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DIW: Erdgasautos langfristig fördern / Umweltaspekte sprechen für Erdgasfahrzeuge

Geschrieben am 15-12-2008

Berlin (ots) - Erdgasautos können laut den Experten des Deutschen
Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) durch ihren
geringeren Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid einen wichtigen
Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ihr vermehrter Einsatz würde zudem
die Emissionen von Feinstaub und Stickoxiden spürbar senken und so
zur Verbesserung der Luftqualität in den hoch belasteten Innenstädten
beitragen. Deshalb fordert das DIW eine Verlängerung der steuerlichen
Förderung von Erdgas als Kraftstoff, um so den Anreiz zum Kauf
umweltschonender Erdgasfahrzeuge langfristig zu erhalten. Derzeit
gilt für Erdgas als Kraftstoff ein reduzierter Energiesteuersatz, der
aber im Jahr 2018 endet. Darüber hinaus müsse der Ausbau des
Erdgastankstellennetzes stärker gefördert und der Einsatz von Erdgas
in öffentlichen Verkehrsmitteln vorangetrieben werden. Unter
Umweltgesichtspunkten hält das DIW eine Beibehaltung der bisherigen
Förderung von Flüssiggas als Kraftstoff demgegenüber für nicht
gerechtfertigt. Es empfiehlt eine Senkung des Steuervorteils. Auch
die Stiftung Wissenschaft und Politik kommt in ihrer aktuellen Studie
"Mehr Erdgas für den Klimaschutz?" zu dem Ergebnis, dass
Erdgasfahrzeuge die CO2-Emissionen im Verkehrssektor senken können.
Dieses Potenzial werde derzeit kaum genutzt.

In seinem aktuellen Wochenbericht weist das DIW auf die
Umweltvorteile von Erdgas als Kraftstoff hin. "Pkw, die mit
komprimiertem Erdgas gefahren werden, stoßen deutlich geringere
Mengen an Stickoxiden (NOx) und Feinstaub aus als alle anderen heute
am Markt verfügbaren konventionellen Pkw." Selbst Hybridautos oder
Fahrzeuge, die mit Flüssiggas oder anteilig mit Biokraftstoffen
betankt werden, hätten einen deutlich höheren Schadstoffausstoß,
heißt es in dem Bericht. "Zudem gibt es von der EU die Vorgabe, den
CO2-Ausstoß bis 2015 auf 120 Gramm pro Kilometer zu reduzieren.
Erdgasfahrzeuge können mit ihren niedrigen CO2-Emissionen dazu
beitragen, dieses Ziel zu erreichen", sagt Manfred Horn,
wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt
am DIW Berlin. Verbraucher profitieren nach Ansicht Horns auch von
den deutlich niedrigeren Preisen für Erdgas als Kraftstoff. Auf diese
Weise würden sich die erhöhten Kosten für das Fahrzeug innerhalb
weniger Jahre amortisieren. Um den Einsatz von Erdgas im
Verkehrssektor weiter zu fördern, spricht sich das DIW für eine
langfristige, über das Jahr 2018 hinausgehende Steuervergünstigung
aus. "Dazu muss man frühzeitig deutlich machen, dass dieser
Steuervorteil auch langfristig bestehen bleibt", so Horn. Die
Umstellung öffentlicher Flotten auf Erdgas, etwa bei der Müllabfuhr
oder des öffentlichen Personennahverkehrs erfülle eine wichtige
Vorbildfunktion.

Die Stiftung Wissenschaft und Politik verweist in ihrer Studie
zudem darauf, dass der Bau von Erdgastankstellen mit erheblichen
Anfangsinvestitionen verbunden ist. Darum "sollte der Staat hier mit
Investitionshilfen zur Seite stehen, um den Einstieg finanziell zu
erleichtern", so die Studie. "Wenn dies nicht ausreicht, könnten auch
ordnungsrechtliche Schritte in Erwägung gezogen werden, zum Beispiel
die Verpflichtung der Mineralölwirtschaft, an einem gewissen
Prozentsatz ihres Tankstellennetzes Erdgas anzubieten."

Weitere Informationen zum Thema Erdgasfahrzeuge erhalten
Interessierte im Internet unter www.erdgas-fahren.de .

Originaltext: Trägerkreis "Das Erdgasfahrzeug"
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/41701
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_41701.rss2

Für weitere Presseauskünfte und Rückfragen:
Michael Ehring
Telefon: 030/ 300 199-1755
E-Mail: ehring@erdgas-fahren.de

Die Pressemeldung und Bilder in Druckqualität stehen im
Internet-Service für Journalisten zum Download zur Verfügung.
Adresse: www.erdgas-fahren.de


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