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Neue Westfälische: NRW-Zukunftskommission legt Bericht vor Zu kurz gesprungen PETER JANSEN, DÜSSELDORF

Geschrieben am 20-04-2009

Bielefeld (ots) - Entweder hat es den Mitgliedern der
NRW-Zukunftskommission an Mut und Phantasie gefehlt, kühne Visionen
für das Leben im Jahr 2025 zu entwerfen, oder die 23 klugen Köpfe
waren doch nicht so unabhängig, wie ihr stellvertretender
Vorsitzender Bodo Hombach beteuert. Auf jeden Fall ist ihr Bericht
zur Zukunft des Landes dürftig; er enthält nichts, was nicht zum
Standardrepertoire von Partei-, Gewerkschafts-, Wirtschafts- und
Wissenschaftskongressen zu diesem Thema zählt.
Kontroversen und spannende Fragen hat die Kommission schlicht
ausgeklammert und in unverbindliche Denkanstöße verpackt. Wer aber
eine Vorstellung von der Zukunft entwerfen will, der darf sich nicht
auf die reichlich banale Aussage beschränken, über strittige Themen
wie Weiterentwicklung der Kernenergie, Mindesteinkommen,
Studiengebühren, Bürgerentscheide und einen verbindlichen
Sozialdienst für alle müsse noch einmal nachgedacht werden. Ob ein
Kopftuchverbot für Schülerinnen und freier Eintritt in die Museen
auch zu den Schicksalsfragen von NRW gehört, darf bezweifelt werden.
Die Kommission ist zu kurz gesprungen. Ihr Nachdenken endet da, wo
man auf Antworten gespannt gewesen war. Dass sie die Frage der
Schulstruktur komplett ausgespart hat, ist ein weiterer Beleg für
diesen Vorwurf.

Originaltext: Neue Westfälische
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65487
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65487.rss2

Pressekontakt:
Neue Westfälische
Jörg Rinne
Telefon: 0521 555 276
joerg.rinne@neue-westfaelische.de


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