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Südwest Presse: Kommentar zum Kunstkauf Haus Baden
Geschrieben am 06.11.2006 - [Nächster Artikel] |
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Ulm (ots) - Die Welt lacht sich kaputt: Die Schwaben wissen nicht mehr, was zu "ihrem Sach" gehört. Zwar geht es um das Haus Baden, aber die Ministerialbürokratie, die dem Schwaben Günther Oettinger diese Niederlage bereitet hat, sitzt in Stuttgart. Und dort, im Finanzministerium des Kurpfälzers Gerhard Stratthaus, wollten die Hüter unseres Eigentums Bilder kaufen, die Baden-Württemberg schon seit 76 Jahren gehören. Es ist nicht nur Hans Baldung Griens "Markgrafentafel", deren Eigentum mit dem Haus Baden längst geklärt war, auch weitere Stücke sind dem badischen Gesetzblatt von 1930 zu entnehmen. Aber offenbar kam im Stuttgarter Schloss niemand auf die Idee, bei der Klärung der Eigentumsverhältnisse in Archiven dieser Zeit zu suchen oder die Listen des Karlsruher Generallandesarchivs in Augenschein zu nehmen. Diese Aufgabe haben jetzt, kurz bevor das Unheil weiter um sich griff, ein Landeshistoriker und Museumsleute übernommen. Mit am Pranger stehen aber nicht nur die Beamten, auch Minister Stratthaus und Ministerpräsident Oettinger haben diese Fehlleistung zu verantworten. Sie haben ihren Beamten vertraut, ohne die Fachleute zu befragen. Das wird jetzt, fünf vor zwölf, nachgeholt, indem man den Hütern des Landeseigentums im Finanzministerium die Zuständigkeit dafür entzieht. Für die politische Führung stellt dieses Hinterherhinken kein gutes Zeugnis aus.
Originaltext: Südwest Presse Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=59110 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_59110.rss2
Rückfragen bitte an: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218
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