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[ Sparkassenfachwirt & Kundenberater f. Geldanlagen ]
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Manfred
Analyst


Dabei seit: May 2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Do 08 Mai, 2008 10:34    Titel: Sparkassenfachwirt & Kundenberater f. Geldanlagen Antworten mit Zitat nach oben ... 

Ich habe mal eine ganz dringende Frage an Euch und zwar der Verlauf:
Ich habe einen neuen Kunden im Nov 07 dazubekommen der seit ca.23 Jahren bei unserer Bank ist hat eine Summe von ca. 140 tsd. €. in verschiedenen Strukturen wie Sichere Fonds,Zertifikat...keine Risikoanlagen.Nach einem Beratungsgespräch legte ich meinem Kunden den Beratungsbogen vor welcher ausgefüllt werden sollte z.B. Risikobereitschaft,Beruf,Verdienst...
Der Kunde hat darauf gesagt das dies der Bank absolut nichts angehe was sein Beruf ist,was er verdiene oder wie hoch seine Geldeinlagen sind.
Ich habe den Kunden darauf hingewiesen das künftig keine Beratung meinerseits auf Wertpapiere stattfindet.Er hat gedroht alle Gelder von der Bank zurückzuziehen sollte sich dies auf die Beratung auswirken.
Habe ich etwas falsch gemacht?
Gibt es evtl personelle konsequenzen für mich?
Was sollte ich beachten?

Danke vorab für Infos
 
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Verfasst am: Do 08 Mai, 2008 10:34    Titel: Sparkassenfachwirt & Kundenberater f. Geldanlagen  



 
Kuhlo
Moderator


Landesbank
1. Lehrjahr

Dabei seit: Sep 2007
Beiträge: 771

BeitragVerfasst am: Do 08 Mai, 2008 11:01    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Kannst du nicht deinen Vorgänger fragen...


Sorry aber dein Vorgesetzter sollte dein Ansprechpartner sein


Kuhlo
_________________
Ich habe eiserne Prinzipien.
Wenn sie ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
 
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BankerC
Gast





BeitragVerfasst am: Do 08 Mai, 2008 11:45    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Hallo,

ich versuch´mich einfach mal an der Problematik, obwohl ich hier sicher keine abschliessende Beurteilung abgeben kann.

Ausgangspunkt hier ist ein langjähriger Kunde mit Erfahrung in verschiedenen WP-Geschäftsbereichen.

Weiter gehe ich davon aus, dass er ein alter Bestandskunde ist, der wohl auch schon vor 20 Jahren WP ge- und verkauft hat. Eng wird´s jetzt: Damals gab´s noch nicht die umfangreichen Schutzbestimmungen für Anleger (WpHG, MifiD...). Kunde konnte quasi kaufen was er wollte und der Banker hatte auch nicht die Pflicht, ihm unangenehme Fragen nach Einkommen, Beruf, Erfahrung, Riskclassification usw. zu stellen.

Das sieht heut anders aus. Und wenn der Kunde so erbost und verwundert über deine Fragen ist, dann heißt das, er hat schon ewig nichts mehr im WP-Bereich gemacht bzw. Berater in der jüngeren Vergangenheit (etwa 8 Jahre) haben ihren Job nicht ganz gut gemacht. Ich kenn´s auch so, dass Berater den Bogen nicht im Beisein des Kd ausfüllen, sondern danach-> Wer kann dann schon prüfen, ob der Kd wirklich das und das gesagt hat?? Unterschreiben muss der Kd ja auf dem Bogen nicht...

Rechtlich kann dir wohl keiner Vorwürfe machen, denn ohne Mindestangaben (Risikobereitsch., Einkommen, Vermögen...) darfst du dem Kunde heutzutage noch nicht mal Geldmarktfonds verkaufen. Die sind zwar in der niedrigsten Risikoklasse, aber es ist eben eine Klasse.

Oder der Kunde verzichtet vollkommen auf Beratung und du bist nur ausführendes Organ. Das soll er dir dann aber bitte schriftlich geben.

