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Die Bankenwelt aus einer anderen Perspektive - Duales Studium bei der Deutschen Bundesbank:
[ vertriebsorientierter bankkaufmann ]
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D4
Gast





BeitragVerfasst am: Do 12 Jul, 2012 12:27    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Hallo !

Ich habe hier mir den Thread nun mal durchgelesen und bin teils erschüttert.

Vorab: Bin selbst seit 09/2011 Auszubildender bei der Postbank Finanzberatung AG als Vertriebsorientierter Bankkaufmann.

Ich werde für diese Aussagen auch nicht bezahlt oder gezwungen Wink

So...

Habe diesen Thread damals bevor ich anfing selbst gelesen bei meiner Recherche. Das gab mir dort schon einiges zu denken, aber ich habe den Sprung ins "kalte Wasser" dennoch gewagt.

Zur Ausbildung: Man hat eine Vorlaufzeit von mind. 3 Monaten welche man auch bezahlt bekommt in Höhe von 500€ pro Monat. Dies sollte man allerdings bei dem Bewerbungsgespräch verdeutlichen, manche Vorgesetzte wissen von diesem Anspruch nichts oder wollen davon nichts wissen. Thema für sich - aber nicht die Schuld der Postbank.

Die Ausbildung teilt sich in 2 Spalten auf.

Erste Spalte: Der Vertrieb

Man arbeitet in einem Büro der Postbank Finanzberatung.
Als Azubi untersteht man seinem Büroleiter. Man sorgt selbstständig dafür, dass man Termine bekommt mit Kunden. Dies hört sich erstmal schwierig an, ist es aber nicht wirklich. Denn man kann auf einen Kundenstamm der Postbank zurückgreifen. Dieser liegt zwischen 400-600 je nach Gebiet. Wenn man sich also vornimmt, 10 Termine die Woche zu machen (a ca. 1 Stunde Gespräch, 1 Stunde vorbereitung und 1,5 Stunden nachbearbeitung) a 2,5 Stunden hat man effektiv 25 Stunden Arbeit. Natürlich ist das sehr theoretisch gedacht nun. Gibt ja auch Wartezeiten etc. Smile Mit 10 Kundenterminen in der Woche kann man schon ein sehr vernüftiges Einkommen im Vertrieb generieren wenn man es durchdacht angeht. Auch hierbei unterstützt einen die Postbank mit Kampagnen und vielen Unterstützern für das jeweilige Geschäftsfeld. (Anlage, Vorsorge, Bausparen etc...)

Wie hoch die Quote beim Terminieren ist, hängt von der eigenen Genialität ab. Rufe ich einfach so wahllos die Kunden von A-Z durch werde ich eine schlechtere Quote haben, als wenn ich gezielt mir Kampagnen überlege, wo ich schon dem Kunden ein Nutzen am Telefon andeuten kann. Aber sowas lernt man auch Alles auf den Seminaren. Diese sind zwar häufig nicht das Highlight, geben einem aber Alles wichtige mit, um nicht wie ein nasser Pudel vorm Kunden zu sitzen. Die Seminare sind in der Anfangszeit zu besuchen. (Logisch, oder?) Sprich in den 3 Monaten mind. Vorlaufzeit zur Ausbildung hat man relativ viele Seminare. Diese gehen meistens 2 Tage und sind regional gesammelt. Kann sein das man mal paar Kilometer fahren muss, das sollte man aber im Vertrieb von Anfang an bedenken.

Durch die Unterstützung des Büros wo meist sehr erfolgreiche Mitarbeiter sitzen, den Chef, die Unterstützer die einzig im Unternehmen tätig sind um den Vertrieblern unter die Arme zu greifen und ein wenig eigenes Engagement und Interesse für Zahlen & Menschen kann man ein Gehalt generieren, mit dem kein adnere Azubi mithalten kann.

Was mir auch wichtig zu sagen ist, niemand muss bei irgendwelchen Omas um Verträge betteln. Ich habe auch noch nie mit Gewissensbissen kämpfen müssen, weil ich ein Kunden übern Tisch gezogen habe. Dafür gibt es 1)gar keinen Grund, der Kundenpool ist von Anfang an groß genug (Sind ja "nur" die Bestandskunden! Was man daraus macht ist immer eine andere Frage -> Empfehlungsgeschäft wg. Kompetenz) und 2) hat jede Bank auch Vorschriften zum Controlling. Ich denke kaum, dass man es durchbekommen würde eine Hypothek auf eine Immobilie aufzunehmen beim Kunden um dies Geld direkt in ein Hedgefonds zu investieren. Aber nagut. Diese Gerüchte gibt es immer wieder, damit wird die Branche auch leben müssen, ist aber genauso ein Gerücht wie das alle Bauern dumm sind oder Pinguine Fische.

