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HUK-COBURG: Kraftfahrtversicherung mit Rekordzuwachs zum Jahreswechsel

Geschrieben am 22.05.2007 - [Nächster Artikel]

Coburg (ots) -

- Hoher Überschuss von 612 Mio. Euro
- Beitragseinnahmen von Preiskampf in der Kraftfahrtversicherung
geprägt
- Personenversicherer wachsen erneut stark

Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe erreichte in der
Kraftfahrtversicherung zum Jahreswechsel 2006/07 mit einem Plus von
220.000 Fahrzeugen den höchsten Bestandszuwachs der
Unternehmensgeschichte. Mittlerweile sind 7,7 Millionen Kfz bei der
HUK-COBURG Versicherungsgruppe versichert. Im Geschäftsjahr 2006
erreichte der Versicherer erneut ein sehr erfreuliches Ergebnis vor
Steuern von 612,3 Mio. Euro. Nach Steuern verblieb ein
Jahresüberschuss von 408,1 Mio. Euro. Die Unternehmensgruppe
verzeichnete vor allem im Leben- und Krankenversicherungsgeschäft
eine erfreuliche Absatzentwicklung. Die Beitragseinnahmen waren durch
den heftigen Preiskampf in der Kraftfahrtversicherung beeinflusst.
Sie lagen mit 4,73 Mrd. Euro um 0,1 Prozent höher als im Vorjahr. Der
Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe inklusive den Sparbeträgen der
HUK-COBURG-Bausparkasse erreichte 4,92 Mrd. Euro.

In der Kfz-Versicherung konnte die Versicherungsgruppe mit 754.000
Verträgen im Geschäftsjahr 2006 das Rekordneugeschäft des Vorjahres
(807.000 Verträge) nicht mehr erreichen. Die Zahl der Risiken und
Verträge ging leicht um 0,5 Prozent auf 7,49 Mio. Verträge zurück.
Dies ist auf den heftigen Wettbewerb in der Sparte zurückzuführen,
der in Beliebigkeitsrabatten und gezielten Abwerbeaktionen mancher
Wettbewerber gipfelte. Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe reagierte
darauf mit einem Bündel von Leistungserweiterungen und tariflichen
Maßnahmen wie der Einführung von Kasko SELECT, einer
Kaskoversicherung mit Werkstattbindung. Dies war die Grundlage für
das äußerst erfolgreiche Geschäft zum Jahreswechsel mit einem
Bestandszuwachs von 3 Prozent.

Die Beitragseinnahmen sanken ähnlich wie im Markt um 4,0 Prozent
von 2.413,1 Mio. Euro auf 2.316,5 Mio. Euro.

Weiter hohes Wachstum bei den Haftpflicht-, Unfall- und
Sachversicherungen

Das Neugeschäft in den Haftpflicht-, Unfall- und
Sachversicherungssparten war erneut sehr zufriedenstellend, konnte
aber das hohe Niveau des Vorjahres nicht ganz erreichen.

Die Zahl der Verträge erhöhte sich insgesamt um 1,7 Prozent auf
8,9 Millionen Verträge. Damit erzielte die HUK-COBURG
Versicherungsgruppe in diesen Sparten erneut deutlich bessere
Ergebnisse als der Markt, der lediglich in der
Haftpflichtversicherung ein leichtes Bestandsplus von 1,0 Prozent
erreichte. Im einzelnen konnte wie in den Jahren zuvor die
Wohngebäudeversicherung mit einem Zuwachs von 5,4 Prozent die höchste
Wachstumsrate erzielen. Darauf folgten die Haftpflichtversicherung
mit einem Anstieg von 2,5 Prozent und die Hausratversicherung mit 2,3
Prozent.

Die Beitragseinnahmen erhöhten sich um 2,4 Prozent auf 522,3 Mio.
Euro.

Hoher Beitragszuwachs in der Rechtsschutzversicherung

Das Neugeschäft der Rechtsschutzversicherung der HUK-COBURG
Versicherungsgruppe fiel unter dem Einfluss des schwierigen
Branchenumfeldes niedriger als im Vorjahr aus. Die Sparte war
weiterhin geprägt durch höhere Abgänge unter anderem in Folge von
Beitragsanpassungen. Auch schlug im Geschäftsjahr die Aufgabe des
gewerblichen Rechtsschutzgeschäfts bei der BRUDERHILFE
Sachversicherung zu Buche. Wie erwartet führte dies insgesamt zu
einem Bestandsrückgang von 1,7 Prozent auf 1,69 Mio. Verträge.

Die Beitragseinnahmen in der Rechtsschutzversicherung erhöhten
sich um 1,7 Prozent auf 197,1 Mio. Euro. Hier machten sich erneut
Beitragsanpassungen im Bestand und im Neugeschäft bemerkbar.

Lebensversicherung auf erfreulichem Niveau

In der Lebensversicherung verzeichnete insbesondere die
HUK-COBURG-Lebensversicherung eine erfreuliche Geschäftsentwicklung,
während das Geschäft bei der FAMILIENFÜRSORGE Lebensversicherung noch
von den notwendigen umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen belastet
war.

