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"Ökomanager des Jahres 2007" von WWF und 'Capital': Dr. Nikolaus von Bomhard, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Peter Kowalsky, BIONADE GmbH, und Jürgen Schmidt, memo AG

Geschrieben am 21.11.2007 - [Nächster Artikel]

Köln (ots) - Berlin, 21. November 2007 - Dr. Nikolaus von Bomhard,
Vorsitzender des Vorstands der Münchener
Rückversicherungs-Gesellschaft AG, München, ist von der
Umweltstiftung WWF Deutschland und dem Wirtschaftsmagazin 'Capital'
zum "Ökomanager des Jahres 2007" im Bereich Konzerne gekürt worden.
Die Münchener Rück gehört zu den Pionieren in der Erforschung des
Klimawandels und trat als einer der ersten Konzerne konsequent für
ein globales Gegensteuern ein. Nachhaltigkeit ist integraler
Bestandteil der Konzernstrategie und persönliches Credo von Dr.
Nikolaus von Bomhard: "Versuche so zu handeln, dass es nicht zu
Lasten der nächsten Generation geht." Die Jury überzeugte besonders
die Kombination hoher unternehmensinterner Umweltziele und der
Bereitschaft, das erworbene Know-how mit der Gesellschaft zu teilen.
Für 'Capital'-Chefredakteur Dr. Klaus Schweinsberg ist die Münchener
Rück ein echter Vorreiter: "Hochachtung vor diesem weltweit
agierenden Konzern, der als einer der Ersten vor den Gefahren des
Klimawandels gewarnt hat".

Bei den mittelständischen Unternehmen kürten 'Capital' und WWF in
diesem Jahr zwei "Ökomanager des Jahres". Peter Kowalsky,
Gesellschafter und Geschäftsführer der Bionade GmbH, wurde dafür
ausgezeichnet, dass es ihm und seinen Mitstreitern, dem Braumeister
Dieter Leipold und dem Marketing-Verantwortlichen Wolfgang Blum,
gelungen ist, im eng besetzten Markt für alkoholfreie
Erfrischungsgetränke ein neuartiges Bio-Produkt von der Nische in den
Massenmarkt zu bringen, ohne dabei die Ziele, ein gesundes und
ökologisches Produkt aus der Region zu erzeugen, aus den Augen zu
verlieren. WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes überzeugt vor allem
die Durchsetzungskraft: "Wie Peter Kowalsky und seine Mitstreiter
Bionade in so kurzer Zeit aus einem Öko-Nischen-Produkt zum Szene-
und Massenprodukt gemacht haben, ist nahezu ohne Beispiel."

Jürgen Schmidt, Gründer und Sprecher des Vorstands des
Büromittelversenders memo AG, erhielt die Auszeichnung für seine im
Verlauf von 25 Jahren erfolgreiche Umsetzung eines ganzheitlichen,
alle Geschäftsbereiche umfassenden Nachhaltigkeitskonzeptes. Bei memo
wird der Haus-Slogan "nachhaltig gut" auf allen Ebenen vom
Herstellungsprozess über die Produktqualität, Lieferanten,
Mitarbeiter bis zu Entsorgung und Energieeinsatz im Unternehmen sowie
der Klimaneutralität durchdacht und erfolgreich umgesetzt. "Ein
Unternehmen in der Größe von memo mit einem so umfassenden,
ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz - initiiert und geprägt durch
den Unternehmer Jürgen Schmidt, habe ich selten erlebt", urteilt
Jury-Mitglied Prof. Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender des
Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management e.V.

Die Auszeichnung "Ökomanager des Jahres" vergeben die
Umweltstiftung WWF Deutschland und 'Capital' seit 1990 an
herausragende Unternehmer und Manager, die sich um die Umwelt
verdient machen. Die Preisträger wie Babykost-Hersteller Prof. Dr.
Claus Hipp, Versandhauschef Dr. Michael Otto, Hans-Dietrich Winkhaus,
langjähriger Chef des Waschmittelkonzerns Henkel, der
Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer oder Bosch-Chef Franz
Fehrenbach beweisen, dass sich nachhaltiges Wachstum,
Ressourcenschonung und Rendite nicht ausschließen.

