglich die mündliche Prüfung ablegen und hat dann den AdA-Schein.

Übrigens ist es auch möglich mit dem Bankfachwirt (IHK) den Gepr. Betriebswirt (IHK) zu machen. Hierbei handelt es sich dann um den höchsten Abschluss der Industrie- und Handelskammer.


OK,,zu der Fachochschulreife hab ich mir oben was einfallen lassen, die Durchfallquote werde ich generell mal verwursten, die Ausbilderprüfunggeschichte hatte ich vorher auch schonmal gehört, wird auch verwurstet. Danke für deinen Beitrag!
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Scoobydoo
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Sparkasse
1. Lehrjahr

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Beiträge: 923
Wohnort: In der Heimatstadt des Ruhmreichen 1. FC Nürnbergs.

BeitragVerfasst am: Mi 12 Nov, 2008 22:16    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Gibts jetzt Fachhochschulreife oder nicht? Very Happy

*verwirrt_bin*
 
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spaddel
Department Head


Sparkasse
Ausgelernt

Dabei seit: Oct 2005
Beiträge: 1250

BeitragVerfasst am: Mi 12 Nov, 2008 22:26    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

steht da doch, mensch Wink
Teilweise ja, teilweise nein, kannst dann aber unter normalen Umständen trotzdem studieren Wink
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Verfasst am: Mi 12 Nov, 2008 22:26    Titel:  



 
MrQueman
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1. Lehrjahr

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Beiträge: 438

BeitragVerfasst am: Do 13 Nov, 2008 16:29    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

<3-liches DANKE an Spaddel!!!!

Echt super! Bin gerührt!!! Wink

Grüße!!!

Q
 
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Schneggibaby
Vice President


Sparkasse
3. Lehrjahr

Dabei seit: Mar 2008
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: Di 18 Nov, 2008 20:58    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Echt toll, da ist noch hinzufügen, dass viele Betriebe Ihre eigenen "EX"-Azubis ebenfalls fördern und komplett die Kosten für das Teilstudium übernehmen.
 
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