Erwartungsgemäß stieg - nach der im Jahr 2005 noch vorherrschenden
Verunsicherung der Verbraucher hinsichtlich der steuerlichen
Änderungen des Alterseinkünftegesetzes - die Nachfrage nach
Lebensversicherungsprodukten wieder an. Insbesondere bei
Rentenversicherungen waren Zuwächse festzustellen. Im Neugeschäft mit
Risikolebensversicherungen, insbesondere in Verbindung mit der
Berufsunfähigkeitsversicherung, wurde das Rekordergebnis des
Vorjahres fast wieder erzielt, bei der HUK-COBURG-Lebensversicherung
sogar übertroffen.

Das gesamte eingelöste Neugeschäft belief sich im Geschäftsjahr
auf über 55.000 Verträge mit einem laufenden Beitrag von 43,2 Mio.
Euro (+ 7,1 Prozent).

Der Gesamtbestand in der Lebensversicherung stieg von 1,024 Mio.
auf 1,035 Mio. Verträge, hinsichtlich des laufenden Beitrages wuchs
der Bestand um 2,1 Prozent auf 786,4 Mio. Euro. Besonders hoch fiel
insgesamt der Zuwachs bei den Rentenversicherungen und darunter bei
den Riesterprodukten aus.

Die Beitragseinnahmen stiegen um 3,7 Prozent auf 893,8 Mio. Euro.

Erneut hohes Wachstum in der Krankenversicherung

Das gesamte Neugeschäft in der Krankenversicherung entwickelte
sich auch angesichts der unsicheren politischen Rahmenbedingungen
hinsichtlich der Anzahl der Tarifversicherten und des
Monatssollbeitrages unterschiedlich: Während die Anzahl der
Tarifversicherten leicht um 1,7 Prozent auf 470.507 zurückging,
übertraf der Monatssollbeitrag mit 6,41 Mio. Euro den Vorjahreswert
um 30,0 Prozent.

Deutlich höher als im Vorjahr war das Neugeschäft bei
Zusatzversicherungen, das von der erfolgreichen Kooperation mit der
Barmer Ersatzkasse geprägt ist.

Der Bestand in der Krankenversicherung der Gruppe (ohne
Pflegepflichtversicherung und Besondere Versicherungsformen) wuchs
zum Jahresende um 7,5 Prozent auf 1,93 Mio. Tarifversicherte und um
9,6 Prozent auf einen Monatssollbeitrag von 64,2 Mio. Euro. Die Zahl
der Verträge in der Krankenversicherung erhöhte sich um 13,3 Prozent
auf 613.100. Inklusive der Pflegeversicherung und der Besonderen
Versicherungsformen ist ein Anstieg um 11,4 Prozent auf 1.755.800
Verträge zu vermelden. Die Zahl der vollversicherten Personen stieg
um 13.224 auf 363.510.

Die Krankenversicherung konnte mit 7,8 Prozent ein erneut deutlich
über dem Markt (4 Prozent) liegendes Beitragsplus erzielen. Die
Beitragseinnahmen erreichten 893,8 Mio. Euro.

Bausparkasse mit weiterem Bestandswachstum

Erwartungsgemäß leicht unter dem Vorjahresniveau zeigte sich die
neu abgeschlossene Bausparsumme. Mit einem Volumen von 407,2 Mio.
Euro wurde das Vorjahresergebnis insbesondere wegen entsprechender
Vorzieheffekte in 2005 im Vorfeld der Einführung eines neuen Tarifs
mit niedrigeren Zinsen unterschritten. Der Anteil im
Finanzierungsbausparen lag bereits bei über 40 Prozent und damit
deutlich über den Erwartungen.

Eingelöst wurden einschließlich Erhöhungen 23.498 (Vorjahr:
23.875) Verträge mit einer Bausparsumme von 407,9 (Vorjahr: 392,3)
Mio. Euro. Die Steigerungsrate von rund 4 Prozent bei der
Bausparsumme ist auf die hohen Neuabschlüsse zum Ende des Jahres 2005
zurückzuführen; diese wurden teilweise erst in 2006 eingelöst.

Der Vertragsbestand an eingelösten Verträgen umfasste am
Bilanzstichtag insgesamt 227.000 Verträge (-0,4 Prozent) mit einer
Bausparsumme von 3.553 Mio. Euro (+ 2,0 Prozent).

Die unter der Position Kapitalanlagen ausgewiesenen Baudarlehen
konnten gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent auf 649,0 Mio. Euro
gesteigert werden. Die Bauspareinlagen erhöhten sich ebenfalls
deutlich auf 844,9 Mio. Euro (+ 6,2 Prozent).

Kapitalanlagenergebnis trotz fehlender Sondereffekte erfreulich

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen konnte wie prognostiziert das von
umfangreichen Zuschreibungen geprägte hohe Niveau des Vorjahres nicht
mehr erreichen. Es sank im Geschäftsjahr um 19,0 Prozent von 1.036,7
Mio. Euro auf 839,5 Mio. Euro. Dies resultiert aus einer Verringerung
der übrigen Erträge aus Kapitalanlagen von 1.204,2 Mio. Euro auf
1.053,6 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhten sich die Aufwendungen für
Kapitalanlagen von 178,9 Mio. Euro auf 215,0 Mio. Euro. Dagegen haben
sich die erfolgsneutralen, direkt dem Eigenkapital zugerechneten
nicht realisierten Gewinne von 291,8 Mio. Euro auf rund 420 Mio. Euro
erhöht.

