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Allg. Zeitung Mainz: Kommentar zur Sterbehilfe

Geschrieben am 19-11-2007

Mainz (ots) - Niemand darf sich Illusionen hingeben: Dignitate ist
kommerzorientiert und hat großes Talent zur Selbstdarstellung. Unter
dem Deckmäntelchen angeblicher Nächstenliebe macht sich die
Gruppierung die Angst vor Leid und Schmerzen zunutze. Die
Mutterorganisation Dignitas bekam in der Schweiz zunehmend Probleme.
Da liegt es nahe, dass man sich Richtung Deutschland orientiert man
wittert einen großen "Markt". Gesetzgeber und Verwaltung sind
dringend aufgerufen, Aktivitäten von Dignitate sehr genau unter die
Lupe zu nehmen und ihnen sofort Einhalt zu gebieten, wenn sie
rechtlich problematisch sind. Dass das Interesse an möglicherweise
illegaler, zumindest fragwürdiger Sterbehilfe offenbar groß ist, ist
kein Ruhmesblatt für unsere Gesellschaft. Umso wichtiger muss es
sein, sich der grundlegenden Problematik zu stellen, um Erscheinungen
wie Dignitate den Boden zu entziehen. Viele ältere Menschen haben
Angst, einsam und qualvoll zu sterben. Hier kann und muss der Ausbau
von Hospizeinrichtungen und Palliativmedizin helfen   getragen von
dem Bewusstsein, dass menschliche Zuwendung auch durch beste Medizin
nicht zu ersetzen ist. Deshalb ist die Nähe von Familienangehörigen
und Freunden für Sterbende überragend wichtig.
Wer die Würde des Menschen ernst nimmt, muss ihm ein weitestgehendes
Selbstbestimmungsrecht auch in der letzten Lebensphase zugestehen.
Das tun verantwortungsbewusste Hospize und Klinikeinrichtungen. Sie
wissen zugleich, dass es problematisch ist, dem Todeswunsch eines
Menschen nachzugeben, dessen Bewusstsein durch Krankheit
beeinträchtigt ist. Deshalb bleibt "im Zweifel für das Leben³ der
wichtigste Maßstab.

Originaltext: Allgemeine Zeitung Mainz
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65597
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65597.rss2

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Melanie Wied
Telefon: +49-(0)6131/48-5987
Fax: +49-(0)6131/48-5868
crossmedia@vrm.de


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