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BDI: "Zinsschranke beschleunigt Krise" - Fünfmal mehr Unternehmen betroffen als angenommen - Steuerliche Regelung entzieht massiv Liquidität - Verschärfende Wirkungen jetzt schnell beseitigen

Geschrieben am 08-02-2009

Berlin (ots) - "Die Zinsschranke beschleunigt die Krise. Die
Politik muss die verschärfende Wirkung der Zinsschranke schnell
beseitigen." Das forderte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf
am Sonntag. Mit der Neuregelung in der Unternehmensteuerreform dürfen
die Unternehmen ihre Aufwendungen für Kreditzinsen nicht mehr in
allen Fällen komplett geltend machen. "Viele Unternehmen können ihre
Kreditzinsen durch die enormen Gewinneinbrüche steuerlich kaum noch
geltend machen. Das belastet die Liquidität vieler Unternehmen
zusätzlich", sagte Schnappauf.

Im Gesetzgebungsverfahren für die Zinsschranke ging die Politik
von rund 300 betroffenen Unternehmen aus. Analysen von 70.000
Unternehmensbilanzen belegen jetzt, dass bereits in konjunkturell
guten Zeiten 1500 Unternehmen von der Zinsschranke betroffen sind.
Diese Zahl steigt bei Gewinneinbrüchen sogar noch.

"Die Zinsschranke verhindert, dass entlastende Effekte einer
Leitzinssenkung die Unternehmen wirklich erreichen", erklärte
Schnappauf. Nach Berechnungen des BDI steigen bei einem Zinssatz von
acht Prozent die Finanzierungskosten eines Unternehmens durch die
Zinsschranke um bis zu 2,11 Prozentpunkte. Schnappauf: "Die jüngste
Leitzinssenkung der EZB um 0,5 Prozentpunkte nutzt nichts, wenn die
Zinsschranke die Belastung der Unternehmen um ein Vielfaches erhöht.
Die Zinsschranke vereitelt das Ziel, die Finanzierungskosten für
Investitionen zu senken." Notwendig und möglich wäre jetzt, die
Abzugsfähigkeit der Zinsen von 30 auf 50 Prozent des Gewinns vor
Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) zu erhöhen.

Originaltext: BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6570
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6570.rss2

Pressekontakt:
Kontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
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