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WAZ: Die überforderte Kanzlerin. Kommentar von Walter Bau

Geschrieben am 10-06-2010

Essen (ots) - Der nächste Chaos-Tag in Berlin. Diesmal bietet der
Fall Opel den Stoff für ein absurdes Stück Staats-Theater: eine
Koalition, die gleichsam ihre eigene Opposition darstellt, in
grundlegenden Fragen widersprüchliche Signale sendet, ohne
gemeinsamen Text agiert. Und mittendrin eine Regierungschefin, die
inzwischen mit ihrer Rolle überfordert scheint.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist vor der FDP eingeknickt. Die
Kanzlerin, die noch zu schwarz-roten Regierungszeiten darin glänzte,
als präsidiale Mode-ratorin die meisten Streitereien zwischen Union
und SPD im Keim zu ersticken, steht nun als Versagerin da. Von ihrer
Richtlinienkompetenz ist nichts mehr zu spüren. Ihre Koalition bietet
ein Bild der Zerrissenheit, sie selbst hat keinen Kompass mehr. Und
beim Thema Steuern, das schon jetzt hochkocht und spätestens nach der
Bundespräsidentenwahl angepackt werden muss, wird Merkel eher noch
mehr gefordert sein als jetzt beim Thema Opel.

Die Leidtragenden sind die Bürger, im konkreten Fall vor allem die
Opel-Mitarbeiter. Statt einer klaren Ansage aus Berlin geht für sie
die zermürbende Zitterpartie um ihre Jobs und damit um die Zukunft
ihrer Familien weiter. Ende offen. Was muss in einem Bochumer
Opelaner, der um seinen Arbeitsplatz bangt, vorgehen, wenn er das
Berliner Trauerspiel hilflos als Zuschauer betrachten muss?

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
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Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de


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