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Fidor Gruppe zieht Bilanz: 10 Jahre Banklizenz - 10 Jahre Innovationsführerschaft und Wachstum

Geschrieben am 04-03-2019

München (ots) -

+++ Open Eco-System als zentraler Ansatz
+++ 2018: Ausbau der Innovationsführerschaft und Gewinn zahlreicher
Awards
+++ Fokus auf das Banking-as-a-Service-Segment
+++ Marktplatz "Efficient Scale" gegründet
+++ 2017: Fidor Bank befreit sich von Altlasten

Zehn Jahre nach der Erteilung der Banklizenz zieht die Münchner
Fidor Bank eine Zwischenbilanz: Entstanden im Kontext der
Finanzkrise, wollte die Fidor Bank der etablierten Bankenbranche ein
vollkommen neues Konzept entgegenstellen: eine digitale
Community-Bank, die über die sozialen Medien stark mit ihrer Klientel
interagiert und deren Anregungen aufnimmt und umsetzt. Das war die
Idee, die nicht immer einfach umzusetzen war und mit einigen
Widerständen zu kämpfen hatte.

Es war aber auch eine Idee, die von Beginn an eine beeindruckende
Wachstumsstory repräsentierte: Seit 2014 hat sich die Zahl der
Endkunden der Bank vervierfacht, die Zahl der Geschäftskunden sogar
verachtfacht. Zudem hat sich die Summe der Nutzer der Community
verdreifacht. Die Assets der Bank stiegen im gleichen Zeitraum von
304,2 Mio. Euro auf rund 1,5 Milliarden Euro (Stand 31.12.2018),
haben sich also verfünffacht.

"Wir freuen uns außerordentlich über das Erreichte, denn schon zur
Gründung hatten wir die erste Herausforderung. Wenige Wochen, nachdem
wir unsere Banklizenz beantragt haben, begann im Herbst 2007 die
Finanzkrise auch in Deutschland", so Matthias Kröner, Mitgründer und
CEO der Fidor Gruppe. "Überhaupt haben wir jede größere Krise zu
spüren bekommen: Russische Partner wollten mit uns Community Banking
für Russland einführen. Dies wurde durch die Krim-Krise gestoppt,
just als wir technisch fertig waren. Damit nicht genug: Das
Brexit-Referendum fiel mitten in die Preisverhandlungen mit der BPCE
und hatte einen Preisabschlag zur Folge."

Heute besteht die Fidor Gruppe aus vier einzigartigen Assets:

- dem eigenen Fidor Retail Geschäft,
- der Fidor Bank mit Fokus auf das Bank-as-a-Service Geschäft,
- dem Fidor FZCO mit Sitz in Dubai und Singapore und
- dem Marktplatz "Efficient Scale".

Mit diesen Assets geht die Wachstumsstory und
Innovationsführerschaft der Fidor Gruppe weiter. Nachdem sich beim
heutigen Großaktionär 2018 die strategischen Zielsetzungen verändert
haben, diskutiert das Fidor-Team gegenwärtig die Möglichkeiten einer
zukünftigen Wachstumsstrategie mit interessierten Investoren. "Die
Diskussionen mit unterschiedlichen Partnern bringen eine Vielzahl von
spannenden Optionen mit sich. Es gibt es kein besseres Umfeld, als
das, das gegenwärtig unter anderem von Bewertungen wie bei N26
geprägt wird", so Matthias Kröner. "Wir werden durch diesen Prozess
gestärkt und mit geschärfter Positionierung in die Zukunft gehen."
Der Prozess sieht vor, dass im März 2019 eine Entscheidung für einen
Investor getroffen wird.

Die Assets der Fidor Gruppe

So unterschiedlich die Zielgruppe sowie die geografische
Ausrichtung dieser jeweiligen Profitcenter sein mag, so sehr haben
sie eine grundlegende Philosophie gemeinsam: Alle basieren auf einer
offenen Infrastruktur, nutzen das Fidor Operating System (fOS) und
ermöglichen jeweils ein Eco-System.

