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WAZ: Provokant und pragmatisch - Kommentar von Stefan Schulte
Geschrieben am 15.02.2008 - [Nächster Artikel] |
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Essen (ots) - Mit der Zeitarbeit haben sich die Gewerkschaften lange schwer getan und sie tun es noch. Mal wird die Branche als "Virus" (Verdi-Chef Bsirske) beschimpft, mal vom DGB gelobt, weil sie einen Mindestlohn fordert. Die IG Metall wählt einen klugen Mittelweg zwischen Kampagne und Pragmatismus. Einerseits beklagt sie, Leiharbeiter würden Stammkräfte ersetzen. Andererseits geht sie in die Betriebe und auf die Arbeitgeber zu. Dieser Strategie entspringen schöne Erfolge, so wie bei HKM in Duisburg. Dabei hilft natürlich der Stahl-Boom. Wer Fachkräfte sucht, ist auch bereit, ordentlich zu zahlen. Eine ganz andere Erfahrung werden bald die 8000 BMW-Leiharbeiter machen. Auch für sie hat die IG Metall "Gleiches Geld für Gleiche Arbeit" ausgehandelt. Kurz danach erklärte BMW, 8000 Stellen zu streichen. Dass es zuerst die Leiharbeiter trifft, fand die bayerische IG Metall "völlig normal". Das war zynisch, aber immer noch konstruktiver als Bsirske. Die IG Metall sieht in Leiharbeitern nicht Viren, sondern potenzielle Mitglieder. Gut so.
Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2
Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de
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