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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, zu: Aschermittwoch

Geschrieben am 17-02-2010

Heidelberg (ots) - Das alljährliche Ritual lebte einmal von der
Brachialität der politischen Schmährede. Doch in dem Maße, wie die
politischen Machtverhältnisse im Land, aber auch in Bayern selbst,
komplizierter geworden, verliert auch der polemische Aschermittwoch
seinen besonderen Unterhaltungswert. Der doppelte Koalitionspartner
FDP hat der CSU in Passau sein Thema aufgezwungen, das weit in die
Reihen der Konservativen hinein auf Zustimmung stößt. Seehofers
bayrischer Folklore-Sozialismus kann sich dagegen nur mit Ironie und
nicht ganz ernst zu nehmenden, antikapitalistischen Untertönen
wehren. Aber es ist der Tag, an dem alle gegen alle antreten, mit
Reden in die eigenen Parteien hinein.
Eigentlich überflüssig, das Angela Merkel seit ein paar Jahren
daheim in Mecklenburg-Vorpommern am Abend auch noch ihre Zensuren
verteilt, nachdem alle anderen schon gepöbelt haben. Denn der ganze
Klamauk kann eines nicht ersetzen: Mehr kluge Regierungskunst in
Berlin.

Originaltext: Rhein-Neckar-Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66730
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66730.rss2

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0


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