Preisträger Münchener Rück:
Pioniere bei der Erforschung des Klimawandels
Für einen Rückversicherer gehört das Wissen um die Umwelt zu den
Grundlagen des Geschäftes. Wer Erst-Versicherern Risiken aus Stürmen,
Überschwemmungen, Tsunamis, Epidemien, Krankheit und Tod abnimmt,
braucht fundierte Erkenntnisse über deren Ursachen und ihre künftige
Entwicklung. Lang bevor das Wort vom Klimawandel den Weg in die
Nachrichten fand, analysierte die Münchener Rück die Risiken durch
den Klimawandel und informierte Politik und Experten aus aller Welt
darüber. Heute hält ein Stab aus 30 Geowissenschaftlern, Meteorologen
und Klimaforschern Vorträge, berät Entscheider, erstellt
Risikoprofile und kann beispielsweise per Mausklick Erdbeben-,
Überschwemmungs- und Tornado-Gefahren weltweit darstellen. Die
Erkenntnisse setzt die Münchener Rück konsequent zur Steuerung ihres
Geschäfts und zur Entwicklung neuer Versicherungsprodukte ein. So
konnte die Münchener Rück beispielsweise durch ihr
naturwissenschaftliches und Ingenieur-Know-how auch an Standards
mitwirken, die festlegen, wie Windparks im Meer gebaut werden müssen.

Neben der aus dem Geschäftszweck begründeten Hinwendung zur Umwelt
arbeitet der Konzern hart daran, Profit und Ökologie in Einklang zu
bringen. So soll die Münchner Zentrale bis 2009 klimaneutral arbeiten
und bald darauf die ganze Rückversicherungsgruppe weltweit soweit
sein, dass sie die Umwelt nicht stärker belastet, als sie es an
anderer Stelle ausgleichen kann. Die Maßnahmen dazu sind so
vielseitig wie vielfältig: Ein Nachhaltigkeitsportal im Internet,
Wärmedämmung an Gebäuden, die Nutzung von kühlem See-Tiefenwasser zur
Klimatisierung des Bürohochhauses im kanadischen Toronto,
Videokonferenzen statt Geschäftsreisen, energiesparende
Photovoltaik-Anlagen und vieles mehr.

Darüber hinaus ist die Münchner Rück das erste deutsche
Unternehmen, das die "UN Principles for Responsible Investments"
unterschrieben hat. Dazu gehört beispielsweise auch, bei der
Zeichnung von Deckungen soziale, ethische und ökologische
Mindeststandards mit zu berücksichtigen. Ein innovatives Produkt des
Konzerns ist die "Kioto-Multi-Risiko-Police", die Firmen versichert,
die in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern investieren.
Erfreuliche Nebenwirkung: Neben der Umsetzung des Firmenswissens
werden mit dieser Police auch die Ziele des Kyoto-Protokolls
gefördert. Für von Bomhard gehört die Natur zum Geschäft auch im
konzerneigenen Tagungszentrum Akademie Schloss Hohenkammer, wo auf
dem zugehörigen Hofgut nebenbei auf 320 Hektar Ackerfläche
Öko-Saatgut vermehrt und eine Öko-Freiland-Putenmast betrieben wird.
Die Energieversorgung des großen Seminarzentrums soll - bis auf
Spitzenlasten - komplett aus erneuerbaren Quellen über eine
Holzschnitzel-Heizanlage und eine geplante Biogas-Anlage erfolgen.
Zudem werden Photovoltaik-Kollektoren betrieben. Für die Kühlung der
Seminarräume im Sommer wird kaltes Grundwasser anstelle von
aufwändigen Kühlaggregaten verwendet.

Preisträger Bionade:
Öko-Brause als Kult-Getränk
Eine Öko-Limo aus der Rhön, gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot
für Bier, hat den deutschen Getränkemarkt binnen vier Jahren
aufgerollt wie sonst kein vergleichbares Produkt. Von zwei Millionen
Flaschen 2002/2003 hat sich der Jahresausstoß binnen drei Jahren auf
70 Millionen Flaschen in 2006 vervielfacht. Für 2007 erwartet
Geschäftsführer Peter Kowalsky sogar über 200 Millionen Flaschen. Die
kränkelnde Privatbrauerei Peter im fränkischen Ostheim hat sich durch
das von Braumeister Dieter Leipold in mühseliger siebenjähriger
Forschungsarbeit ausgetüftelte, nach Unternehmensangaben weltweit
einzigartige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das rein biologisch
durch Fermentation natürlicher Rohstoffe in ökologischer Qualität
hergestellt wird, zum expandierenden Mittelständler Bionade GmbH mit
150 Mitarbeitern und einem Umsatz von 17 Millionen Euro (2006)
entwickelt. Das Unternehmen ist inzwischen ein wichtiger Arbeitgeber
im strukturschwachen bayerischen Teil des Biosphärenreservats Hohe
Rhön und auf dem Sprung in den amerikanischen Markt.

