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Booz Allen Hamilton-Studie: 244 Milliarden Euro Kaufkraftgewinn durch EU-weite Harmonisierung von Mobilfunkfrequenzen bis 2020

Geschrieben am 20.11.2006 - [Nächster Artikel]

München (ots) -


Booz Allen Hamilton-Studie stellt Liberalisierungs- und
Harmonisierungsmodell einander gegenüber / Um 37% höheres
Teilnehmer-Wachstum für innovative mobile Dienste innerhalb der
nächsten 15 Jahre durch Harmonisierung / Endverbraucher profitiert
von hoher Servicequalität und geringeren Kosten

Die Harmonisierung der EU-Frequenzpolitik bringt laut einer Studie
der internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen
Hamilton eindeutige Vorteile für die angeschlossenen
Volkswirtschaften. Analysen zeigen, dass die Weiterführung der bisher
praktizierten Harmonisierung EU-weit bis 2020 zu einem
Kaufkraftgewinn von 244 Mrd. Euro für die europäischen Verbraucher
führt. Begründet liegt dies in den geringeren Preisen und einer
besseren Nutzungsmöglichkeit der angebotenen 3G/UMTS Daten- und
Sprachdienste. Erst dadurch wird beispielsweise einem deutschen
Mobilfunkteilnehmer ermöglicht, an eine italienische Bekannte in
Portugal eine Foto-MMS aus Norwegen zu schicken. Darüber hinaus
sinken durch die Skaleneffekte des Marktes und den vielschichtigen
Wettbewerb langfristig die Preise. Wie die Untersuchung zeigt, wird
in einem harmonisierten Umfeld das Teilnehmer-Wachstum innerhalb von
15 Jahren um 37% höher liegen als in einem liberalisierten Umfeld.

Die im Auftrag des UMTS-Forums durchgeführte Studie ist im Kontext
der derzeitigen Diskussion innerhalb der EU-Kommission zu sehen. Auf
europäischer Ebene wird intensiv über neue Richtlinien für die
Frequenzpolitik in der EU diskutiert. Es geht dabei um die Frage,
welche Frequenzbereiche zukünftig durch welche Mobilfunkstandards
genutzt werden sollen. Dabei stehen sich die konträren Ansichten von
Vertretern einer marktgetriebenen Liberalisierung und von Verfechtern
einer stärker regulatorisch koordinierten Harmonisierung von
Standards und Frequenzbereichen gegenüber. Während die Liberalisierer
die Frequenzpolitik den Kräften des Marktes überlassen wollen,
fordern die Harmonisierer die Fortschreibung des bisherigen
Orientierungsrahmens.

Mehr Leistung bei niedrigeren Kosten Laut Studie ist die
Weiterführung der derzeitigen Harmonisierungspolitik für neue
Mobilfunkstandards aus mehreren Gründen sinnvoll. International
harmonisierte Standards vereinfachen die Technik und reduzieren damit
die Kosten. Somit können auch Endnutzer von geringeren Preisen für
mobile Daten- und Sprachdienste profitieren. Dadurch dass Angebote
und Preismodelle vergleichbarer werden, ist insgesamt die Transparenz
größer. "Erst über einheitliche Standards sind vielfältige
Anwendungen möglich", so Dr. Uwe Lambrette, Telekommunikationsexperte
und Mitglied der Geschäftsleitung von Booz Allen Hamilton.

Mehr Innovation durch Investitionssicherheit Ein harmonisiertes
Technologieumfeld entlang klar und verlässlich definierter Standards
und Schnittstellen ermöglicht übergreifenden Wettbewerb und fördert
die Innovationsgeschwindigkeit. Dadurch wird gewährleistet, dass
Diensteanbieter und Ausrüster einen großen Markt gezielt entwickeln
können. "Eine der wichtigsten Zielsetzungen europäischer
Technologiepolitik ist damit realisierbar: Harmonisierung erhöht die
Investitionssicherheit bei niedrigeren Kosten", so Uwe Lambrette.
Zwar erfordere eine Harmonisierungsstrategie einen größeren
Initialaufwand als eine Liberalisierung. Jedoch erlauben einheitliche
Standards einen stärkeren Netzwerkeffekt wie geringere Preise bei
Netzausrüstung und -betrieb, und eine nachfolgend schnellere
Marktdurchdringung. Jean-Pierre Bienaime, Vorsitzender des
UMTS-Forums: "Wie die erfolgreiche Einführung der GSM-Standards
gezeigt hat, können von einer Harmonisierung sowohl die Kunden als
auch die Anbieter profitieren."

Die vollständige Studie ist unter http://www.umts-forum.org
abrufbar.

Mit rund 18.000 Mitarbeitern und Büros auf sechs Kontinenten zählt
Booz Allen Hamilton zu den weltweit führenden Strategie- und
Technologieberatungen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner
rund 300 aktiven Partner. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum:
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Der Umsatz
beläuft sich weltweit auf 3,7 Mrd. US$, im deutschsprachigen Raum auf
205 Mio. Euro.

Seit seiner Gründung 1996 sieht sich das UMTS-Forum dem Erfolg der
dritten Generation (3G) des Mobilfunks UMTS verpflichtet und bringt
dazu als internationaler Interessensverband Beteiligte aus allen
Bereichen der Mobilfunkindustrie gleichberechtigt zusammen. Das
UMTS-Forum entwickelt und vertritt eine gemeinsame Zielsetzung für
3G/UMTS und seine Weiterentwicklung sowie Rahmenbedingungen für den
weltweiten erfolgreichen Einsatz. Die Mitgliedschaft im UMTS-Forum
steht allen offen, die ein wirtschaftliches Interesse an
3G/UMTS-Mobilfunk besitzen: sowohl Festnetz- als auch
Mobilfunk-Betreibern, Regulatoren, Medien-/Inhalte-Anbietern sowie
Entwicklern von 3G/UMTS Diensten und Anwendungen.

Originaltext: Booz Allen Hamilton
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=44015
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_44015.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen und weitere Informationen:
Sabine Bayer
Booz Allen Hamilton
Marketing & Communications
Tel. 089 / 54 52 5 530 oder 0170 / 22 38 530
Fax: 089 / 54 52 5 602
Email: bayer_sabine@bah.com
 
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