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Mitteldeutsche Zeitung: Afghanistan-Einsatz Politikexpertin Maass empfiehlt Bundesregierung, keine Kampftruppen nach Südafghanistan zu schicken
Geschrieben am 01.02.2008 - [Nächster Artikel] |
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Halle (ots) - Die Afghanistan-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik, Citha Maass, hat der Bundesregierung empfohlen, der Forderung des amerikanischen Verteidigungsministers Robert Gates, deutsche Kampftruppen nach Südafghanistan zu entsenden, nicht nachzukommen. "Mich überrascht dieser Brief nicht", sagte sie der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag-Ausgabe) zu dem entsprechenden Brief, den Gates an seinen deutschen Amtskollegen Franz Josef Jung (CDU) geschrieben hat. "Nur der undiplomatische Ton von Gates ist etwas ungewöhnlich. Wir sollten uns im Norden verstärkt engagieren und damit demonstrieren: Wir meinen es ernst mit der Bündnissolidarität. Die Behauptung, im Norden sei es ruhiger, entspringt außerdem einer falschen Lageanalyse. Wir müssen mit mehr Druck im Norden rechnen, je mehr im Süden gegen Aufständische vorgegangen wird. Die Eingreiftruppe im Norden wird verstärkt eingesetzt werden müssen. Wenn wir die Truppe im Norden ausdünnen, wird die Lage dort noch instabiler. Die Entsendung deutscher Kampftruppen nach Südafghanistan ist nicht im deutschen Sicherheitsinteresse."
Originaltext: Mitteldeutsche Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47409 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47409.rss2
Pressekontakt: Mitteldeutsche Zeitung Chefredaktion Tel.: 0345 565 4300
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