Sinkende Versicherungsleistungen - günstiger Schadenverlauf

Die Leistungen an Kunden sanken im Geschäftsjahr um 0,6 Prozent
auf 4.102,1 Mio. Euro. Dabei verringerten die Aufwendungen für
Versicherungsfälle, die mit 75,8 Prozent den Hauptanteil an den
Leistungen an Kunden bilden, im Geschäftsjahr auf 3.111,1 (Vorjahr:
3.115,8) Mio. Euro verringert. Dies dokumentiert den insgesamt
günstigen Schadenverlauf im Geschäftsjahr. Die Schadenbedarfe sanken
in allen wesentlichen Sparten des Schaden- und Unfallgeschäfts.

Erfreuliches Konzernergebnis von 612,3 Mio. Euro

Nach dem Rekordergebnis des Vorjahres in Höhe von 773,9 Mio. Euro
ergab sich im Geschäftsjahr ein sehr erfreuliches Ergebnis vor
Steuern von 612,3 Mio. Euro. Nach Steuern verbleibt ein
Jahresüberschuss in Höhe von 408,1 (Vorjahr: 597,6) Mio. Euro. Das
Ergebnis erlaubt eine weitere kräftige Eigenkapitalstärkung.

Ingesamt stabile Mitarbeiterzahlen

Insgesamt beschäftigte das Unternehmen 8.676 Mitarbeiter, das
waren 133 weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang ist auf den
notwendig gewordenen Personalabbau bei den Versicherern im Raum der
Kirchen (VRK) zurückzuführen sowie auf das Auslaufen befristeter
Verträge zurückzuführen.

4.690 Mitarbeiter hatten ihren Arbeitsplatz in Coburg, 3.325 an
den Außenstellen und im Notrufzentrum der HUK-COBURG Assistance in
Frankfurt, sowie 661 bei den Versicherern im Raum der Kirchen.

Für 2007 erneut erfreuliche Überschüsse erwartet

Die ersten Monate des laufenden Jahres lassen einen insgesamt
erfreulichen Geschäftsverlauf 2007 erwarten. So wird in der
Kraftfahrtversicherung angesichts des bereits erreichten hohen
Bestandszuwachses nur noch ein geringer Beitragsrückgang erwartet.

Unverändert gute Aussichten sieht die Gruppe im Bereich der
Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungszweige. Der Absatz in
diesem Bereich war in den ersten Monaten des laufenden Jahres
lebhaft. In den nächsten Monaten wird zudem die sehr gute
Marktposition noch gestärkt durch neue, weiterentwickelte Angebote.
Dies lässt erneut auf ein ansprechendes Bestands- und
Beitragswachstum zwischen jeweils zwei und drei Prozent in diesen
Sparten hoffen.

In der Rechtsschutzversicherung hat die Unternehmensgruppe durch
die Einführung neuer Produkte die Attraktivität des Angebots erhöht.
Deshalb werden für 2007 stabile Beiträge und Bestände auf Niveau des
Jahres 2006 erwartet.

Das Neugeschäft in der Lebensversicherung steht 2007 unter dem
Einfluss der Garantiezinssenkung, die zu vorgezogenen Abschlüssen
2006 führte. Insbesondere die Nachfrage nach Rentenversicherungen und
bei der betrieblichen Altersvorsorge entwickelt sich weiterhin
erfreulich. Der Bestand sollte insgesamt weiterhin moderat wachsen,
wobei in der Rentenversicherung ein Zuwachs von bis zu neun Prozent
möglich ist.

In der Krankenversicherung geht die HUK-COBURG Versicherungsgruppe
für das laufende Geschäftsjahr trotz politischer Einschränkungen für
den Zugang von Angestellten von Bestands- und Beitragszuwächsen aus,
die über dem Branchendurchschnitt liegen sollten. Die
Beitragseinnahmen sollten um gut sechs Prozent auf nahezu 950 Mio.
Euro steigen.

Auf der Ertragsseite sollte erneut ein überdurchschnittliches
Ergebnis möglich sein, wenngleich es sich leicht unter dem Niveau des
sehr erfreulichen Geschäftsjahres 2006 bewegen dürfte. Dabei spielt
auch der Schadenverlauf eine Rolle, der bislang von Aufwendungen für
Schäden durch "Kyrill" in Höhe von knapp 70 Mio. Euro geprägt ist.

Originaltext: HUK-Coburg
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=7239
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_7239.rss2

Pressekontakt:
Pressestelle
Bahnhofsplatz
96444 Coburg
Tel: 09561/96-2080/81/82/83
Fax: 09561/96 36 80
Presse@huk-coburg.de
http://www.huk.de

Leitung: Alois Schnitzer
 
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