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Neue OZ: Kommentar zu Bundestag / Wehrbeauftragter / Jahresbericht

Geschrieben am 16-03-2010

Osnabrück (ots) - Paukenschlag

Nimmt man den Bericht des "Anwalts der Soldaten", ist es ein
Wunder, dass Deutschlands Truppe funktioniert. Reinhold Robbe, der
Wehrbeauftragte des Bundestags, geht mit einem Paukenschlag. Sein
letzter Jahresbericht ist für Bundesregierung und Truppenverwaltung
vernichtend. 600 fehlende Militärärzte, lückenhafte Ausbildung für
Kampfeinsätze, eine unsensible Verwaltung, die Schwerverwundeten
sofort die Auslandszulage kürzt, dazu noch undurchschaubare
Führungsstrukturen - die Mängelliste ist schlimmer denn je.

Und sie zeigt: Der zermürbende Afghanistan-Einsatz mit Toten und
stundenlangen Gefechten setzt der Bundeswehr zu - was auch die
Traumata in der Truppe belegen. 466 Soldaten kamen psychisch gestört
vom Auslandseinsatz zurück - fast doppelt so viele wie 2008. Schimmel
in Kasernen, zu dicke Feldwebel, die aus den Uniformen platzen - das
sind leicht lösbare Probleme im Vergleich zu den Herausforderungen,
die der Kampf mit den Taliban darstellt. Robbe hat nach eigenen
Angaben in den Streitkräften keinen Einzigen getroffen, der den
unseligen Luftschlag von Kundus und den dafür verantwortlichen
Obersten kritisiert. Das spricht Bände, wie verzweifelt die Situation
am Hindukusch ist. Sozialdemokrat Robbe weicht einem FDP-Mann. Es
wäre gut, seine Erfahrung weiter zu nutzen.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964
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Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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