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Handwerkspräsident lobt Kampagne "Haus sanieren - profitieren"

Geschrieben am 24.08.2007 - [Nächster Artikel]

Osnabrück (ots) -

Otto Kentzler vom Zentralverband des Deutschen Handwerks besucht
Stiftung - DBU fördert

Etwa 923.000 Handwerksbetriebe gibt es nach Angaben des
Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) in Deutschland. "Wenn
sich an unserer neuen Kampagne 'Haus sanieren - profitieren' nur
20.000 Unternehmen in den nächsten fünf Jahren beteiligen, könnten
wir bis zu 675.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen", betonte Dr. Fritz
Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
(DBU). Wie sich Handwerker für den Klimaschutz einsetzen und damit
Aufträge akquirieren können - das erläuterte er heute ZDH-Präsident
Otto Kentzler. Herzstück der DBU-Infokampagne ist ein kostenloser
Energie-Check. "Die Beratung gibt Hausbesitzern einen Überblick über
den Zustand ihrer Häuser", betonte Brickwedde. Dass die DBU aber
nicht erst seit Kampagnenstart im März das Handwerk im Fokus ihrer
Fördertätigkeit hat - davon konnte sich Kentzler während seines
Besuchs in der Geschäftsstelle überzeugen: Insgesamt hat die Stiftung
hier über 140 Projekte mit mehr als 71 Millionen Euro unterstützt.

"Von den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in
Deutschland sind etwa zwölf Millionen vor 1984 gebaut worden und zu
großen Teilen sanierungsbedürftig. Es ist höchste Zeit, dass wir uns
verstärkt um Gebäude im Bestand kümmern", betonte Brickwedde. Schon
heute verbrauche eine Durchschnittsfamilie 80 Prozent ihrer Energie
im Haushalt fürs Heizen - bei weiter steigenden Kosten. "Privathäuser
verbrauchen sogar noch mehr Energie als die Industrie hierzulande",
so Brickwedde. Mit zusätzlichen Dämmungen, neuen Fenstern oder einer
modernen Heizungsanlage ließe sich das ändern. Ziel von "Haus
sanieren - profitieren" sei es, Hausbesitzer zu motivieren, ihre
Immobilien fit für die Zukunft zu machen. Schließlich würden sanierte
Gebäude weniger Energie verbrauchen und so das Klima schonen.

"Wir haben hier gleich drei Gewinner: Das Klima, weil weniger
Energie verbraucht wird, Besitzer und Mieter, weil sie Geld sparen,
und das Handwerk mit mehr Aufträgen und Beschäftigung", begrüßte der
ZDH-Präsident das Engagement der DBU. "Das Handwerk hat hier die
Chance, seine Kompetenz in einem zukunftsträchtigen Bereich zu
beweisen", so Kentzler. Begeistert zeigte sich der ZDH-Präsident über
die positive Rückmeldungen in der Pilotphase: Schon etwa 1.000
Kooperationspartner haben sich in den vergangenen Monaten zu
Schulungen in den Handwerkskammerbezirken Osnabrück-Emsland und
Münster angemeldet. "Nach den Infoveranstaltungen erhalten die
Handwerker unser Material und können mit den Beratungen loslegen", so
Brickwedde. Wer den etwa halbstündigen Energie-Check durch geschulte
Handwerker der Region bekommen möchte, findet unter
www.sanieren-profitieren.de Kooperationspartner in der Nähe.

Wie in privaten Haushalten Energie gespart werden kann - diese
Frage stand auch in einem weiteren DBU-Projekt im Vordergrund: Bis
2005 förderte die DBU die Langzeitstudie "Optimus" vom "Haus des
Handwerks" in Wilhelmshaven. An rund 100 Gebäuden in ganz Deutschland
prüften die Projektpartner Optimierungsmöglichkeiten an
Heizungsanlagen. "Die Resultate sind eindeutig: Das mangelnde
Zusammenspiel der einzelnen Bauteile vom Kessel über Regler und
Heizkörper sowie nicht fachgerechte Einstellungen führen oft zu einem
deutlich überhöhten Energieverbrauch. Ein Qualifikationsdefizit bei
Planern verursacht demnach unnötigen Brennstoffverbrauch", resümierte
Brickwedde.

Deshalb setze sich die DBU seit Anfang der 90er Jahre dafür ein,
Umweltschutzaspekte in die Aus- und Weiterbildung des Handwerks
einzubinden, so der Generalsekretär. So förderte die Stiftung in
Zusammenarbeit mit dem ZDH den Aufbau von sieben Umweltzentren des
Handwerks mit über zehn Millionen Euro. "Durch die Zentren entstand
ein aktives Netzwerk für den Umweltschutz im Handwerk", meinte
Brickwedde. Um die Entwicklung weiter zu begleiten, wurden dort
weitere sechs Projekte mit rund 1,3 Millionen Euro unterstützte: So
förderte die DBU die HWK Düsseldorf mit ihrem Newsletter
"Umwelt-@bo", der Betriebe mit praktischen Tipps zum Umweltschutz
versorgt.

Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter
www.dbu.de

Originaltext: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6908
Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_6908.rss2

Pressekontakt:
Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Katja Cherouny
Anneliese Grabara

Kontakt DBU:
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0541|9633521
Telefax: 0541|9633198
presse@dbu.de
www.dbu.de

Ansprechpartner für Fragen zu den Projekten:

AZ 18315 (Optimus):
Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Wilhelmshaven
Telefon: 04421/21347
Telefax: 04421/992165
www.optimus-online.de
estein@stein-boesch.com

AZ 20605 (Umwelt-@bo):
HWK Düsseldorf
Gabriele Poth
Telefon: 0208/82055-55
Telefax: 0208/82055-77
www.hwk-duesseldorf.de
poth@uzh.hwk-duesseldorf.de
 
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