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Deutscher Immobilienmarkt 2008: Sekt oder Selters? / IIR-Jahresauftaktkongress der Immobilienwirtschaft CIMMIT (30.-31. Januar 2008, Frankfurt am Main)

Geschrieben am 24.10.2007 - [Nächster Artikel]

Sulzbach am Taunus / Frankfurt am Main (ots) - Die deutsche
Wirtschaft zeigt sich robust. So lautet zumindest die Aussage der
Volkswirte von Allianz Dresdner Bank Economic Research, die auch nach
der Korrektur am US-Immobilienmarkt und der dadurch ausgelösten
Liquiditätskrise keine starken direkten Auswirkungen auf die deutsche
Wirtschaft erwarten. Vor allem bei den Konsum- oder
Immobilienkrediten dürften die Folgen gering sein, erklärte
Chefvolkswirt Michael Heise in einer Pressemeldung (Quelle:
Dresdner-Bank.de, 10. Oktober 2007). Ob Heise weiterhin bei seiner
Prognose bleibt und wie er die Entwicklung des Immobilienmarkts in
2008 einschätzt, zeigt sein Vortrag auf dem IIR-Jahresauftaktkongress
der Immobilienwirtschaft CIMMIT (30.-31. Januar 2008, Frankfurt am
Main). Heise wird die zukunftsträchtigsten Märkte beleuchten und
schildern, welche Immobilien künftig von Nutzern verstärkt
nachgefragt werden.

Die deutschen Immobilien und ihr Wert für Investoren stehen im
Fokus einer Podiumsdiskussion, an der Vertreter der Finanz- und der
Immobilienbranche teilnehmen. Dass Immobilieninvestitionen kein
einfaches Geschäftsfeld sind, meint Barbara Knoflach,
Vorstandsvorsitzende der SEB Asset Management AG und Moderatorin der
Diskussion: "Das Ziel, eine dauerhaft renditestarke Immobilienanlage
zu generieren, ist eine herausfordernde Aufgabe, die viel Know-how,
Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert", stellte Knoflach im
Vorfeld der CIMMIT fest. Zu den Diskutanten der Investment-Runde
gehört neben Dr. John Freyend, Präsident des Instituts der Deutschen
Wirtschaft, und Thilo Wagner von Henderson Global Investors Ltd. auch
Ulrich Höller, dessen Unternehmen DIC Asset Anfang Oktober ein
Immobilienportfolio im Wert von 320 Millionen Euro erworben hat.

Welche Renditen sie sich in einzelnen Anlagensegmenten der
Immobilienwirtschaft versprechen, erörtern anschließend Walter Klug
(Morgan Stanley Real Estate Investment, MSRE), Prof. Raimond Maurer
(Professor für Investment, Portfolio Management und Alterssicherung
an der Universität Frankfurt) und Alexander Otto (ECE
Projektmanagement). Walter Klug prophezeit den offenen
Immobilienfonds ein Comeback. Nachdem die Anlageform bereits im Juli
2007 Mittelzuflüsse von mehr als 1,5 Milliarden Euro habe verbuchen
können, sei es nun wahrscheinlich, dass sich die Zuflüsse bis
Jahresende auf zehn Milliarden Euro summieren, so Klug in einem
Fachbeitrag (CIMMIT-Newsletter, 1/2007). MSRE hat erst Mitte
September für seinen offenen Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value
den Bestand an Wohnimmobilien aufgestockt. Eigenen Angaben zufolge
beträgt der Gesamtverkaufswert der Wohnimmobilien für den Fonds über
73 Millionen Euro. Auf der CIMMIT wird sich Klug unter anderem zur
Entwicklung der Anfangsrenditen von Immobilienobjekten, so genannter
Cap-Rates, äußern.

