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Bund der Energieverbraucher: Politik treibt Millionen Haushalte in die Armutsfalle / Wärme und Strom werden für viele unbezahlbar / Mehr Energieeffizienz und Erneuerbare-Wärme-Gesetz gefordert

Geschrieben am 15-09-2006

Bonn (ots) - Die jüngsten Preissprünge bei Heizöl, Erdgas und
Strom werden in Deutschland Millionen Haushalte in Existenzprobleme
bringen. "Wir befürchten, dass Heizkosten und Stromrechnungen in zwei
bis drei Jahren für die ärmeren Teile der Bevölkerung unbezahlbar
werden", sagt Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der
Energieverbraucher. Betroffen seien vor allem jene 5,2 Millionen
Haushalte, die laut Armutsbericht der Bundesregierung mit einem
Nettoeinkommen zwischen 500 und 900 Euro monatlich unterhalb der
Armutsgrenze liegen.

"Diese Haushalte geben heute mit 65 Euro schon etwa zehn Prozent
ihres Monatseinkommens für Strom und Wärme aus", sagt Peters. "Bis
etwa 2009 könnten sich die monatlichen Energiekosten sogar auf etwa
130 Euro verdoppeln." Damit würden die Energiekosten nach der Miete
zum zweitgrößten Ausgabeposten der armen Haushalte. Dabei steigen
Energiekosten wesentlich rascher, als alle übrigen Kosten. "Sie
werden deshalb viele Haushalte in die Insolvenz treiben. Das ist
absehbar", sagt Peters. Schon heute sei dieser Trend zu beobachten -
etwa in einem Forum auf der Internetseite des Bundes der
Energieverbraucher, in dem sich täglich verzweifelte Verbraucher zu
Wort melden.

"Es ist unglaublich, dass die Politik den Preisanstieg nicht
stoppen kann - nicht einmal bei Strom und Gas, wo
Marktmachtmissbräuche die Ursache für die Preisexplosion sind", sagt
Peters.

"Doch auch die Nachfrageseite sollte bei der
Energiepreisdiskussion nicht vergessen werden. "Besser gedämmte
Gebäude und mehr Erneuerbare Energien sind eine wirksame Bremse gegen
steigende Energiekosten." Doch auch hier bewege sich zu wenig, mahnt
der Verbandschef. "Nötig ist erstens, dass die Grenzwerte der
Energieeinsparverordnung verschärft werden. Sie waren bereits 2002 zu
lau. Zweiten gilt es, die Förderung der Gebäudesanierung zu
verbessern. Und drittens muss endlich das im Koalitionsvertrag
festgeschriebenen Gesetz für den Einsatz von Wärme aus Erneuerbaren
Energien kommen." Denn besonders eine verlässliche Strategie zur
flächendeckenden Einführung von Solar-, Biomasse- und
Erdwärmeheizungen könne die Energieausgaben wirksam begrenzen, so
Peters. "Dafür liegen Vorschläge auf dem Tisch, die ohne zusätzliche
Belastung der Verbraucher auskommen."

Informationen zur Brennstoffarmut:
www.energieverbraucher.de/seite1840.html


Originaltext: Bund der Energieverbraucher
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=63509
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_63509.rss2


Pressekontakt:
Bund der Energieverbraucher
Dr. Aribert Peters
Grabenstr. 17
53619 Rheinbreitbach
Telefon: 0222-49603436D
Mobil: 0170-4488606


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