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Der Tagesspiegel: Lufthansa: Hauptstadtflughafen BBI muss schnell kommen

Geschrieben am 11-11-2007

Berlin (ots) - Der Lufthansa-Bereichsvorstand Karl Ulrich Garnadt
hat die Verantwortlichen in Berlin ermahnt, den Bau des Flughafens
Berlin Brandenburg International schnell voranzutreiben. "Jedes Jahr,
das der Flughafen später öffnet, ist ein verlorenes Jahr für die
Entwicklung des Luftverkehrs in Berlin", sagte Garnadt im Gespräch
mit dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). "Wir müssen akzeptieren, dass
in einer Demokratie Planungen dauern. Dennoch rate ich jedem, der in
Berlin Einfluss hat, BBI schnell voranzutreiben", sagte der Manager,
der seit Mitte Januar 2007 das Ressort Service und Personal der
Lufthansa Passage Airlines leitet. Damit ist Garnadt verantwortlich
für das Personal am Boden und in der Kabine, sowie das Management der
Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt, München und der dezentralen
Flughäfen, darunter Berlin.

Auf absehbare Zeit plant der deutsche Marktführer keine
Langstrecken-Flüge von Berlin aus. "In Berlin unter den heutigen
Bedingungen - mit drei Flughäfen und kaum Möglichkeiten zur Bündelung
- sehen wir derzeit noch keine Chancen", sagte Garnadt. Die Lufthansa
plane ihr Streckennetz nach den Anforderungen der Geschäftsreisenden,
sagte der 50-Jährige dem Tagesspiegel. Berlin habe, verglichen mit
München, Frankfurt oder Düsseldorf, "einen deutlich geringeren Anteil
an Geschäftsreisenden". Das werde sich ändern: "Ich glaube, dass
Berlin perspektivisch - damit meine ich einen Zeitraum von zehn,
zwanzig Jahren - eine Weltmetropole werden wird und damit auch ein
bedeutender Luftverkehrsstandort." Auf einen konkreten Zeitplan
wollte sich der Lufthansa-Manager aber nicht festlegen lassen. "Wann
die Zeit reif für Langstreckenverbindungen ab Berlin ist, kann man
heute nicht konkret sagen. Nur soviel: Wenn BBI erst zur Verfügung
steht, werden wir anders agieren können als heute. Eine gute
Infrastruktur zieht auch Geschäfte an. Die Europäische Zentralbank
wäre nicht nach Frankfurt gekommen, hätte dort nicht ein
Weltflughafen existiert." Die Entscheidung für BBI sei wichtig und
richtig.

Auf die Frage, ob der weltweit stark zunehmende Luftverkehr die
Lufthansa vor personelle Probleme stelle, sagte Garnadt: "Wir haben
keine Nachwuchsprobleme: Jährlich gehen fast 100.000 Bewerbungen bei
uns ein. Alleine in diesem Jahr haben wir schon 3000 Mitarbeiter
eingestellt." Auch Piloten fänden sich noch ausreichend. "Weltweit
wachsen die Flugzeugflotten, der Bedarf an Piloten steigt. Aber wir
haben keinen Mangel zu verzeichnen."

Mit Blick auf mögliche Übernahmen der Fluggesellschaften Iberia
und Alitalia sagte Garnadt: "Das Interesse und die Fähigkeiten auf
Seiten der Lufthansa sind da." Aber das Unternehmen sei gut beraten,
"in dieser sehr zyklischen Industrie Akquisitionsthemen mit Bedacht
anzugehen". "Wir lassen uns nicht in Abenteuer treiben." Die
Konsolidierung werde im Luftverkehr kommen, "und wir werden uns auch
aktiv beteiligen - aber nur so, dass die Risiken beherrschbar sind."

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:
Der Tagesspiegel, Redaktion Wirtschaft, Telefon: 030/26009-260

Originaltext: Der Tagesspiegel
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Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de
 


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