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WAZ: Patienten im Wachkoma - Künstlich am Leben - Leitartikel von Birgitta Stauber-Klein

Geschrieben am 14-11-2008

Essen (ots) - Was es für einen Menschen bedeutet, wenn er mitten
aus dem Leben gerissen wird und in ein Wachkoma verfällt; was es für
die Angehörigen bedeutet, diesen Menschen für lange Zeit zu betreuen
und zu pflegen - ohne Aussicht auf Besserung; ob dieses Leben
überhaupt Lebensqualität bieten kann oder ob es besser ist, es nicht
künstlich aufrecht zu erhalten: Zu diesen Fragen ist eine klare
Haltung aus der Position eines Beobachters anmaßend.
Was steckt dahinter, wenn Angehörige den Tod ihres Kindes, ihres
Ehepartners, ihres Elternteils wollen? Der Vorwurf, dies sei Ausdruck
eines persönlichen Unvermögens, dieses Schicksal zu ertragen, ist
oberflächlich. Doch muss eben dies für die schwerwiegende
Entscheidung, einen Wachkoma-Patienten verhungern zu lassen,
ausgeschlossen sein. Eine intensive juristische Auseinandersetzung
mit dem Patientenwillen ist zwingend erforderlich.
Immerhin schafft es die Mehrheit der Angehörigen, die Patienten
zuhause zu pflegen. Wenn es gut läuft, erleben sie ihre eigene Freude
und die des Patienten. Dieser Weg kann nicht falsch sein.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
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Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-2727
zentralredaktion@waz.de


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