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Optimisten haben seltener die Nase voll - Studie zeigt: Wer positiv denkt, stärkt sein Immunsystem (mit Bild)

Geschrieben am 15-02-2010

Hamburg (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

Kann die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen Einfluss auf sein
Immunsystem haben? Gehen optimistische Menschen nicht nur mit einer
positiveren Lebenseinstellung durchs Leben, sondern auch gesünder?
Psychologen der Roehampton University in London, des
Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf sowie der Techniker
Krankenkasse (TK) haben in einer gerade veröffentlichten Studie
nachgewiesen, dass optimistische Studierende unter Prüfungsstress
weniger anfällig für Infekte der oberen Atemwege sind als ihre
weniger positiv denkenden Kommilitonen. Wer das Leben durch die
rosarote Brille betrachtet, hat also offenbar nicht nur mehr Spaß am
Leben, sondern ist auch besser vor Erkältungen gewappnet.

"Viele Studien haben gezeigt, dass Stress das Immunsystem
belastet und gestresste Menschen deshalb anfälliger für Krankheiten
sind. Wir wollten wissen, ob es im Gegenzug möglich ist, das
Infektionsrisiko durch eine positive Lebenseinstellung
herabzusetzen", erklärt Heiko Schulz, Psychologe bei der TK, das
Forschungsvorhaben.

Zu Beginn der Studie wurden die teilnehmenden 43 Frauen und 37
Männer hinsichtlich ihrer Lebenseinstellung befragt, um die
durchschnittlich 23 Jahre alten Studierenden in Optimisten und
Pessimisten einzuteilen. "Wir haben die Teilnehmer nach ihrer
Zustimmung zu Aussagen wie "Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es
auch schief" oder "Was auch immer kommen mag, ich krieg das schon
hin" gefragt und entsprechend ihrer Antworten eingeteilt", erklärt
Schulz die Herangehensweise der Forscher.

In der Folge untersuchten die Wissenschaftler den Infektionsstatus
von 80 Studierenden einmal während und einmal außerhalb ihrer
Prüfungsphase. Dafür wurden die Probanden in beiden Phasen nach dem
Auftreten von neun Erkältungssymptomen wie verstopfter Nase, Husten
oder Halsentzündung befragt. Die Ergebnisse bestätigen die
Eingangsthese: Die optimistischen Hochschüler empfanden ihre
Prüfungsphase nicht nur als weniger stressig und psychisch belastend,
sie wiesen auch weniger Erkältungssymptome auf. "Die Optimisten
betrachten die Stressphase eher als Herausforderung, die sie
engagiert angehen, was sie eher beflügelt und so besser vor
stressbedingten gesundheitlichen Belastungen schützt. Im Gegenzug
empfinden Pessimisten die Prüfungsphase als schwer zu bewältigen, sie
investieren mehr Energie, um den Stress zu händeln und sind dadurch
deutlich anfälliger für Infektionskrankheiten", so Prof. Claus Vögele
von der Roehampton University.

Auch wenn die Studie nur auf den einzelnen Stressfaktor "Prüfung"
fokussierte und daher nur begrenzt geeignet ist, um generelle
Aussagen zum Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf das
Immunsystem zu treffen, zeigt sie einen Trend auf: Gesundheit lässt
sich durch eine optimistische Lebenseinstellung positiv beeinflussen.

Mit einer weiteren größer angelegten Studie in mehreren
Altenpflegeeinrichtungen bestätigten die TK-Experten Gerhard Mahltig
und Heiko Schulz die Ergebnisse. Auch hier zeigte sich, dass die
Optimisten unter den Beschäftigten des Pflegepersonals besser mit
Stress umgehen und im Durchschnitt zwei Tage weniger
krank-geschrieben waren als ihre pessimistischeren Kollegen.

"Diese Ergebnisse sind hilfreich, wenn es um die Konzeption von
Angeboten zur Gesundheitsförderung geht. Anbieter wie Krankenkassen
können diese Informationen nutzen, um Präventionsangebote zu
entwickeln, die darauf abzielen, auch die Lebenseinstellung und den
Umgang der Teilnehmer mit Problemen zu fördern", erklärt Heiko
Schulz. "Natürlich kann niemand von einem Tag auf den anderen
beschließen, von nun an optimistisch durch das Leben zu gehen. Es ist
aber möglich, eine positivere Sichtweise und Strategien zur
Stressbewältigung zu trainieren und schließlich auch die Denkrichtung
zu wechseln."

Hinweis für die Redaktionen:

Weitere Informationen rund um das Thema psychische Gesundheit
enthält die Februar-Ausgabe des TK-Medienservice "Kranker Kopf - oder
kranke Gesellschaft" der unter www.presse.tk-online.de zum Download
steht.

Originaltext: TK Techniker Krankenkasse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6910
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6910.rss2

Pressekontakt:
Michaela Hombrecher
Tel. 040 - 6909 -2223, Fax 040 - 6909 - 1353,
E-Mail: michaela.hombrecher@tk-online.de


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