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Booz Allen Hamilton Triple Play-Studie: Enormes Wachstumspotenzial, aber kein Selbstläufer

Geschrieben am 13.03.2007 - [Nächster Artikel]

München (ots) - Erste repräsentative Vergleichsstudie zum Kauf-
und Entscheidungsverhalten deutscher und französischer Konsumenten
bei Telko-Bündelangeboten / Aktuell nutzen erst 30.000 Haushalte die
neuen Angebote / Bei richtiger Vermarktung wächst Anzahl 2012 auf 5
Mio. Haushalte / Kaufentscheidung nicht mehr nur nach Preis / Noch
sind über 40% nicht von den Vorteilen von Triple Play überzeugt /
Verdrängungswettbewerb zwischen Festnetz-, Mobilfunkanbietern und
Kabelnetzbetreibern erwartet

Im Vergleich zu den europäischen Nachbarn steckt der deutsche
Triple Play-Markt noch in den Kinderschuhen. Heute nutzt erst jeder
1.300ste Haushalt die neuen Angebote. Bei richtiger Vermarktung wird
die Anzahl bis 2010 auf 2,9 Mio. und bis 2012 sogar auf 5 Mio.
Haushalte anwachsen; d.h. jeder achte Haushalt nutzt dann
Bündelangebote. Triple Play kann sich so für
Telekommunikationsunternehmen zum wichtigsten Wachstumstreiber in den
gesättigten Märkten Westeuropas entwickeln. Das ist das Ergebnis
einer Studie der internationalen Strategie- und Technologieberatung
Booz Allen Hamilton. Basis war die Befragung von 8.000 Konsumenten in
Deutschland und Frankreich nach ihrem Kauf- und
Entscheidungsverhalten in Bezug auf Bündelangebote.

Auch wenn prognostizierte Wachstumszahlen bis 2012 von 200% pro
Jahr beeindruckend erscheinen, bleibt Triple Play eine
Herausforderung für die Telekommunikationsunternehmen. "Unsere
Untersuchung zeigt deutlich, dass Triple Play kein Selbstläufer ist.
Für Unternehmen wird es nur dann zur Erfolgsgeschichte, wenn sie den
Markt nachhaltig entwickeln", sagt Gregor Harter, Geschäftsführer und
Marketingexperte bei Booz Allen Hamilton. Denn die aktuellen enormen
Wachstumsraten resultieren im Wesentlichen aus der geringen Basis an
Triple Play-Nutzern.

Durch höhere Komplexität wird Service und Qualität wichtiger als
Preisdumping

Heute sehen jedoch noch über 40% der Befragten keinen Vorteil
darin, Mobilfunk- und Festnetztelefonie mit dem Internetzugang zu
koppeln. Hauptgründe für die Zweifel: Bestehende Einzelverträge mit
Mobilfunk-, Festnetz- und Kabelnetzbetreibern (laut 28% der
Befragten) sowie die Befürchtung, sich auf einen Anbieter festlegen
zu müssen (25%). Intensive Vermarktung und der verstärkte Wettbewerb
zwischen den Akteuren wird auch in Deutschland zu einer wachsenden
Dynamik und Kundenakzeptanz im Bereich der Bündelangebote führen.

Die Kunden in beiden Ländern erwarten zwar, dass Bündelangebote
günstiger sind als der kumulierte Preis für den Kauf der jeweiligen
Einzelangebote. "Dabei gilt jedoch: je komplexer das Bündelangebot,
desto geringer ist die Rolle des Preises und desto gewichtiger sind
Faktoren wie Service und Kundenbetreuung", so Gregor Harter.
Telekommunikationsanbieter könnten so aus der Abwärts-Preisspirale
aussteigen und stattdessen über Service und Leistung punkten.

Triple Play als Upgrade für bestehende Kundenverträge

Die Studie belegt: Der Einstieg in die Triple Play-Welt erfolgt
bei über 70% der Kunden über ein bereits gekauftes Produkt - sei es
über einen bestehenden Kabel- bzw. Telefonanschluss oder einen
laufenden Mobilfunkvertrag. Die neue Generation der
Telekommunikations- und Medienangebote erfordern auch ein Umdenken
beim Kundenkontakt: "Die Shops der Telekommunikationsanbieter bieten
für den Verkauf komplexer Produkte ideale Rahmenbedingungen.
Gleichzeitig sind die Unternehmen aber auch gefordert, den Einsatz
neuer Vertriebskanäle wie Internet und Call Center zu stärken. Denn
durch Triple Play werden Kundenservice und -akquise weiter
verschmelzen", so Michael Kieninger, Mitglied der Geschäftsleitung
bei Booz Allen Hamilton und Telekommunikationsexperte.

Die Studiendaten geben auch Aufschluss darüber, welche Anbieter
die Kunden bevorzugen. In Deutschland trauen die Konsumenten vor
allem Mobilfunk- (50%) und Festnetzanbietern (30%) Kompetenzen im
Angebot von Kommunikations-Bündeln zu. Die Festnetz- und
Kabelnetzbetreiber erhalten die besten Bewertungen bei Bündeln mit
einer starken Inhaltskomponente (45%-50%).

Schon heute kämpfen die zahlreichen Anbieter mit harten Bandagen
um die Triple Play-Marktanteile. Schließlich bieten die Produktbündel
neben einer besseren Kundenbindung eine gute Möglichkeit, neue
Umsatz- und Ertragspotenziale in einem weitgehend gesättigten Markt
zu erschließen. Michael Kieninger: "Telekommunikationsunternehmen
können in ganz neue Märkte eindringen: Mobilfunkanbieter
beispielsweise zielen vor allem auf das Festnetz mit
Breitbandinternetangeboten. Gemeinsam mit reinen Festnetzanbietern
werden sie versuchen, ein Stück des 7-Milliarden
Euro-TV-Markt-Potenzials an sich zu reißen."

Booz Allen Hamilton ist mit mehr als 18.000 Mitarbeitern und Büros
auf sechs Kontinenten die weltweit führende Strategie- und
Technologieberatung. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner
rund 300 aktiven Partner. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum:
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Der Umsatz
beläuft sich weltweit auf 3,7 Mrd. US$, im deutschsprachigen Raum auf
205 Mio. Euro.

Originaltext: Booz Allen Hamilton
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=44015
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_44015.rss2

Rückfragen und weitere Informationen:
Susanne Mathony
Director Marketing & Communications Europe
Tel: +49/ 89 / 545 25 550
Mobile: +49/ 170/ 22 38 550
Fax: +49/ 89 / 545 25 602
Email: mathony_susanne@bah.com
 
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