Zweite Spalte: Die Berufsschule

Dies ist, für jeden der das Oben eher normal für den Vertrieb empfand eindeutig eins der Highlights der Ausbildung zum Vertriebsorientierten Bankkaufmann!

Die Postbank hat nicht unendlich viele Azubis zum VoB (Vertriebsorientierter Bankkaufmann). Im Schnitt kommen wir auf 50-70 Deutschlandweit. (!)

Diese jedes mal in eine normale Berufsschule mit den anderen Sparkassenschülern etc zu packen liegt nicht im Interesse der Postbank. Daher gibt es mehrere Ausbildungszentren, ich nenne sie einfach mal "Postbank Academys". Ich habe im erstem Jahr 5 Blöcke a 2 Wochen wo ich diese Academy besuche. Dort bildet die Frankfurt School of Finance & Management mit eigenen Dozenten (sehr kompetent! Teilsweise Professoren von Universitäten in Deutschland) für die Postbank die Auszubildenden aus.

Der enorme Vorteil ist, man hat immer eine Woche ein Thema. Das Wissen kommt direkt und nicht über mehrere Jahre verteilt. Es geht um Rechnungswesen, Zahlungsverkehr, Allgemeines Wirtschaftsverständnis etc... Mir persönlich gefällt dies sehr gut. Die Academys der Postbank sind auch auf einem sehr angenehmen Komfortstand.

Das Wissen, welches mir dort vermittelt wird, hilft mir zwar nicht zwingend bei meiner Vertriebstätigkeit, ist aber der Kern des Wissens, welches ich benötige um nach ca. 22 Monaten Ausbildungszeit bei der IHK-Prüfung zum Bankkaufmann nicht durchzufallen. Das selbstständige Nachlernen ist Pflicht. Gelernt werden muss aber so oder so.

Die Frankfurt School of Finance & Management ist auch glaube ich nicht umbedingt die schlechteste Anlaufstelle. Also ein renomierter Abschluss. Wobei das auch fast egal ist, weil man im Endeffekt Bankkaufmann ist. Aber schlecht zu lesen ist es sicher nicht, wenn man sagen kann man wurde von der Frankfurt School ausgebildet. (Meine Meinung)

Es gibt 2 Ausbilder die Zentral aus Hameln die Ausbildung begleiten und navigieren. Diese Herren sind äußerst fair. Es gab einige Fälle in denen etwas nicht zu 100% stimmte und der Auszubildende benachteiligt wurde. Ab dem Moment, wo man einen dieser beiden Herren heranzieht zum Fall, stellt er sich vor einen wie ein Löwe und steht immer auf der Seite des Azubis und schützt ihn vor falscher Behandlung durch andere Mitarbeiter. (Nagut, solange es sich nicht der Logik entbehrt, wer Kunden verdrischt, Büros anzündet oder im großen Still Kundendaten nach Tschechien verkauft sollte nicht mit einem gestärktem Rücken rechnen. Dies sind Beispiele, ist nie passiert aber ich wollte verdeutlichen was nicht mehr so rafiniert wäre. Smile)

Unterm Strich kann ich nur sagen, jeder der überlegt in dieser Branche anzufangen, findet hier eine der besten, wenn nicht die beste Anlaufstelle für seinen Karrierestart.

Wo sonst hat man die Möglichkeit so frei zu arbeiten, soviel Geld zu generieren, so eine Education mitzunehmen und dann eine solch prächtige Zukunft vor sich zu haben als bei der Postbank Finanzberatung?

Ich habe diesen Schritt gewagt und bereuhe es keine Sekunde. Ob ich später nach der Ausbildung hier weiterarbeite? Das hängt von den Konditionen an die mir dann angeboten werden, ob ich nochmal studieren möchte oder oder oder. Aber ich weiß, dass die Postbank ein hohes Interesse daran hat, eigene Azubis im Konzern zu behalten und auch schnell in höhere Positionen einzupflegen. Weil wer ausbildet und danach gehen lässt hat im Endeffekt nur Geld verbrannt. Und ich glaube diese Geschichte hier ist nicht ganz billig. Auch weiß ich, dass am Ende der Ausbildung mit jedem Azubi gesprochen wird und ein Angebot gemacht wird. Also dreckig gehts einem hier absolut nicht.

Hoffentlich konnte ich einige Bedenken aus dem Weg räumen und bisschen klarheit schaffen. Meiner Meinung nach sollte die Postbank mehr transparenz in die Ausbildung schon auf der Homepage reinbringen, aber najut, so mach ich das halt. Smile

Wer Fragen hat darf diese mir gerne stellen, ich versuche Alles zu beantworten.