Die Grundstoffe für Bionade stammen aus ökologischem Anbau, das
Produkt selbst trägt das Bio-Siegel und entspricht den Vorgaben der
EG-Öko-Verordnung. Bionade versucht, so viele Rohstoffe wie möglich
regional zu beziehen und hob dafür im Herbst 2005 mit dem Ostheimer
Bio-Landwirt Martin Ritter das Projekt Bio-Landbau Rhön aus der
Taufe, das den Bezug der Bio-Rohstoffe vor allem aus der
strukturschwachen Rhön-Region sicherstellen soll. In fünf Jahren
sollen 80 Prozent der Rohstoffe von dort stammen - trotz steigender
Produktion. Die Bionade GmbH garantiert teilnehmenden Landwirten, die
ihren Betrieb auf ökologischen Landbau umstellen, eine Abnahme der
Bio-Braugerste und des Bio-Holunders zu 100 Prozent. Es wird zurzeit
mit ca. 160 bis 200 ha Anbaufläche für Bio-Holunder und 300 ha für
Bio-Braugerste gerechnet. Alle Bio-Rohstoffe entsprechen nicht nur
der EG-Öko-Verordnung, sondern den wesentlich strengeren Richtlinien
der deutschen Bio-Anbauverbände wie z.B. Naturland. Darüber hinaus
ist geplant, so genannte "Trinkwasserwälder" an den Standorten zu
pflanzen, von denen Bionade die Rohstoffe bezieht. Bis Ende des
Jahres soll der Betrieb außerdem nach den IFS (International Food
Standard) zertifiziert werden.

Preisträger memo:
Vom Umweltschutzpapier-Schulheft zum klimaneutralen Büro-Versand
Mit einem Schweizer Schulheft aus Umweltschutzpapier hat alles
angefangen. Bereits als Schüler belieferte Jürgen Schmidt, Gründer
und Sprecher des Vorstands der memo AG im unterfränkischen
Greußenheim, seine Schule und bald auch Schulen in ganz Deutschland
mit Heften aus Recyclingpapier. 1982 gründete er einen Handel mit
umweltfreundlichen Produkten und baute ihn während seiner Studienzeit
zu einem Großhandel aus. 1990 erschien der erste Katalog "der
Firmenausstatter für Umweltbewusste", 1998 wurde der Online-Shop
eröffnet und 1999 entstand die memo AG aus der memo GmbH und Recover
GmbH. Im Jahr 2002 kam der 600 Seiten starke Gesamtkatalog unter dem
Slogan "nachhaltig gut" heraus, und seit 2005 baut Jürgen Schmidt ein
europaweites Netz von Partnern und Wiederverkäufern auf. 2006 gelang
mit der Platzierung von memo-Produkten in BIO-Supermärkten ein
weiterer wichtiger Schritt der Expansion, Ende 2007 wird die memo AG
zudem klimaneutral arbeiten.

Schmidts Vision vom Unternehmen, das Qualität, Ökologie, Ökonomie
und Soziales verbindet, wurde 2005 mit dem "Deutschen Umwelt
Reporting Award" und dem "European Sustainability Reporting Award"
für die beste Nachhaltigkeitsberichterstattung in Europa
ausgezeichnet. Die Leistung des Unternehmens beruht auf vier Ebenen:
bei den Unternehmensgrundsätzen - Einheit von Ökologie und Qualität
mit dem Grundsatz Vermeiden vor Verwerten und Verwerten vor
Entsorgen; bei den Mitarbeitern in punkto Hierarchie, Ausbildung und
Beteiligung; bei der Umwelt mit dem Mehrwegsystem Postbox und der
digitalen Archivierung; und bei gesellschaftlichen Aspekten mit dem
Weg zum klimaneutralen Unternehmen, gesunden nachhaltigen Produkten,
einer Multiplikatorfunktion für Nachhaltigkeit, zahlreichen
Partnerschaften und Kooperationen im Öko-Bereich und last but not
least beim persönlichen Engagement des Gründers Jürgen Schmidt.

Alle Informationen im Internet unter www.capital.de/oekomanager

Fotos der Preisträger liegen digital vor, sie können ebenso wie
der komplette Artikel (als PDF) über Tel. 040/399 27 20, Fax 040/39
92 72 10 oder E-Mail presse@publikom.com angefordert werden.

Originaltext: Capital, G+J Wirtschaftspresse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8185
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_8185.rss2

Pressekontakt:
Redaktion 'Capital', Reinhard Kowalewsky, Tel. 0221/4908-219, E-Mail:
kowalewsky.reinhard@capital.de

WWF Deutschland, Jörn Ehlers, Tel. 0162/291 44 22, E-Mail:
Ehlers@wwf.de
 
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