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Offener Brief: Freie Ärzteschaft fordert die Bundeskanzlerin auf, Ministerin Schmidt zu entlassen

Geschrieben am 22-12-2006

Erkrath (ots) - "Entlassen Sie Frau Schmidt umgehend aus ihrem
Ministeramt", fordert der Verband "Freie Ärzteschaft" von
Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem offenen Brief: "An dem
inzwischen völligen Verlust allen Vertrauens in die Politik dieses
Ressorts haben die Arbeit und das Verhalten der amtierenden
Ministerin Ulla Schmidt maßgeblichen Anteil" heißt es in dem
Schreiben weiter.

Noch bei der letzten Reform habe Schmidt einen Beitragssatz von
unter 13 Prozent versprochen - heute liege dieser bald bei 15 Prozent
und belaste die Wirtschaft des Landes. Das Jahr 2006 habe dem
deutschen Gesundheitswesen zudem Proteste von nie gekanntem Ausmaß
beschert. "Ihre tiefe Sorge um eines der besten Systeme der Welt
trieb Ärzte, Mitarbeiter und Patienten in den Streik und auf die
Straßen. Immer mehr Menschen erhielten Einblick in unser
planwirtschaftliches Gesundheitssystem, das nicht mehr
überlebensfähig ist" schreibt die Organisation an die
Bundeskanzlerin.

Wer niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser gezielt in die Pleite
treibe, der handele weder zum Schutze der Patienten, noch im Sinne
der viel zitierten "sozialen Gerechtigkeit". "Denn wo kein Arzt mehr
ist, da gibt es auch keine Versorgungssicherheit", warnt der Verband.

An die Lernfähigkeit der Ministerin solle Bundeskanzlerin Merkel
nicht mehr glauben, heißt es in dem Schreiben: Statt umzudenken, habe
Frau Schmidt durch den Vergleich von Ärzten mit Geiselnehmern - also
Schwerkriminellen - das Tischtuch zerschnitten. Es seien in jüngerer
Vergangenheit schon Minister aus weitaus banalerem Grund
zurückgetreten, heißt es in dem Schreiben.

Das vollständige Schreiben finden Sie unter:
http://www.freie-aerzteschaft.de

Die Freie Ärzteschaft ist der derzeit am schnellsten wachsende
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands. Anfang November 2005
brachte ein Aufruf der Freien Ärzteschaft rund 5000 Ärzte zur
Demonstration vor dem Kölner Dom, gleichzeitig blieben im ganzen
Bundesgebiet mehrere zehntausend Arztpraxen geschlossen. Die
bundesweit bislang größte Demonstration von Ärzten in der Geschichte
der Bundesrepublik im März 2006 in Berlin wurde von der Freien
Ärzteschaft organisiert. Auch am Aktionstag - 4. Dezember - war die
FÄ mit vielen dezentralen Aktionen maßgeblich beteiligt.

Originaltext: Freie Ärzteschaft e.V.
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=57691
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_57691.rss2

Ansprechpartner für die Presse:
Martin Grauduszus, Tel. 0171 / 520 20 60
Wieland Dietrich, Tel. 0173 / 537 07 08


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