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Bosbach: Parteiinterne Indiskretionen und Medien für derzeitiges Erscheinungsbild der Union mitverantwortlich

Geschrieben am 20-03-2009

Bonn (ots) - Bonn/Berlin, 20. März 2009 - Der stellvertretende
Unionsfraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach (CDU) macht
Indiskretionen in seiner Partei und die Medienberichterstattung für
das derzeitige Erscheinungsbild der Union mitverantwortlich. In der
PHOENIX RUNDE sagte Bosbach am Donnerstagabend, eine Partei müsse
auch über sachpolitische Fragen diskutieren, im 21. Jahrhundert sei
es aber nicht mehr möglich, dies hinter verschlossenen Türen zu tun.
"Selbst in den allervertraulichsten Zirkeln, selbst im
geschäftsführenden Fraktionsvorstand, müssen Sie davon ausgehen, dass
jeder selbstkritische oder unorthodoxe Gedanke Sekunden später per
SMS den Raum verlässt und bei irgendwelchen Agenturen landet", so der
Unionspolitiker. "Wenn ich etwas veröffentlichen will, schreibe ich
nicht mehr 'Pressemitteilung' drüber, sondern muss draufschreiben
'Vertraulich - streng geheim'." Nur dann würden Journalisten auch
darauf schauen. Bosbach kritisierte weiter, die Medien würden normale
Diskussionsprozesse innerhalb der Partei gleich zu einer Kritik an
der Parteivorsitzenden stilisieren. Angela Merkel sei aber
unangefochten "der stärkste Trumpf" der Partei für die Bundestagswahl
im September.

Kritik übte Bosbach auch an der FDP. "Die FDP genießt zur Zeit,
dass sie mit leichten Anklängen an die Linkspartei jedem alles
verspricht und nicht an der Regierung ist." Dies fände sie im Moment
ganz toll, "weil sie nirgendwo einen Leistungsnachweis abgeben muss.
Sie verspricht niedrigere Steuern und weniger Staatsschulden - das
ist Politik gegen die Mathematik", sagte der Unionsfraktionsvize. Die
FDP solle sich in ihrem eigenen Wählerreservoir bedienen und nicht
bei der Union. Man könne mit der Begründung "Hauptsache, sie bleiben
im bürgerlichen Lager" nicht zufrieden sein, so Bosbach in der
PHOENIX-Sendung.

Originaltext: PHOENIX
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Pressekontakt:
PHOENIX
PHOENIX-Kommunikation
Telefon: 0228 / 9584 193
Fax: 0228 / 9584 198
pressestelle@phoenix.de


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