(Registrieren)

Neue Netze knüpfen! Leistungsrückschritte überschatten Freude über Fortschritte bei Bürgerrechten / Europäischer Protesttag künftig in lokalen Bündnissen mit Senioren und Familien

Geschrieben am 19-09-2008

Berlin/Bonn (ots) - Der 5. Mai wird auf eine breitere Basis
gestellt. Lokale Bündnisse zum Beispiel mit Senioren und Familien
sollen den politischen Forderungen am Europäischen Protesttag zur
Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen künftig mehr
Durchschlagskraft verleihen. Dies beschlossen 150 Menschen mit und
ohne Behinderungen auf einem bundesweiten Kongress zum zehnjährigen
Jubiläum des 5. Mai in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin.

Seit 1998 streiten die Aktion Mensch und über 100 Organisationen
der Behindertenhilfe und -selbsthilfe am 5. Mai für die Umsetzung des
Grundgesetzgebotes "Niemand darf wegen seiner Behinderung
benachteiligt werden". In Berlin zogen die Delegierten zunächst eine
positive Bilanz: Vor allem in punkto Bürgerrechte habe sich die
Situation für Menschen mit Behinderungen in Deutschland in dieser
Zeit verbessert. Dass es das Sozialgesetzbuch (SGB) IX, das
Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und das Allgemeine
Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gebe, sei sicherlich auch dem 5. Mai zu
verdanken.

Rückschritte bei Leistungen

Auf der anderen Seite stellten die Delegierten Rückschritte bei
Art und Umfang verschiedener Leistungen für Menschen mit
Behinderungen fest. Anlass zur Sorge bereitet die zunehmende
Restriktion bei Heil- und Hilfsmitteln durch die verschiedenen
Leistungsträger sowie die Diskussion zur anstehenden Reform der
Eingliederungshilfe.

Große Hoffnung setzten die Delegierten auf die UN-Konvention zum
Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen, die seit zwei
Jahren Hauptthema des 5. Mai ist. Ihre Bestimmungen zum Beispiel
sowohl zur baulichen Barrierefreiheit als auch zur integrativen
Schule würden die Lage der Menschen mit Behinderungen auch in
Deutschland entscheidend verbessern helfen. Aus diesem Grund
forderten sie die Bundesregierung nachdrücklich zur Ratifizierung der
Konvention auf. Erst dann könne die Umsetzung in nationales Recht
beginnen. Besonderes Augenmerk werde auf die Bereiche Arbeit,
Barrierefreiheit, Bildung, Gesundheit und Wohnen gelegt.

Senioren und Eltern mit Kinderwagen

Auf die Umsetzung der UN-Konvention warten in Deutschland nicht
nur Menschen mit Behinderungen. Auch andere soziale Gruppen wie
Senioren oder Familien werden davon profitieren. Denn ein
barrierefreies Rathaus zum Beispiel ist nicht nur Menschen mit
Behinderungen zugänglich, sondern auch älteren Bürgern und Eltern mit
Kinderwagen. Daher lautet eine der Kernthesen des Berliner
Kongresses: "Wir wollen und müssen neue Netze knüpfen, wenn wir
Deutschland umfassend behindertengerecht gestalten wollen."
Angestrebt werden lokale Bündnisse mit Organisationen, die aus
anderer Perspektive an den selben Zielen arbeiten - zum Beispiel
Seniorengruppen und Familienverbände.

dieGesellschafter.de

Die Aktion Mensch unterstützt den 5. Mai im Rahmen des
Förderprogramms ihrer Aufklärungsinitiative dieGesellschafter.de. Mit
der Frage "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" ist die
Aktion Mensch vor gut zwei Jahren an die Bevölkerung herangetreten.
Mittlerweile hat sich die Internetplattform dieGesellschafter.de mit
rund 2,2 Millionen Besuchern und mehr als 175.000 Beiträgen zu einem
wichtigen politischen Diskussionsforum in Deutschland entwickelt. Die
Aktion Mensch sucht gemeinsam mit 90 Partnerorganisationen auch
praktische Antworten: Über 6.000 Förderanträge für neue Initiativen
sind bisher eingegangen. Außerdem steht eine kostenlose
Freiwilligen-Datenbank bereit, die Kontakt zwischen Ehrenamtlichen
und gemeinnützigen Organisationen herstellt.

