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PwC: Der Wachstumsoptimismus bei Vermögensverwaltern bleibt ungebrochen

Geschrieben am 06-05-2019

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Weitere Informationen
http://ots.de/Arq6d2
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Düsseldorf (ots) - 22. PwC Global CEO Survey bei Asset & Wealth
Managern: Trotz abnehmendem Optimismus für Weltkonjunktur steigende
Unternehmensumsätze erwartet / Diskrepanz zwischen Datenrelevanz und
vorhandener Qualität / KI wird die Branche verändern

Der Konjunkturoptimismus von Vorstandschefs im Asset and Wealth
Management (AWM) hat deutlich nachgelassen. Dies ist eines der
Kernergebnisse aus dem 22. PwC Global CEO Survey zur Einschätzung der
politischen und wirtschaftlichen Weltlage. An der jährlichen Umfrage
haben branchenübergreifend mehr als 1.300 CEOs aus 91 Ländern
teilgenommen.

35 Prozent der AWM-CEOs erwarten 2019 ein sinkendes
Weltwirtschaftswachstum. 2018 waren es nur 10 Prozent. 27 Prozent
rechnen 2019 mit einer gleichbleibenden Weltkonjunktur - 13 Prozent
weniger als bei der Umfrage im Vorjahr. Und 38 Prozent glauben an ein
stärkeres Wirtschaftswachstum; im 2018 waren es 50.

Fast alle CEOs erwarten Umsatzsteigerungen

Ein getrübter Weltkonjunktur-Optimismus schmälert jedoch kaum die
Wachstumshoffnungen der befragten CEOs von Vermögensverwaltern für
ihre Unternehmen: Insgesamt 82 Prozent von ihnen rechnen für 2019 mit
steigenden Umsätzen. Nach den drei Jahren bis 2021 befragt, sind es
sogar 86 Prozent. Als wichtigste Gründe dafür sehen sie organisches
Wachstum (71 Prozent), Effizienzsteigerungen (68 Prozent) und neue
Produkte und Services (61 Prozent). Gerald Gonsior, Asset & Wealth
Management Leader bei PwC Deutschland, sagt dazu:

"Trotz volatiler Kapitalmärkte und Niedrigzinsumfeld bieten sich
für Asset und Wealth Manager nach wie vor vielversprechende
Wachstumschancen. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass neue
Produkte und Services, zum Beispiel aus dem Bereich Sustainable
Finance, angeboten und neue Technologien effizient genutzt werden."

Der größte Hoffnungsträger sind die USA

Das Ranking der wichtigsten Wachstumsregionen führen die USA mit
32 Prozent der Nennungen an. 2018 entfielen auf die USA noch 48
Prozent. Es folgen diesmal Großbritannien mit 20 Prozent (2018: 22
Prozent) und China mit 15 Prozent (2018: 40 Prozent). Deutschland
rangiert im aktuellen Survey mit 14 Prozent nur noch auf Platz 4
(2018: 25 Prozent, Rang 3). Asset & Wealth Management-Experte Gerald
Gonsior sagt:

"Die rückläufigen Erwartungen für die USA und China sind im
Wesentlichen durch die potenziellen Effekte im Zusammenhang mit dem
Handelskonflikt zwischen beiden Ländern zu erklären. Die
Brexit-Thematik hingegen führt zu Unsicherheit an den europäischen
Finanzmärkten und damit nicht nur bei den privaten und
institutionellen Investoren, sondern in der gesamten Branche."

Sorgen wegen Überregulierung, Handelskonflikten und Populismus

Wenn es um Gefahren für das Unternehmenswachstum geht, sorgen sich
die AWM-CEOs am meisten um Überregulierungen (43 Prozent),
Handelskonflikte (32 Prozent) und politischen Populismus (30
Prozent). Zudem finden sich unter anderem Cyberkriminalität (37
Prozent), Fachkräftemangel (27 Prozent) und das Tempo des
technologischen Wandels (24 Prozent) im Sorgen-Ranking.

Hohe Diskrepanz zwischen Datenrelevanz und Datenqualität

Die höchsten Zustimmungsraten im CEO-Survey haben wie im Vorjahr
Aussagen zur Relevanz von digitalen Daten bekommen. So stimmen 96
Prozent der befragten Unternehmenslenker zu, dass Daten zu
Kundenpräferenzen und -bedürfnissen mitentscheidend für den
Langzeiterfolg ihrer Unternehmen sind. 91 Prozent sagen dies auch
über Daten für die Finanzplanung und 90 Prozent über Daten zur
Markenstärke und Unternehmensreputation. Dass die für diese drei
Segmente zur Verfügung stehenden Daten umfassend genug sind, bejahen
allerdings gerade einmal 15, 39 und 18 Prozent. Die Diskrepanz
erklärt PwC-Experte Gerald Gonsior so:

"Asset Manager müssen ihre Digitalisierung mit voller Konsequenz
vorantreiben, wenn sie technologisch nicht abgehängt werden wollen.
Dies gilt für interne Prozesse ebenso wie für die Kundenberatung und
den Vertrieb. Hierbei spielen die standardisierte Erfassung und
Verarbeitung von relevanten Daten über entsprechende Front-Office
Systeme und Customer Relationship Tools eine entscheidende Rolle. In
diesen Bereichen besteht oft noch Handlungsbedarf bei vielen
Marktteilnehmern."

Ein Fünftel der Unternehmen ignoriert KI noch immer

Eine weitere beachtliche Diskrepanz offenbart die Umfrage bei
Künstlicher Intelligenz (KI). Diese werde das Asset & Wealth
Management in den nächsten fünf Jahren verändern, sagen 90 Prozent
der Befragten. Allerdings haben erst 29 Prozent der Unternehmen KI
bereits eingeführt. Immerhin 37 Prozent planen, KI-unterstützte
Technologien in den nächsten drei Jahren einzuführen. 26 Prozent
haben noch keine entsprechenden Pläne. "KI-ferne Unternehmen könnten
den technologischen Anschluss an den Wettbewerb schnell verlieren,
wenn sie das Thema noch länger auf die lange Bank schieben", sagt
Gerald Gonsior. "Es ist besser, KI in kleinen Schritten zu
integrieren, als gänzlich untätig zu bleiben."

Dafür spricht auch das folgende Studienergebnis: Wer in den
nächsten drei Jahren zu den Top-Performern, den durchschnittlichen
und den sich unterdurchschnittlich entwickelnden Vermögensverwaltern
gehören wird, hängt nach Ansicht der CEOs vor allem davon ab, wie die
Unternehmen neue Technologien für Wachstum nutzen (62 Prozent) und
ihre Mitarbeiter entwickeln (48 Prozent). Bei der Personalstrategie
geht es den Survey-Ergebnissen zufolge vor allem auch darum,
technologieaffine Mitarbeiter zu qualifizieren und neu zu gewinnen.



Pressekontakt:
Sebastian Göb
PwC Communications
Tel.: +49 160 91748524
E-Mail: sebastian.goeb@pwc.com

Original-Content von: PwC Deutschland, übermittelt durch news aktuell


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