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Südwest Presse: Kommentar zu Kassenbeiträgen

Geschrieben am 03-02-2010

Ulm (ots) - Eines ist sicher: Keine Krankenkasse führt einen
Zusatzbeitrag nur aus Übermut ein. Es ist die blanke Not, die immer
mehr Versicherer zu diesem Schritt treibt. Schließlich müssen sie
ihre Mitglieder ausdrücklich darauf hinweisen, dass sie ein
Sonderkündigungsrecht haben, also zu einer Kasse ohne Zusatzbeitrag
wechseln können. Für die Versicherer ist das die Höchststrafe.
Deswegen entlarvt sich das Gegenrezept von CSU-Chef Horst Seehofer,
die Kassen sollten mehr sparen, als populistischer Unsinn. Besonders
peinlich ist, dass er das genau weiß. Schließlich war er lange genug
Bundesgesundheitsminister. Die Versicherer können ihre Ausgaben nur
in engen Grenzen beeinflussen. Das allermeiste hat ihnen der
Gesetzgeber vorgegeben, auch steigende Honorare für Ärzte und
Krankenhäuser. Bestes Beispiel für die Probleme ist die BKK
Heilberufe, die viele junge Frauen versichert und daher für viele
Schwangerschaften zahlen muss. Für diesen Segen bekommt sie aber kein
zusätzliches Geld aus dem Gesundheitsfonds.
Der Prügelknabe ist zurzeit Gesundheitsminister Philipp Rösler. Dabei
ist der Liberale schon an der Konstruktion des Zusatzbeitrags
unschuldig. Trotzdem hält sich das Mitleid in Grenzen. Denn bisher
dachte er nicht sehr intensiv über kurzfristig wirksame Gegenmittel
nach, sondern hauptsächlich über eine grundsätzliche Reform, für die
das Geld fehlt. Nur mit allen Beteiligten zu reden, wird auch nicht
reichen. Taten sind gefragt.

Originaltext: Südwest Presse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59110
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59110.rss2

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218


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