Und zum Schluss nochmal ein paar Links als Quellen oder für den, ders einfach cool findet nicht selbst googeln zu müssen.

h*tp://w*w.postbank.de/postbank/ka_vertriebsorientierter_bankkaufmann.html;jsessionid=6FE53D4470977035A7D04E97FE074D0117D8.B126DE

h*tp://w*w.frankfurt-school.de/content/de

h*tp://w*w.postbank.de/postbank/ka_unternehmer_ausbildung_Erfahrungsberichte.html;jsessionid=44315388AABA26F63FE5DB1FAE24AA94F3E4.B126DE


PS: Wäre schön wenn dieser Beitrag eher auf Seite 1 irgendwie rutschen könnte. Hier steht extrem vieles sehr negatives von 2007. Trotzdem ist dieser Thread einer der ersten bei der Recherche und ich weiß nicht, wie akkribisch alle User bis zur letzten Seite sich durchwurschteln. Soll nicht heißen, dass das andere gelöscht werden sollte, aber das wäre so nur fairer der Aktualität halber. Und halte meinen Bericht auch für relativ ausführlich. Very Happy
 
Forum






Verfasst am: Do 12 Jul, 2012 12:27    Titel:  



 
Gast






BeitragVerfasst am: Mo 25 März, 2013 14:29    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Den letzten Beitag emfand ich als sehr informativ.
Einige Fragen hätte ich allerdings immer noch.

Ich bezweifle nicht dass die Ausbildung bestimmt sehr interessant und praxisnah ist.
Allerdings besteht bei mir die Angst, dass ich nach meiner Ausbildung einen enormen finanziellen Druck habe, da ich ja dann auf selbständiger Basis also auf Provisionsbasis arbeite.
Man denke z.B.daran, dass man krank wird und man erstmal eine oder zwei Wochen nicht arbeiten kann.
Wie gehst du mit der Befürchtung um? Oder besteht diese Befürchtung bei dir gar nicht?
Zudem würde ich gerne wissen ob man in der Selbstständigkeit neben dem Kundenstamm die Kunden komplett selber anwerben muss. Sprich ich dann Neukunden werben muss.
Da ich nicht Lust darauf habe wie in einem Callcenter Nummern ab zu telefonieren oder von Tür zu Tür zu laufen, um neue Kunden zu werben.
 
Raikoom
Analyst


Postbank
1. Lehrjahr

Dabei seit: May 2013
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mo 06 Mai, 2013 13:40    Titel: Antworten mit Zitat nach oben ... 

Ich antworte mal auf deine Fragen.

Thema Krankheit nach Ausbildung
-> dagegen versicherst du dich sobald du selbstständig bist
da tritt dann deine Kasse ein und zahlt dir einen Betrag der
von deinen monatlichen Beiträgen abhängt.
Ebenfalls sollte man als Selbstständiger niemals auf 0 am
Monatsende kalkulieren. Rücklagen bilden!

Kunden anwerben
-> du bekommst unter anderem Kunden zugeteilt
-> Telefon gehört dazu, ansonsten gibts Telefonisten die das gut machen
-> du bekommst regelmäßig Bestandskunden wie du die kontaktierst
bleibt dir überlassen
->Laufkundschaft
->Dein eigenes Umfeld Verein, Familie etc.
->Empfehlungen, lass dich immer empfehlen!
 
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Gast






BeitragVerfasst am: Do 25 Jul, 2013 15:50    Titel: :D:D:D:D Antworten mit Zitat nach oben ... 

Leute ich kann nicht mehr vor lachen Very Happy

Ich selber mache die Ausbildung grade, und manchmal muss man echt mal selber schlau sein und nachdenken. Wenn man nicht nachdenkt ist es kein Wunder, dass man ausgenommen wird.

Folgendes. Ich bin jetzt seit März 2013 dabei und es ist toll! Natürlich musste man sich vor der Ausbildung erstmal beweisen, im Sinne von Verkauf, Zuverlässigkeit und Motivation. In der Zeit habe ich eine Mindestauszahlung erhalten, die auch nicht zurückgezahlt werde musste. Diese Auszahlung war zwar nicht sonderlich hoch aber es hat sich gelohnt aus heutiger Sicht. Da ich nun mein Gehalt nach Bankkaufmanntarif bekomm (900€ Brutto) PLUS die Provisonen. Die Ausbildung seitens der Frankfurt School ist auch TOP!

Also sorry Very Happy die Leute hier, die keine Ahnung von dem ganzen haben sollten ein wenig erwachsener werden Smile!

Adios!
 
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