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Jedem fünften Krankenhaus droht das Aus: Neubau, Umbau, veränderte Strukturen - wie Kliniken jetzt kämpfen / IIR-Konferenz "Krankenhäuser im Umbruch" (5. bis 6. Dezember 2007, Berlin)
Geschrieben am 05.10.2007 - [Nächster Artikel] |
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Sulzbach am Taunus (ots) - Die wirtschaftlich angespannte Lage in Krankenhäusern hält an: Während sich Bund und Länder noch nicht auf ein gemeinsames Konzept zur Krankenhausfinanzierung einigen können, kämpfen die Häuser angesichts des schärferen Wettbewerbs und gekürzter Budgets um ihre Existenz. Wie das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI Essen) hochrechnete, droht einem Fünftel der Krankenhäuser bis 2020 das Aus.
Immer mehr Kliniken werden aktiv und organisieren sich neu. Dass sie dabei nicht nur ihre Prozesse und Strukturen verändern, sondern zunehmend auch ganze Häuser umbauen, ist ein Zeichen der Zeit, dem sich die IIR-Konferenz "Krankenhäuser im Umbruch" am 5. und 6. Dezember 2007 in Berlin widmet. Hier berichten Krankenhausexperten, Architekten und Vertreter aus Finanzwesen und Politik, welche Maßnahmen Krankenhäuser ergreifen können, um sich langfristig am Markt halten zu können. Dabei zeigen sie vor allem, welche Bedeutung neuen Unternehmenskonzepten sowie Um- und Neubauten von Klinikgebäuden zukommt.
Circa 62 Millionen Euro kostete der Neubau, den das Klinikum Stuttgart Ende September einweihte. Die Klinikverantwortlichen nutzten den Neubau zum einen, um ein neues Bildungs- und Versorgungszentrum unterzubringen, überarbeiteten zugleich aber auch die Betriebsabläufe. Dass der Neubau nur ein kleiner Teil eines umfassenden neuen Unternehmenskonzepts ist - und welche Elemente noch dazugehören, schildert der Geschäftsführer der Klinikums Stuttgart, Dr. Ralf-Michael Schmitz, in seinem Konferenzbeitrag.
Auch Reinhard Fuß, verantwortlich für Strategie und Planung des Städtischen Klinikums München, zeigt, wie Krankenhäuser ihre Prozesse optimieren können.
Sanierung, Modernisierung oder Neubau - welche Baumaßnahme sich für welches Krankenhaus eignet, erläutert der freie Architekt Prof. Lüder Clausdorff.
Besonders sind Bauleiter gefordert, wenn sie Verzahnungen von ambulanter und stationärer Versorgung beachten müssen. Welche speziellen baulichen Strukturen hier nötig sind, diskutieren Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen Holding, und Karl Spindler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Heidelberger SRH Kliniken.
Noch sind Investitionen in bauliche Veränderungen an Krankenhäusern Sache der Länder, während Krankenkassen die Betriebskosten der Häuser übernehmen. Bis 2009 will das Bundesgesundheitsministerium die Krankenhausfinanzierung auf eine neue Rechtsgrundlage stellen. Dafür prüft der Bund derzeit die Möglichkeit, Krankenhäuser aus einer Hand zu finanzieren. Über den Streitpunkt der Finanzierungsart debattieren auf der Konferenz Dr. Werner Gerdelmann vom Verband der Angestelltenkrankenkassen und Dr. Matthias Guhl, Abteilungsleiter Gesundheit beim Bremer Landesministerium.
Das komplette Programm ist abrufbar unter: http://www.iir.de/kh-umbruch/ots
Originaltext: IIR Deutschland GmbH Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59290 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59290.rss2
Pressekontakt: Romy König Pressestelle IIR Deutschland Tel.: 06196/585-326 E-Mail: romy.koenig@iir.de
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