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Die Bankenwelt aus einer anderen Perspektive - Duales Studium bei der Deutschen Bundesbank:
[ Diskussion Azubis mit Kunden ]
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Gast7
Gast





BeitragVerfasst am: Sa 28 Nov, 2009 1:59    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Es stimmt, dass auch viele Kunden gierig sind und ihnen 1-2 Prozent nicht genug sind. Diese Leute sollten aber trotzdem auf alle Risiken (auch wenn sie nur theoretischer Natur sind) hingewiesen werden. Ich könnte mir auch vorstellen, dass viele bewusst diese Zertis gekauft haben und nun versuchen als Trittbrettfahrer mit auf den Entschädigungszug aufzuspringen. Das ist natürlich nicht ok.

Trotzdem sollten die Banken genau prüfen, wo sie Fehler gemacht haben. Mehrere Bekannte von mir arbeiten auch bei der Sparkasse, allerdings in kleineren Städten, nicht bei Fraspa oder Haspa. Ich habe auch erfahren, dass es dort wohl vereinzelt zu Beratungsfehlern kam und den Kunden der Schaden erstattet wurde. Es war wohl so, dass die Sparkasse einfach nicht damit gerechnet hat, dass Lehman pleite geht und war selber davon überzeugt, dass die Zertis sicher sind und hat sie auch so angepriesen. Man hat dort aber eingesehen, dass das eine Fehleinschätzung war und den Kunden keine Schuld trifft. Natürlich hat man dort auch entschädigt, um keinen Image-Verlust zu erleiden. In meiner Stadt ist die Sparkasse sehr beliebt. Ich würde behaupten, dass 80 Prozent aller Einwohner dort Kunden sind. Da wird natürlich auch abgewägt, was günstiger ist: Die Kunden entschädigen oder einen Image-Verlust hinnehmen. Das ist bei einer Bank nicht anders als in anderen Unternehmen. Es wird erst mal gerechnet.

Die Banken, die viel Zertifikate verkauft haben, sträuben sich natürlich dagegen, alle Kunden zu entschädigen. Das ist bei den Summen auch verständlich.

Für mich ist das auch ein gesellschaftliches Problem, da viele Bürger immer weniger Geld in der Tasche haben und die Politiker keine Gelegenheit auslassen, die Bürger zu "ermahnen", sie sollen mehr privat fürs Alter vorsorgen, weil aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mehr viel zu erwarten ist. Die Bürger gehen dann panisch zur Bank und wollen vorsorgen, haben aber null Plan und verlassen sich voll und ganz darauf, was der Berater ihnen empfiehlt und viele kommen mit 1-2 Prozent Zinsen nicht über die Runden. Das muss man auch ganz klar mal sagen. Mich stört es eher, wenn sowieso schon wohlhabende Leute um jeden Prozentpunkt feilschen, weil sie den Hals nicht voll genug bekommen. Das Problem ist, dass genau bei solchen Kunden die Bank großzügiger sein wird als bei den "armen" Kunden. Im Endeffekt kann man sagen "Der kleine Mann ist immer der Dumme", egal ob in einer Bank oder woanders.
 
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Verfasst am: Sa 28 Nov, 2009 1:59    Titel:  



 
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