Fidor Retail Geschäft

Das Retail-Profitcenter der Fidor Gruppe zeichnet sich durch seine
europäische Ausrichtung aus. Es wird sich sehr stark auf die durch
die PSD II-Regulatorik geschaffenen Möglichkeiten fokussieren und
sieht sich als "Banking Interface". Heute hat dieses Interface über
300.00 Kunden. In der offenen Community wird bald die magische Grenze
von einer Million Nutzern erreicht sein.

Fidors "Banking-as-a-Service"-Angebot für Banken und Nicht-Banken:

Die Fidor Bank bietet gemeinsam mit der Technologie-Tochter Fidor
Solutions sowie der Fidor Factory in Berlin ein
One-stop-shopping-Erlebnis für Unternehmenskunden. Unter dem
Stichwort "Banking-as-a-Service" ermöglicht Fidor allen Banken und
Nicht-Banken:

- die Nutzbarkeit einer digitalen Banking-Infrastruktur unter
Einbeziehung herausragender Partner-Unternehmen wie Mastercard,
Apple pay, Salesforce, FinnAI und andere,
- die Nutzung der etablierten Bankprozesse (Kreditvergabe,
Transaktionen etc.) sowie
- die Übernahme regulativer Aufgaben wie Compliance und
Risiko-Management. Die Infrastruktur dieses B2B-Angebots ist
über mehr als 200 APIs einfach ansteuer- und nutzbar.

Diese auf den B2B-Markt zugeschnittene Dienstleistung ist ein
echter Wachstumsmarkt und wird international sehr stark nachgefragt.
Mit der niederländischen Vermögensverwaltungsbank van Lanschot geht
nun schon der fünfte Großkunde - neben unter anderem der Abu Dhabi
Islamic Bank in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Natixis in
Algerien - auf einer fOS-Plattform live. "Damit ist bewiesen, dass
die Plattform fOS international einsetzbar ist und auch an
unterschiedliche Kernbanksysteme angeschlossen werden kann", sagt Ge
Drossaert, zuständig für das außereuropäische Geschäft der Fidor
Gruppe.

Im Jahr 2018 schlossen sich die ersten Loan-as-a-Service-Kunden
an: Hierzu zählen O2 ebenso wie das Hamburger Unternehmen
Finanzcheck. Auch die Zahl der Transaction-as-a-Service-Kunden, zu
denen unter anderem Bitcoin.de zählt, steigt. Mit Bitcoin.de wurde im
vergangenen Jahr das fünfjährige Jubiläum gefeiert.

Alleine bei den bestehenden fünf wichtigsten B2B-Kunden kann die
Fidor Gruppe mit rund 20 Mio. Euro Provisions-Umsatz für die nächsten
fünf Jahre rechnen. Dazu kommt ein Cross-Selling-Potential von
weiteren 15 Mio. Euro für den gleichen Zeitraum mit diesen
bestehenden Kunden. Die Attraktivität des Modells zeigt sich in der
aktuellen Sales-Pipeline, die ein TCV-Potential (Total contract
value) von rund 200 Mio. Euro ausweist, sollte man die gegenwärtige
Nachfrage vollständig zu Kunden konvertieren können.

Fidor FZCO Dubai/Singapore

Aus Dubai und Singapore heraus vermarktet Fidor eine für diese
Regionen spezialisierte fOS-Variante. Dieses Angebot richtet sich an
die Banken einer Region, die sich u. a. durch schnelles Wachstum und
einen hohen Bevölkerungsanteil ohne Kontozugang auszeichnet.
Gleichzeitig nimmt die Smartphone-Akzeptanz rasant zu, so dass sich
für eine digitale Banken-Software wie das Fidor Operating System
vielfältige Marktchancen ergeben.

"Durch diese Aufstellung ist gewährleistet, dass jedes Fidor
Profit Center eine klare Produkt- und Markt-Ausrichtung hat", so
Matthias Kröner, CEO der Fidor Bank AG. "Darüber hinaus besteht nun
im aktuellen Umfeld der strategischen Neuorientierung für jedes
dieser Assets die Chance, die passenden Partner für eine
wertorientierte Entwicklung zu identifizieren."

