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Westfälische Rundschau: Interview mit dem Doping-Experten Werner Franke
Geschrieben am 15.03.2007 - [Nächster Artikel] |
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Dortmund (ots) - Dortmund. "Als Lachschlager" und Kabarettnummer" hat der Doping-Experte Professor Werner Franke (Heidelberg) das geplante deutsche Antidoping-Gesetz bezeichnet. In einem Interview mit der Westfälischen Rundschau (Freitag-Ausgabe) sagte er: "Da wird doch nur bestraft, wer mit nicht geringen Mengen erwischt wird. Kein Athlet wird sich hier mit größeren Mengen im Kofferraum erwischen lassen." Franke glaubt auch nicht, dass es Thomas Bach, der Chef des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB), wirklich Ernst meine mit dem Kampf gegen Doping. "Ich kann das nicht sehen. Die klären doch noch nicht mal die Vergangenheit auf", sagte Franke unter Bezug auf alte, aber noch gültige Rekorde unter Dopingeinfluss. Jan Ullrich ist für Franke ein "Verführter", der im System des DDR-Sports groß geworden sei und "nie etwas entscheiden konnte". Deshalb, so Franke, hätte er wohl auch im Falle von Doping "nicht einmal ein Unrechtsbewusstsein". Franke stellte in dem Gespräch eine Verbindung her zwischen dem spanischen Fall Fuentes und dem gerade bei der Einreise nach Australien auffällig gewordenen Schauspieler Sylvester Stallone. In der Akte Fuentes fänden sich "eine ganze Reihe von Präparaten und Wachstumshormonen, die in Mittelchina hergestellt worden seien und überhaupt keine Zulassung in Europa haben". Das sei ("so viel zur Tageskomik", Franke) "exakt das Zeug", mit dem jetzt "dieser Rocky" erwischt worden sei. Immerhin 46 Ampullen seien bei Stallone gefunden worden, "das ist ja schon ein richtiger Dealer".
Originaltext: Westfälische Rundschau Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=58905 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_58905.rss2
Pressekontakt: Rückfragen bitte an: Westfälische Rundschau Redaktion Telefon: 0231/9573 1253
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