(Registrieren)

Rasanter Start des Energie-Förderprogramms für Entwicklungsländer / Im ersten Jahr bereits 170 Mio. EUR zugesagt

Geschrieben am 02-03-2006

Frankfurt/Main (ots) - Die Sonderfazilität für Erneuerbare
Energien und Energie-Effizienz hat bereits im ersten Jahr ein Drittel
der vorgesehenen Mittel zusagen können. Wegen der großen Nachfrage
aus den Partnerländern sind 2005 Finanzierungszusagen in Höhe von 170
Mio. Euro erteilt worden. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie
Wieczorek-Zeul: "Energie ist nicht nur eine Voraussetzung für die
Befriedigung der wichtigsten Grundbedürfnisse der Menschen in den
Entwicklungsländern; Energie ist auch ein entscheidender
Produktionsfaktor, ohne den wirtschaftliche Entwicklung und der
Aufbau der sozialen Infrastruktur nicht denkbar sind." Sie
unterstrich, dass die deutsche Entwicklungszusammenarbeit damit einen
wichtigen Beitrag zur Erreichung der von der internationalen
Gemeinschaft vereinbarten Millenniums-Entwicklungsziele leiste.

Über die "Sonderfazilität für Erneuerbare Energien und
Energie-Effizienz" stellt die KfW Entwicklungsbank im Auftrag des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) in den Jahren 2005 bis 2009 bis zu 500 Mio. Euro in Form von
zinsgünstigen Darlehen in Entwicklungsländern zur Verfügung.

Mit der Fazilität übernimmt Deutschland eine Vorreiterrolle für
die Energiewende. "Die zusätzlich für erneuerbare Energien und
Energieeffizienz in Entwicklungsländern bereitgestellten Mittel
dienen sowohl der Entwicklungsförderung, als auch dem Klimaschutz",
sagte Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.
"Viele Vorhaben schaffen Win-Win-Situationen; mehr Effizienz im
Energiebereich spart Ressourcen, nützt der Umwelt und unterstützt das
Wachstum in dem Land. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für
Armutsbekämpfung."


Die in 2005 erteilten Mittel werden für insgesamt fünf Vorhaben
eingesetzt:

- In Marokko werden 37.000 Haushalte in nicht an das Stromnetz
angeschlossenen ländlichen Regionen über so genannte
Solar-Home-Systems Zugang zu modernen Energiedienstleistungen
erhalten. Durch die Zusammenarbeit mit einem privaten Partner
werden sowohl der regelmäßig erforderliche Batteriewechsel
sowie Service und Wartung der Anlagen für die nächsten zehn
Jahre sichergestellt.

- In Aserbaidschan trägt die Verbesserung der
Übertragungseinrichtungen dazu bei, die wiederkehrenden und die
für die Volkswirtschaft schädlichen Stromausfälle abzubauen.
Gleichzeitig wird so die Elektrizitätsversorgung der südlichen
Landesteile gesichert.

- In Indien werden durch die Modernisierung von Verteilernetzen
die überdurchschnittlich hohen Verluste bei der Stromverteilung
gesenkt. Weiter werden die noch nicht an das Elektrizitätsnetz
angeschlossenen Haushalte in dieser Region erstmals mit Energie
versorgt.

- In Chile werden gemeinsam mit Partnerbanken über ein
Kreditprogramm zinsgünstige Darlehen für Investitionen im
Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz
bereitgestellt. Diese Mittel stehen sowohl für Unternehmen wie
für öffentliche Antragsteller zur Verfügung.

- Der gleiche Ansatz wird mit der überregional tätigen
Entwicklungsbank Corporación Andina de Fomento (CAF) in den
Andenstaaten verfolgt.


Für die Folgejahre 2006 und 2007 liegen ebenfalls zahlreiche
Vorschläge aus den Partnerländern vor, die von der KfW
Entwicklungsbank überprüft werden.

Die Bundesregierung hat in den zurückliegenden Jahren die
Unterstützung für erneuerbaren Energien zu einer Priorität in der
internationalen Zusammenarbeit gemacht und die Einrichtung der
Sonderfazilität im Juni 2004 auf der Internationalen Konferenz für
Erneuerbare Energien (renewables2004) in Bonn angekündigt.

