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RNZ: Die Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) kommentiert den Anschlag in Islamabad:

Geschrieben am 21-09-2008

Heidelberg (ots) - Von Daniel Holl
Deutlicher könnte die Kampfansage an Präsident Zardari kaum sein:
Eben noch verkündet er im Parlament, den Kampf gegen den Terror an
der Seite der USA fortzusetzen. Wenig später schlagen die Extremisten
zu, mitten im Hochsicherheitsgebiet der Hauptstadt. "Uns hält nichts
auf", lautet die blutige Botschaft, und sie wird nicht etwa an eines
der politischen Zentren angeschlagen, sondern einen Treffpunkt der
pakistanischen Eliten mit dem verhassten Westen.
Jüngst hat der deutsche Verteidigungsminister erklärt, der Kampf
gegen die Taliban sei in Afghanistan rein militärisch nicht zu
gewinnen. Das stimmt auch in Pakistan. Vielmehr geht es um
wirtschaftliche Entwicklung und Verbesserung, den Kampf um die Herzen
der Menschen. Doch ohne ein Minimum an Staatlichkeit geht nichts. So
lange sich immer mehr Teile des Landes dem Gewaltmonopol Islamabads
entziehen, wird es weiter Brutstätten für die geben, die die Gewalt
zurück in die Hauptstadt tragen. Daher bleibt Zardari nichts anderes
übrig, als den "Rebellen" weiterhin den Kampf anzusagen.
Indes gilt für ihn dasselbe Dilemma wie für die Führung in
Afghanistan oder gerade wieder im Jemen: Mit zu engen Kontakten nach
Washington macht er gerade jene Gegner stark, die er mit Hilfe der
USA bekämpfen will.

Originaltext: Rhein-Neckar-Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66730
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66730.rss2

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0


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