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Kölner Stadt-Anzeiger: Streit um Gendiagnostik - CDU und SPD weisen Rüttgers-Kritik zurück

Geschrieben am 10-09-2008

Köln (ots) - Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) hat
Äußerungen des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen
Rüttgers (CDU) zurückgewiesen, das neue Gendiagnostikgesetz
ermögliche Abtreibungen aufgrund bestimmter genetischer Veranlagungen
des Embryos. "Das Gesetz eröffnet in keiner Weise die Möglichkeit zu
Schwangerschaftsabbrüchen, die mit einer eventuell zu irgendeinem
Zeitpunkt einmal ausbrechenden Erkrankung des Ungeborenen
gerechtfertigt würden", sagte Bosbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Donnerstags-Ausgabe).
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bezeichnete Rüttgers
Behauptung als "absurd", Abtreibungen könnten aufgrund des Gesetzes
künftig vorgenommen werden, wenn eine genetische Veranlagung für
einen späteren Ausbruch von Erkrankungen diagnostiziert werde. "Kein
Arzt und kein Krankenhaus würden eine solche Diagnose als Grund für
einen Schwangerschaftsabbruch akzeptieren", sagte Lauterbach der
Zeitung.
Rüttgers hatte in einer Rede anlässlich des 50-Jährigen Bestehens der
Kölner Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit am
Mittwoch in Köln einen Paragrafen des neue Gendiagnostikgesetzes
kritisiert, der "die Gene über Leben und Tod entscheiden" lasse.
Unter Berufung auf den Text des Gesetzes, das im Herbst vom Bundestag
verabschiedet werden soll, sagte Rüttgers: "Ein Embryo darf genetisch
auf ein Alzheimer-Risiko getestet und abgetrieben werden. Obwohl
niemand sagen kann, ob die Krankheit nach 70, 75 oder 80 Jahren
tatsächlich auch ausbricht." Dies sei nur ein Beispiel von mehreren.
"Das rüttelt an den Grundfesten unseres Menschenbildes", fuhr
Rüttgers fort.

Originaltext: Kölner Stadt-Anzeiger
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66749
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66749.rss2

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Politik-Redaktion
Telefon: +49 (0221)224 2444
ksta-produktion@mds.de


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