Weitere Informationen zur Sonderfazilität finden Interessierte
unter www.kfw-entwicklungsbank.de.


Originaltext: KfW
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=41193
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_41193.rss2


Für Rückfragen: Christine Volk,
Tel: 069 7431-3867, E-Mail: christine.volk@kfw.de

KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt
Abteilung Konzernkommunikation
Tel. 069 7431-4400, Fax: 069 7431-3266,
E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

1716

weitere Artikel:
  • Heinen: Starke Politik für Frauen und Familien Berlin (ots) - Anlässlich der Bilanz der neuen Bundesregierung nach 100 Tagen im Amt erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ursula Heinen MdB: In der Familienpolitik hat Bundesministerin Ursula von der Leyen neue Akzente gesetzt. Ihr ist es gelungen, die Familienförderung in der kurzen Zeit zu einem Topthema der Koalition zu machen. Mit der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten, der baldigen Einführung von Elterngeld und dem Programm "Erfolgsfaktor Familie. Unternehmen gewinnen" mehr...

  • ZFF bewertet 7. Familienbericht - Kongress am 14./15. März 2006 in Berlin / "Der Vielfalt auf den Grund gehen" Bonn (ots) - "Der Vielfalt auf den Grund gehen" will das Zukunftsforum Familie (ZFF) auf seinem Fachkongress am 14. und 15. März 2006 in Berlin. Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Ergebnisse des 7. Familienberichts des Bundes. Die Expertenkommission fordert in diesem Bericht einen neuen familienpolitischen Dreiklang aus Zeit, Geld und Infrastruktur für Familien. An einer Stelle birgt der Bericht politischen Zündstoff: Die Einwände gegen Arbeitszeitverlängerung sowie die Forderung von "Optionszeiten" zur Vereinbarung von Privatem und mehr...

  • Fischbach: Misereor Fastenaktion unterstützen Berlin (ots) - Anlässlich der Eröffnung der Misereor Fastenaktion 2006 "Die Fülle des Lebens teilen" am 5. März erklärt die Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach MdB: Die diesjährige Misereor Fastenaktion richtet den Schwerpunkt auf die Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit. Frauen sind in der Entwicklungszusammenarbeit wichtige Partnerinnen, die Schlüsselfunktionen für die Gemeinschaft übernehmen. Es ist erschreckend, dass 70% der von extremer Armut betroffenen Menschen mehr...

  • Kurt Biedenkopf zu Deutschland im Umbruch / Zukunftswerkstatt der Konrad-Adenauer-Stiftung Berlin (ots) - "Deutschland im Umbruch - Deutschland im Aufbruch?" lautet die Frage einer am Donnerstag, 9. März 2006, 18.00 Uhr bis 20.30 Uhr, stattfindenden Zukunftswerkstatt der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ausgangspunkt der Statements und Diskussionen bilden die Ergebnisse der im November erschienenen Delphi-Studie der Stiftung. Die Zukunft wird durch den demographischen Wandel, eine zunehmend globalisierte Welt und eine bisher nicht gekannte Beschleunigung der technischen Entwicklung den Deutschen einiges abverlangen. So geraten bisher mehr...

  • DIHK-Präsident Braun: Mit Weiterbildung Beschäftigungsfähigkeit Älterer erhöhen - 13. bundesweiter Aktionstag der Industrie- und Handelskammern "IHK.Die Weiterbildung" Berlin (ots) - Ältere Arbeitnehmer müssen sich künftig intensiver als bisher weiterbilden. Das machte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, anlässlich des 13. bundesweiten Aktionstages "IHK.Die Weiterbildung" deutlich. Derzeit nimmt zwar jeder dritte 35-49-Jährige an Weiterbildung teil, aber nur jeder sechste 50-64Jährige. Braun betonte: "Das muss sich - auch vor dem Hintergrund der dramatischen demografischen Entwicklung - dringend ändern. Nur wer sich regelmäßig fachlich auf dem Laufenden mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht