(Registrieren)

ARD-Kamerateam in Minsk festgenommen / Mitarbeiter müssen das Land verlassen

Geschrieben am 29-08-2020

Köln (ots) - Am gestrigen Abend ist ein ARD-Kamerateam vor seinem Hotel in Minsk festgenommen und über Nacht in einer Polizeistation festgehalten worden. Es handelt sich um einen russischen Kameramann und einen russischen Kamera-Assistenten, die für das ARD-Studio Moskau arbeiten, sowie einen belarussischen Producer. Alle Drei waren ordnungsgemäß akkreditiert, die offiziellen Akkreditierungen sind ihnen mittlerweile entzogen worden. Das dreiköpfige Team ist heute Vormittag gegen 10 Uhr wieder freigelassen worden. Die beiden russischen Kollegen wurden bereits des Landes verwiesen und sind auf dem Weg nach Moskau. Sie haben ein Einreiseverbot nach Belarus für fünf Jahre. Dem belarussischen Producer droht am kommenden Montag ein Prozess.

WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn: "Ich bin entsetzt über die aktuellen Geschehnisse und halte den Umgang mit unserem Team in Minsk für absolut inakzeptabel. Die Festnahme und das Entziehen der Akkreditierung macht unser Team vor Ort quasi handlungsunfähig. Das zeigt erneut, dass eine unabhängige Berichterstattung in Belarus immer weiter erschwert und beinahe unmöglich gemacht wird. Wir lassen uns als öffentlich-rechtlicher Rundfunk jedoch nicht einschüchtern und werden alles daran setzen, dass unsere Journalisten auch weiterhin über die Vorgänge, Proteste und Demonstrationen in Belarus kritisch und unabhängig berichten können. Selbstverständlich hat die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort dabei oberste Priorität."

ARD-Studioleiterin in Moskau, Ina Ruck und ARD-Korrespondent Jo Angerer hatten bis zum Moment der Freilassung am heutigen Morgen keinen Kontakt zu dem festgesetzten Team. ARD-Korrespondent Jo Angerer war von der Verhaftung nicht betroffen, er hielt sich zu dem Zeitpunkt nicht bei dem Team auf, wurde aber am späteren Abend ebenfalls vor dem Hotel von der Polizei kontrolliert.

Die ARD ist mit dem Korrespondenten Jo Angerer aus dem ARD-Studio Moskau in Belarus vertreten. Das ARD-Studio Moskau steht unter der Federführung des Westdeutschen Rundfunks.

Pressekontakt:

WDR Kommunikation
Telefon 0221 220 7100
wdrpressedesk@wdr.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7899/4692212
OTS: WDR Westdeutscher Rundfunk

Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

745837

weitere Artikel:
  • "Wir schaffen das!" Wirklich? Neue Audio-Serie "Wir schaffen das! - Wie ein Satz Deutschland veränderte" auf FYEO stellt Angela Merkels historische Aussage von 2015 auf den Prüfstand (FOTO) München (ots) - 31. August 2015: Hunderttausende Menschen sind auf ihrer Flucht in Deutschland angekommen oder befinden sich auf dem Weg dorthin. Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt ein Zeichen für Menschlichkeit mit ihrem inzwischen historischen Satz: "Wir schaffen das!" Fünf Jahre später, im August 2020: Journalistin Lea Hampel (u.a. Süddeutsche Zeitung, Zeit Online) sowie Politikwissenschaftlerin und Journalistin Sham Jaff (Newsletter "What happened last week") wollen es genau wissen und fragen nach: Wie hat sich das Land seit 2015 verändert? mehr...

  • Doku-Fünfteiler "Aschenberg" in der ZDFmediathek (FOTO) Mainz (ots) - "Wodka-Berg" und "Netto-Ghetto": Das Plateau des Fuldaer Aschenbergs genießt einen zweifelhaften Ruf. Zehn Monate lang begleitete ein Kamerateam einzelne Bewohner des Aschenbergs in ihrem Alltag. Der Doku-Mehrteiler "Aschenberg" ist die Langzeitbeobachtung eines Mikrokosmos mitten in Deutschland. Die Reihe mit fünf Folgen à rund 30 Minuten wurde für die ZDFmediathek entwickelt und ist ab Mittwoch, 2. September 2020, 10.00 Uhr, unter https://aschenberg.zdf.de online abrufbar. Der Aschenberg versteckt sich nicht - seine Hochhäuser mehr...

  • Zwei Serien, eine Geschichte: "Grey's Anatomy" und "Seattle Firefighters" starten mit einem Crossover-Event am Mittwoch auf ProSieben (FOTO) Unterföhring (ots) - 30. August 2020. Zwei Serien, eine Geschichte: Zum Start der neuen Folgen der US-Serien "Grey's Anatomy" und "Seattle Firefighters" am Mittwoch, 2. September, sind die beiden Serien inhaltlich miteinander verwoben - ein sogenanntes Crossover-Event. Die Ärzte des Grey Sloan Memorial Hospital treffen sich nach einer langen Krankenhaus-Schicht in Joe's Bar. Was ein gemütlicher Abend werden sollte, endet in einer Katastrophe: Ein Auto rammt Joe's Bar und es gibt zahlreiche Schwerverletzte - darunter auch Ärzte aus dem Grey Sloan mehr...

  • Sonderausgabe MDR-Musiksommer setzt auch in Corona-Zeiten starke Akzente in Mitteldeutschland (FOTO) Leipzig (ots) - Mit A-Cappella-Konzerten des MDR-Rundfunkchors in der Leipziger Peterskirche ist am Freitag, 28. August, die Sonderausgabe des MDR-Musiksommers zu Ende gegangen. Neun Wochen lang hatte der MDR mit insgesamt 50 Live-Konzerten in ganz Mitteldeutschland seine Festivaltradition auch in Corona-Zeiten fortgeführt und mit Kartenverlosungen gemeinsame Konzerterlebnisse für die Musikfans möglich gemacht. Seit der Eröffnung am 27. Juni mit Starorganist Cameron Carpenter und den MDR-Ensembles in Erfurt sorgte die Sonderausgabe mit großen mehr...

  • Belastende Zeiten: Tipps für Gestresste Wie wir Dauer-Stress erkennen und was dagegen hilft (AUDIO) Baierbrunn (ots) - Anmoderation: Jeder Zweite in Deutschland fühlt sich durch die Corona-Krise belastet, das ergab eine repräsentative Umfrage der Techniker Krankenkasse. Was uns an der Pandemie so sehr mitnimmt und wie wir uns selbst helfen können, verrät Ihnen Petra Terdenge: Sprecherin: Oft entsteht Stress, wenn wir zu viel um die Ohren haben. Zu viel Arbeit, zu viele Termine, zu viele Menschen. In den letzten Monaten haben wir viel weniger Menschen gesehen als üblich. Und auch das kann belasten, sagt Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken mehr...

Mehr zu dem Thema Sonstiges

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

Sat1.de mit neuem Online-Spiele-Portal Sat1Spiele.de / SevenOne Intermedia baut Bereich Games weiter aus

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht