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Selassie-Neffe Asserate: Merkel soll Mächtigen in Äthiopien die Leviten lesen

Geschrieben am 27-09-2007

Hamburg (ots) - Der Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers
Haile Selassie, Prinz Asfa-Wossen Asserate, 59, träumt in der ZEIT
von einem Aufbruch seiner Heimat Äthiopien in eine neue Zeit: "Ich
träume von einem demokratischen, föderalistischen, multiethnischen
Äthiopien, von einem Land, das alle Bruderkämpfe überwunden hat und
selbstbewusst in sicht ruht." Er wünsche sich, dass Angela Merkel
nächste Woche bei ihrem Besuch in Addis Abeba den Mächtigen "die
Leviten liest" und mit Ministerpräsident Meles Zenawi "Tacheles"
redet, schreibt der in Deutschland lebende Asserate.

Ein friedlicher, geeinter, prosperierender Kontinent - das sei
sein "panafrikanischer Traum". Asserate: "Aber oft bereitet mir
Afrika Albträume. Das Elend, die Gewalt, all die gescheiterten
Staaten. Wenn das so weitergeht, werden Millionen von Afrikanern an
den Toren Europas rütteln. Wenn meine europäischen Freunde beunruhigt
sind, weil wieder einmal 200 Bootsflüchtlinge vor einer italienischen
Insel stranden, kann ich nur lächeln. Ich sage ihnen dann: Kinder,
das ist erst der Anfang. Und ich sage ihnen auch, dass die Festung
Europa nicht zu halten ist. Wenn die Europäer eines Morgens aufwachen
und hören, dass sieben Millionen Afrikaner auf dem Weg zu ihnen sind,
dann werden sie das glauben. Deshalb hoffe ich, dass die Europäer aus
eigenem Interesse ihren Nachbarkontinent mehr unterstützen. Sonst
wird das afrikanische Problem ein europäisches werden."

Der in Frankfurt lebende Unternehmensberater und Autor des
Bestsellers "Manieren", sehnt sich nicht nach dem familiären
Kaiserhof, sondern nach dem ländlichen Leben, den einfachen Menschen
in Äthiopien zurück. Gerne wäre Asserate Bürgermeister der Stadt
Lalibela, weil diese noch eine biblische Aura besitze. "Wie gerne
würde ich Lalibela wieder zum Blühen bringen und ein Zeichen setzen.
Denn wir Äthiopier haben seit Jahrzehnten versäumt, die wahren
Probleme unseres Landes anzugehen: Bevölkerungsexplosion,
Analphabetismus, Hunger, HIV/Aids, Malaria."

Originaltext: DIE ZEIT
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/9377
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_9377.rss2

Pressekontakt:
Den kompletten ZEIT-Beitrag der ZEIT Nr. 40 vom 27. September 2007
senden wir Ihnen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Elke Bunse, DIE ZEIT Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.:
040/3280-217, Fax: 040/3280-558, E-Mail: bunse@zeit.de)


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