Originaltext: Aktion Mensch
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/43707
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_43707.rss2

Pressekontakt:
Christian Schmitz, stellv. Pressesprecher der Aktion Mensch,
Tel.: 0228 / 20 92 364,
mobil 0174 / 34 12 707, M
ail: christian.schmitz@aktion-mensch.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

159743

weitere Artikel:
  • Simbabwe: Menschen hoffen auf ein Ende der Not / Hilfswerke: Machtteilung eröffnet Chance zur Lösung der humanitären Krise Stuttgart (ots) - Nach Einschätzung der evangelischen Hilfswerke "Brot für die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe hat sich die humanitäre Lage in Simbabwe extrem zugespitzt. "Die Menschen sind hungrig und verzweifelt", beklagte der Menschenrechtler Brian Raftopoulous bei seinem Besuch in Deutschland. Für den Direktor der in Südafrika ansässigen Partnerorganisation von "Brot für die Welt", SPT ("Solidarity Peace Trust"), eröffnet das historische Abkommen über die Machtteilung in Simbabwe endlich die Chance zur Lösung der humanitären mehr...

  • Fromme: Fehler bei Steueridentifikationsnummer zügig beseitigen Berlin (ots) - Anlässlich falscher Eintragungen des Geburtsortes im Rahmen der neuen Steueridentifikationsnummer, erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme MdB: Im Rahmen der Einführung der neuen Steueridentifikationsnummer wird unter bestimmten Bedingungen nicht Deutschland, sondern Polen als Geburtsort eingetragen. Das ist der Fall bei Personen, die in den ehemals deutschen Gebieten geboren sind, die jetzt jenseits der Oder-Neiße-Linie liegen, mehr...

  • Saarbrücker Zeitung: Wirtschaftsexperte Horn warnt vor Überbewertung des US-Rettungsplans - Finanzmarkt braucht "Regulierungsrahmen" Saarbrücken (ots) - Der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, hat vor überzogenen Erwartungen an das Rettungspaket der USA für die krisengeschüttelte Finanzwirtschaft gewarnt. "Der Plan bedeutet nicht, dass jede Bank, die jetzt in Schwierigkeiten steckt, vor dem Zusammenbruch gerettet wird", sagte Horn der "Saarbrücker Zeitung" (Sonnabend-Ausgabe). Aber mit dem Signal aus den USA sei klar, dass der Staat das Finanzsystem nicht untergehen lassen werde. Dies sei zu begrüßen. mehr...

  • Saarbrücker Zeitung: Bundestag soll im Oktober Startschuss für Einheitsdenkmal-Wettbewerb geben - Einweihung verschiebt sich Saarbrücken (ots) - Der Bundestag wird aller Voraussicht nach Mitte Oktober den Startschuss für den Architektenwettbewerb zur Errichtung des Einheitsdenkmals geben. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Samstagausgabe) berichtet, erarbeiten Union, SPD und FDP derzeit einen entsprechenden, gemeinsamen Antrag, der möglichst in der nächsten Sitzungswoche ins Parlament eingebracht werden soll. Die Zeitung berichtet weiter, dass die Organisatoren inzwischen definitiv davon ausgehen, dass sich die Fertigstellung des Denkmals um ein Jahr verzögern wird. mehr...

  • Der Tagesspiegel: Friedbert Pflüger will Machtkampf nicht fortsetzen Berlin (ots) - Friedbert Pflüger setzt den Machtkampf mit CDU-Landeschef Ingo Schmitt nicht fort. Der ehemalige Chef der CDU-Fraktion wird heute abend nicht beim Treffen der CDU-Delegierten von Charlottenburg-Wilmersdorf erscheinen, wo sich Schmitt als Kandidat für die Bundestagswahl 2009 nominieren lassen will. Pflüger sagte, er sei zwar Delegierter, werde aber an der Wahlkreisvertreterversammlung nicht teilnehmen. Für ihn werde ein Ersatzdelegierter teilnehmen. Pflüger vergibt damit die Möglichkeit, im von Schmitt geführten Kreisverband mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht