(Registrieren)

Lausitzer Rundschau: Lehren aus der Opel-Krise Nach dem Verzicht von GM auf Staatsbürgschaften

Geschrieben am 16-06-2010

Cottbus (ots) - Die Bundeskanzlerin ist nur knapp um weiteren Hohn
herumgekommen: Das sei noch nicht das letzte Wort, hatte sie gesagt,
als ihr liberaler Bundeswirtschaftminister staatliche Bürgschaften
für Opel absagte. Zu Frau Merkels Glück war es nun doch das letzte
Wort: Wie hätte die für Bürgschaften kämpfende Kanzlerin dagestanden,
nachdem Opel nun die Anträge zurückgezogen hat? Rund eineinhalb Jahre
Antragsverfahren hat Opel ausgehalten und dabei zum Schluss viele ins
Bockshorn gejagt. Die Mutter General Motors verdient wieder Geld,
fühlt sich börsenreif, ist liquide, hatte den offenkundigen
Notverkauf von Opel schon im November vorigen Jahres gestoppt. Einem
solchen Unternehmen muss man nicht helfen. Mit dem Rückzug aus den
Bürgschaftsanträgen ist wieder einiges ins Lot gekommen. Es sollte
klarer geworden sein, wer für was verantwortlich ist. Die Gefahr,
dass sich Opel mit dem Staat im Rücken billiger finanzieren kann als
VW und Ford und Daimler, ist gebannt. Wettbewerbsverzerrungen sollte
es nicht mehr geben. Das Selbstbewusstsein der Opelaner kann wieder
wachsen. Die Mutter GM sollte gelernt haben, eine Tochter wie Opel
nicht an der kurzen Leine zu führen, sie nicht mit kurzfristigem
Quartalsgewinn-Denken daran hindern, moderne Autotechniken zu
entwickeln. Und Regierungen sollten sich von Unternehmen nicht aufs
Glatteis führen lassen, erst recht nicht von solchen, deren
Zahlenwerk allen Transparenzgeboten Hohn spricht. Wenn sie was tun
wollen, dann dies: Mit Bochum und Eisenach darüber nachzudenken,
welche alternativen Industrien dort langfristig angesiedelt werden
können.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

274562

weitere Artikel:
  • Rheinische Post: CSU-Generalsekretär erteilt Prämienmodell im Gesundheitswesen eine generelle Absage Düsseldorf (ots) - Unmittelbar vor der Gesundheitsklausur der Koalitionspolitiker erteilt CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt dem von FDP-Gesundheitsminister Philipp Rösler präferierten Prämienmodell in jeder Form eine Absage. "Das Prämienmodell ist nicht mehr Gegenstand der Diskussion in der Koalition", sagte Dobrindt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Es gehe ausschließlich um Ausgabenreduzierungen, betonte der CSU-Politiker. Im Gesundheitssystem gebe es Einsparpotenzial von "mehreren mehr...

  • Rheinische Post: Deutsche Wirtschaft verlangt von Schwarz-Gelb mehr Geschlossenheit Düsseldorf (ots) - Die deutsche Wirtschaft hat die Regierungskoalition in Berlin zu mehr Geschlossenheit aufgerufen. "Dieser Aufschwung darf politisch nicht gefährdet werden", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). "Das koalitionsinterne Gezänk muss aufhören, das können wir uns in der gegenwärtigen Situation nun wahrlich nicht leisten", so Driftmann. Im Vorfeld des Zukunftsgipfels, bei dem am Freitag mehr...

  • Rheinische Post: Koalition einigt sich auf höhere Strafen bei Gewalt gegen Polizisten Düsseldorf (ots) - Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) haben sich im Grundsatz darauf verständigt, die Höchststrafe für Übergriffe auf Polizeibeamte von zwei auf drei Jahre heraufzusetzen. Das meldet die "Rheinische Post" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Weitere Details des Gesetzentwurfes seien zwar noch umstritten, heißt es, jedoch seien die Minister zuversichtlich, sich bis Mitte Juli auf eine gemeinsame Vorlage einigen zu können. Originaltext: mehr...

  • Mitteldeutsche Zeitung: Gewalt nach WM-Spiel Bitterfelder Fußballfans zeigen Polizei an Halle (ots) - Drei Tage nach den Ausschreitungen zwischen Fußballfans und der Polizei in Bitterfeld haben sechs junge Leute gestern massive Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). Nach dem aus ihrer Sicht unverhältnismäßig harten Einsatz erstatteten sie inzwischen Anzeigen. Eine Sprecherin der Polizeidirektion Ost bestätigte, dass es dienstinterne Untersuchungen gebe. Es lägen derzeit fünf Strafanzeigen wegen Körperverletzung im Amt vor. Im Anschluss mehr...

  • Kölner Stadt-Anzeiger: Kundus-Untersuchungsausschuss: SPD fordert Gegenüberstellung mit Verteidigungsminister Guttenberg Köln (ots) - Die SPD wird in der Sitzung des Kundus-Untersuchungsausschusses des Bundestages an diesem Donnerstag die Gegenüberstellung von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit dem früheren Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und Ex-Verteidigungsstaatssekretär Peter Wichert beantragen. Das kündigte der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe) an. Grundlage ist unter anderem das vom Bundeskanzleramt offenbar hinter Guttenbergs Rücken in Auftrag gegebene mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht