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Deutschland immer stärker im Visier der Private Equity-Fonds

Geschrieben am 25.02.2008 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) -

PwC-Studie: Deutschland bleibt trotz schlechterer
Rahmenbedingungen attraktiv für Private Equity-Fonds /
Fondsmanager erwarten hier höheres Wertsteigerungspotenzial als in
Vereinigtem Königreich und den USA / Aktives Portfoliomanagement
in Zukunft unerlässlich

Trotz weltweiter Kreditkrise wollen internationale
Beteiligungskapitalgeber ihr Engagement in Deutschland deutlich
ausweiten, wie aus dem "Private Equity Trend Report 2008" der
Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers
(PwC) hervorgeht. So wollen bis 2013 insgesamt 62 Prozent der
befragten Fondsmanager hierzulande aktiv sein, derzeit sind es erst
46 Prozent. Jede zehnte Gesellschaft plant, in den nächsten fünf
Jahren ein neues Büro in Deutschland zu eröffnen.

"Deutschland ist für Private Equity-Fonds in erster Linie wegen
der Innovationskraft deutscher Unternehmer sowie seiner
überdurchschnittlichen Wertsteigerungsperspektiven attraktiv.
Internationale Fonds werden sich in Deutschland trotz der
Verschlechterung des regulatorischen Umfelds mittelfristig noch
erheblich stärker engagieren", prognostiziert Richard Burton, der bei
PwC auf europäischer Ebene den Bereich Private Equity verantwortet.

Beim Vergleich mit anderen Ländern halten nur noch 22 Prozent der
Befragten die Investitionsbedingungen in Deutschland für gut oder
sehr gut, während in der Umfrage von 2007 noch 32 Prozent dieser
Ansicht waren. Umgekehrt bewerten mittlerweile 36 Prozent der
Fondsmanager die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts als schlecht oder
sehr schlecht (2007: 23 Prozent).

Für die Studie befragte PwC weltweit 127 Manager international
aktiver Private Equity-Fonds. Gut jeder fünfte Fonds verwaltet ein
Beteiligungskapital von mehr als einer Milliarde Euro.

Hohes Wertsteigerungspotenzial in Deutschland...

Trotz wachsender internationaler Konkurrenz ist Deutschland für 13
Prozent der Befragten der Standort mit dem höchsten
Wertsteigerungspotenzial in den kommenden fünf Jahren und damit
international an erster Stelle, gefolgt vom Vereinigten Königreich
(11 Prozent), den USA und Polen (jeweils 8 Prozent).

...sorgt für Konkurrenz

Angesichts der guten Perspektiven nimmt die Konkurrenz um
Beteiligungsziele in Deutschland zu. Fast die Hälfte der Fondsmanager
(46 Prozent) bestätigt bereits einen stärkeren Wettbewerb als 2007.
Lediglich 7 Prozent der Befragten meinen, die Konkurrenz habe
nachgelassen.

Per Saldo dürfte der Kapitalzufluss aus Private Equity-Fonds nach
Deutschland in den nächsten fünf Jahren deutlich steigen. Denn von
den derzeit im Inland engagierten Befragten wollen sich nur 5 Prozent
aus dem Markt zurückziehen. Umgekehrt planen 20 Prozent der
Fondsmanager erstmals eine Investition in Deutschland.

Asien sowie Mittel- und Osteuropa auf dem Vormarsch

Westeuropa bleibt zwar der eindeutige Investitionsschwerpunkt der
befragten Fondsmanager, Mittel- und Osteuropa sowie Asien holen
jedoch auf. So wollen 44 Prozent der Befragten bis 2013 in einem
mittel- oder osteuropäischen Land investieren, derzeit sind es 35
Prozent. Ein Fünftel der Fondsmanager plant Beteiligungen in Asien,
bislang haben sich hier lediglich 13 Prozent engagiert. Im Vergleich
zur Vorjahresstudie hat sich dieser Trend in Richtung Mittel- und
Osteuropa und Asien erheblich verstärkt.

Aktives Portfoliomanagement gefragt

Insgesamt stellt sich die Private Equity-Branche angesichts der
schwieriger gewordenen Finanzierung darauf ein, dass die hohen
Renditen der Vergangenheit nur noch durch konsequente Umsetzung der
Wertsteigerungsmaßnahmen und ein aktives Portfoliomanagement erreicht
werden können.

Entsprechend vertrauen die meisten Befragten auf organisches
Wachstum ihrer Beteiligungsziele (71 Prozent), Branchenkenntnisse (58
Prozent) sowie Restrukturierungen und die Optimierung des operativen
Geschäfts (50 Prozent). "Die Fonds beschränken sich nicht mehr auf
die Rolle des passiven Kapitalgebers, sondern steuern verstärkt die
strategische und operative Ausrichtung, um den Wert des
Investitionsobjekts zu erhöhen", erläutert Burton. "Angesichts der
schwierigen Situation auf dem Finanzmarkt ist diese Neuausrichtung
unerlässlich. Denn die Fonds müssen konkurrenzfähig bleiben und
wollen die Renditen auf historisch hohem Niveau halten."

Die Studie "Private Equity Trend Report 2008" können Sie hier
kostenlos herunterladen: www.pwc.de/de/privateequity

Redaktionshinweis:

Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist
in Deutschland mit 8.390 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von
rund 1,35 Milliarden Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten für
nationale und internationale Mandanten jeder Größe. PwC bietet
Dienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und
prüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie
in den Bereichen Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung
(Advisory).

Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8664
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_8664.rss2

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Sandra Otte
PricewaterhouseCoopers AG WPG
Corporate Communications / Presse
Tel.: (069) 95 85 - 15 64
E-Mail: sandra.otte@de.pwc.com
 
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