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Neue OZ: Kommentar zu Kirchen / Arbeit / Gewerkschaften / Justiz

Geschrieben am 02-03-2010

Osnabrück (ots) - Dritter Weg in Gefahr

Kirchen und Wohlfahrtsverbände zählen zu den größten Arbeitgebern
in Deutschland - und dürfen bestimmte Angelegenheiten selbst regeln.
Kein Wunder, wenn es die Gewerkschaften seit Langem wurmt, dass sie
draußen bleiben müssen in evangelischen und katholischen Kliniken,
Alten-, Pflege- und Behindertenheimen.

Seit Jahren gilt der dritte Weg, auf den gerade Dienstgeber in der
Kirche verweisen. Legt der Arbeitgeber beim ersten Weg einseitig die
Bedingungen fest, gelten beim zweiten Weg Tarifverträge. Beim dritten
Weg suchen alle einvernehmlich nach Lösungen, gerade weil sie den
gleichen religiösen Zielen verpflichtet sind. Arbeitskämpfe,
Aussperrungen und Streiks passen dazu nicht.
So lautet zumindest das Ideal. Die Erfahrung zeigt, dass sich der
dritte Weg bewährt und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit geschaffen
hat, sofern die Arbeitgeber die Belange ihrer Mitarbeiter im Blick
haben.

Doch in den letzten Jahren hat sich die Lage verschärft: Im
Gesundheits- und Sozialmarkt weht ein kälterer Wind, denn private
Betreiber können mit Altenheimen und Kliniken viel Geld verdienen.
Wer konkurrenzfähig bleiben will, hat es schwer. Doch der Verzicht
auf Streiks wird sich nur durchhalten lassen, wenn kirchliche
Arbeitgeber sich fair verhalten - und auf Lohndumping verzichten, um
Vorteile im Wettbewerb zu bekommen.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207


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