"Immobilien werden durch die Ummantelung mit neuen flexiblen
Kapitalmarktprodukten mobil und entwickeln sich neben Aktien und
Anleihen zu einer gleichrangigen Anlageklasse", so die Einschätzung
von Peter C. Herold, Geschäftsführer des deutsch-luxemburgischen
Fondsspezialisten SCAIAP Capital Partners. Auf der CIMMIT wird er mit
Vertretern von Lone Star Germany und der Carlye Group darüber
diskutieren, ob sich Private Equity als Liquiditätsquelle eignet und
wo der Immobilienfokus für den deutschen Markt liegt.

Exit-Szenarien und die Frage, welche Summen die Kunden künftig zu
zahlen bereit sind, stehen im Zentrum einer weiteren Expertenrunde,
an der unter anderem Dr. Frank Pörschke von Eurohypo teilnehmen wird.

Wie Investoren durch geschicktes Asset Management die
Wertschöpfung ihrer Immobilien erhöhen können, erörtern Vertreter von
Europolis Real Estate Asset Management, Warburg-Henderson
Kapitalanlagegesellschaft, DeTeImmobilien und Resolution/Colonia Real
Estate. Andreas Schiller, Chefredakteur Europe Real Estate, wird als
Moderator durch die Debatte führen.

Auch eine erste Bilanz zu der in Deutschland neuen
Unternehmensform Real Estate Investment Trusts (Reits) werden die
Referenten ziehen. Was im Frühjahr mit hohen Erwartungen eingeführt
wurde, gilt an der Frankfurter Börse als die "Enttäuschung des Jahres
2007" (Financial Times Deutschland, 16. Oktober 2007). Noch zu Anfang
des Jahres hätte der Markt mit bis zu zehn Börsengängen aus dem
Immobiliensektor gerechnet. Doch nur drei Unternehmen sei der Sprung
ins gehobene Frankfurter Segment Prime Standard gelungen. Christian
Ulbrich, Deutschland-Geschäftsführer des Immobilienberaters Jones
Lang LaSalle und Vorsitzender der CIMMIT, machte im Juli in einem
Gespräch gegenüber dem Handelsblatt das komplizierte rechtliche
Korsett dafür verantwortlich, dass Reits nicht so schnell auf dem
Börsenparkett erscheinen wie erwartet (Handelsblatt, 3. Juli 2007).
Ihre Meinung über das künftige Zusammenwirken von Kapital- und
Immobilienmarkt werden auf der CIMMIT Vertreter folgender Unternehmen
diskutieren: Deutsche Börse, TAG Tegernsee Immobilien- und
Beteiligung, Deutsche Bank und Eurohypo.

Der Finanzexperte Dr. Michael Meister, stellvertretender
Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, will Unternehmensgewinne
in Deutschland stärker versteuern. "Wir werden uns vor allem sehr
genau die Ausgestaltung der Zinsschranke ansehen, mit der künftig nur
noch 30 Prozent der Zinsaufwendungen steuerlich abzugsfähig sind."
Die Bundesregierung wolle mit diesem Instrument verhindern, dass
Gewinne durch Steuergestaltung ins Ausland verschoben werden. "So
sollten wir beispielsweise darüber diskutieren, ob nicht auch
Abschreibungen und Forschungsinvestitionen bei der Zinsschranke
berücksichtigt werden" (Handelsblatt, 17. April 2007). In einem
CIMMIT-Gespräch mit dem Steuerberater und Universitätsprofessor
Karl-Georg Loritz stellt er sich der Frage, ob und wie Steuerreformen
die Immobilienbranche künftig betreffen werden.

Zu den weiteren Themen der CIMMIT gehören die Entwicklung der
Baukosten, die Immobilienwirtschaft und ihre Präsenz in politischen
Debatten, Nachhaltigkeit, Personaldruck in der Immobilienbranche
sowie die Entwicklung einzelner Immobilienteilmärkte.

Internet: www.cimmit.de

Originaltext: IIR Deutschland GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59290
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59290.rss2

Pressekontakt:
Romy König
Presseabteilung
IIR Deutschland GmbH
Tel: 06196-585-326
E-Mail: Romy.Koenig@iir.de
 
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