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Kölnische Rundschau: zu extremistischer Gewalt

Geschrieben am 24-03-2010

Köln (ots) - Die meisten politisch motivierten Straftaten gehen
auf das Konto von Rechtsradikalen. Fast 19500 Mal schlugen sie im
Jahr 2009 zu; ein Mensch wurde dabei getötet - und das in einem
Gerichtssaal. Seit der
Wende stiegt die Zahl der Todesopfer rechtsextremer Gewalt auf
nunmehr 130. Es fällt schwer, sich mit der Existenz der braunen Brut
abzufinden - und es wäre so falsch wie verhängnisvoll, sie als
Kollateralschaden einer pluralistischen Gesellschaft abzutun. Rechte
bekämpfen jeden Pluralismus. Erste Zielgruppe der Neonazis
sind Jugendliche; vor allem in Ostdeutschland wird vor Schulen und
Jugendeinrichtungen regelrecht rekrutiert. Aber auch an manchen
Rändern westdeutscher Großstädte verzeichnen die Behörden
beängstigend hohen Zulauf zu rechtsextremen Vereinigungen. Während
die Zahlen rechtsextremer Straftaten leicht sinken, sind linke
Autonome immer gewaltbereiter. Niemand sollte aber der Versuchung
unterliegen, rechts- und linksextreme Gewalt gegeneinander
aufzurechnen. Die eine Gesellschaft zersetzenden Folgen der
propagierten und gelebten faschistischen Gesinnung dürfen ebensowenig
verharmlost werden, wie linksextreme Gewalt, die sich etwa im
vergangenen Jahr beim Anzünden von hunderten Pkw in Berlin zeigte.
Polizisten werden zudem vor allem immer dann Opfer linksextremer
Gewalt, wenn sie die Gegner der Linken schützen müssen: wenn sie
zum Beispiel genehmigte Neonazi-Kundgebungen abzusichern haben. Die
Beamten müssen leidvoll ausbaden, dass rechte Aufmärsche unter die
Meinungs- und Demonstrationsfreiheit fallen - und sich dagegen oft
gewalttätiger Widerstand formiert. Dabei sehen sich Polizisten immer
häufiger provoziert und attackiert. Gegen den sprunghaft
angestiegenem Vandalismus und die Übergriffe auf Polizeibeam
te gilt es jedenfalls ebenso eindeutig vorzugehen, wie gegen
Gewalt von Rechtsextremen.

Originaltext: Kölnische Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/70111
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_70111.rss2

Pressekontakt:
Kölnische Rundschau
Engelbert Greis
print@kr-redaktion.de


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