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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: SPD

Geschrieben am 08-09-2008

Heidelberg (ots) - Beck ist weg. Ihn hat auch die Tatsache nicht
mehr geschützt, dass der Verbrauch an SPD-Vorsitzenden bisher noch
ein wenig schambesetzt war. Das zeigt die Größe der Not. Aber das war
noch der leichtere Teil der Übung, dessen Drehbuch eine politisch
erfahrene Handschrift verrät. Der Coup nützt der SPD nämlich gar
nichts, wenn sie jetzt nicht umgehend den Beweis antritt, dass die
Führungsschwäche von Beck auch Ursache für den
Attraktivitätsverlust der Partei war. Die Gewinner, Steinmeier und
Müntefering, werden zur Beruhigung der Lage auch den Flügeln
entgegenkommen. Aber sie müssen vor allem Schluss machen mit dem
Eindruck, die SPD sei nur die schlechtere Kopie von Lafontaines
Linkspartei. Wenn 2009 ein Wirtschaftswahlkampf geführt werden soll,
dann muss sich die SPD zur Agenda-Politik und ihren Erfolgen
bekennen. Und dann stören auch Experimente wie in Hessen, die voll zu
Lasten der politischen Glaubwürdigkeit gehen. Aber dieses Stück unter
dem Titel: Wandel durch Anbiederung, ist noch nicht gelaufen.

Originaltext: Rhein-Neckar-Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66730
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66730.rss2

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0


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