Gesprächsbedarf mit Chef besteht dann spätestens, wenn der Kunde abwandern will. Da steht dann wieder der Fil.-ertrag den korrekten Arbeitsabläufen im Weg.

Gruß
BankerC
 
Manfred
Analyst


Dabei seit: May 2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Do 08 Mai, 2008 12:40    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

wie gehe ich vor um den Kunden absolut zufriedenzustellen?
kann ich den Kunden einfach abstoßen und jemanden anderes überlassen weil er mir etwa unangenehm werden könnte?
u.a habe ich den Kunden gefragt woher denn das Geld vom Geldmarktkonto komme,ja dumm von mir.
 
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CaroW ohne PW
Gast





BeitragVerfasst am: Do 08 Mai, 2008 13:13    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Schwierig solche Kunden Wink
Ich würde wahrscheinlich versuchen ihm erstmal Honig um den Mund zu schmieren, a lá "Ich weiß wieviel Erfahrung sie mit WP haben, das finde ich große klasse, sie sind ja beinahe, wenn nicht sogar ein Fachmann auf dem Gebiet."
So dann jetzt die bittere Wahrheit "Sie kennen ja unseren Staat, Vorschriften hier, Vorschriften da. Aber selbst da vielen Beschwerden der Banken hat die Regierung durchgesetzt, dass diese Regelungen (die Doku) jetzt doch eingehalten werden müssen."
Weiter "Und deswegen, weil Politiker das so wollen, muss ich Ihnen jetzt ein paar unangenehme Fragen stellen, die allerdings für Ihre Anlage in WP keinerlei Bedeutung haben. Sie werden dadurch in ihrer Geldanlage keine Nachteile erhalten, wie gesagt, es ist seit kurzem eine Vorschrift von Vater Staat, diese Fragen zu stellen. Wir haben uns die bestimmt nicht ausgedacht."

Es gibt nun mal Kunden, die da sehr empfindlich sind und ich denke man sollte versuchen das Beste draus zu machen und vor allem nicht die Flinte ins Korn zu werfen. Man muss sich halt auch mit schwierigen Kunden abfinden.
Wer nicht weiß, wie der gesetzliche Hintergrund ist, der versteht auch nicht warum solche Fragen gestellt werden.
Bestimme Beratungsthemen nun nichtmehr selber bei Kunden anzusprechen, ist meiner Meinung nach eine nicht so gute Lösung. eine Beratung sollte ja wirklich ganzheitlich sein. Du kannst ja nicht, wenn er das nächste Mal da und ich sprecht über Anlageformen, wobei ihr dann Richtung WP, sagen:"Ich hole mal schnell meinen Kollegen, der macht dann das alles rund um die WP"

Genug geschlaumeiert, es gibt sowieso keine Bilderbuchlösung, das macht jeder so, wie es ihm lieb ist ....
 
Aswang
Associate


Dabei seit: Nov 2007
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: Do 15 Mai, 2008 21:00    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Also eins mal vorweg, NATÜRLICH muss die Aufklärung vom Kunden unterschrieben werden. Dass war schon früher, bei den alten Aufklärungsbögen nach WpHG so und hat sich mit der MIFID NICHT geändert!!!

Es geht ja gerade darum, dass der Kunde mit seiner Unterschrift bestätigt, von Euch aufgeklärt worden zu sein. Ohne Dokumentation würde das ja keinen Sinn machen.

Ich habe auch Kunden, die sich bei Punkten wie "Schulbildung" wahnsinnig aufregen; aber, wenn man ihnen dann ruhig und sachlich erklärt, dass dies halt jetzt Gesetz ist und die weitreichende Befragung hauptsächlich Ihrem eigenen Schutz dient, dann sind die meisten zufrieden.

Einem hab ich mal gesagt, dass er zu jeder Bank innerhalb Europas gehen kann und dort die gleichen Fragen gestellt bekommt wie von mir. (Zugegeben, SO kann man das nicht jedem sagen) Er hat sich dann entschieden, doch bei mir zu bleiben. *g*

Schönen Abend noch

Aswang
 
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