Ausbau der Innovationsführerschaft

Die Fidor Bank wurde mit zahlreichen internationalen
Innovationspreisen ausgezeichnet. Sie gilt auch in Deutschland zu den
innovativsten Finanzinstituten. Diese Position gilt es nicht nur zu
verteidigen, sondern auszubauen:

- Erfolgreiche Monetarisierung der Krypto-Welle auf Basis von
Fidor APIs: Während sich die Branche erst in diesem neuen Umfeld
orientieren und aufstellen musste, kann die Fidor Bank bereits
auf eine über fünfjährige Partnerschaft mit Bitcoin.de
verweisen. Die Fidor Bank hat als erstes Finanzinstitut
erfolgreich eine Transaktionsfee für Kryptohandels-bezogene
Euro-Transaktionen eingeführt. Diese Transaktionen werden auf
API-Basis angestoßen und durchgeführt.

- Kooperation mit Apple Pay: Das mobile Bezahlen mit Apple Pay ist
hervorragend gestartet und wird von den Fidor-Kunden begeistert
angenommen. Auch O2 Banking hat dieses Angebot erfolgreich
eingeführt. Als einziger BaaS-Anbieter hat die Fidor Gruppe
diese Innovation im Angebot.

- Fidor setzt auf Open Banking: Bereits vor sechs Jahren wurden
die ersten APIs durch Fidor veröffentlicht und externen Partnern
als Anbindungsmöglichkeit angeboten. 80 Prozent der
Funktionalitäten, die Fidor anbietet, stützen sich auf APIs. Die
Frontend-Applikationen basieren auf über 200 API-Endpunkten.

- Zahlungsdienstrichtlinie PSD II: Fidors Begeisterung für diese
europäische Richtlinie ist dementsprechend eine logische
Konsequenz. Schon heute erfüllt Fidor die Standards der
Berlin-Gruppe weitestgehend. "Am Beispiel Indien sehen wir, wie
regulatorische Rahmenbedingungen den Wettbewerb und damit den
Markt verändern. Wir erwarten dies auch von der Umsetzung der
PSD II-Regulatorik", sagt Dr. Michael Maier, CTO der Fidor
Gruppe.

Befreiung von Altlasten

Nachdem die Fidor Bank in den Jahren 2014 und 2015 auch nach
Risikokosten profitabel war bzw. nahe am Break Even arbeitete, wurde
diese Entwicklung in den Jahren 2016 bis 2018 durch ein Engagement in
Großbritannien unterbrochen. Gemeinsam mit dem französischen
Mehrheitsaktionär BPCE sowie vor dem Hintergrund des
Brexit-Referendums (Juni 2016) erfolgte eine Neueinschätzung der
damals bestehenden Kooperation mit dem Ergebnis, das damalige
Engagement nicht nur nicht weiter auszubauen, sondern kurz- bis
mittelfristig einzustellen. Diese Entscheidung war notwendig
geworden, da das kreditvermittelnde Kooperations-Unternehmen in
Großbritannien durch eine Reihe von negativen Entwicklungen eine
geordnete Insolvenz anmelden musste.

Diese schlug im Jahr 2017 voll zu Buche. Hier weist die Bank einen
negativen EBT nach Risiko von 109 Mio. Euro aus. Die Risikokosten
schlagen hierbei einmalig mit rund 90 Mio. Euro zu Buche. Auch das
Jahr 2018 litt noch unter den Folgen dieses Engagements. Doch konnte
das Ergebnis schon wieder auf einen Verlust von 34 Mio. Euro nach
Risiko reduziert werden. Der größte Teil dieser Verluste wurde durch
die BPCE ausgeglichen. 2019 wird voraussichtlich das letzte Jahr
sein, in dem es noch einen leichten Verlust geben wird. Für 2020
strebt die Bank ein ausgeglichenes Ergebnis an.

CEO Matthias Kröner: "So schmerzhaft und ärgerlich diese
Entwicklung war, so sehr profitieren wir heute davon. Denn mit der
Bereinigung unserer Aktivseite hat sich die Fidor Bank dank der
Unterstützung durch die BPCE bewusst von Risiken befreit und
letztlich damit den Weg für eine fokussierte und profitable Zukunft
geebnet."

Zwischenfazit nach 10 Jahren und Ausblick

"Die Reise bis hier her war einmalig und spannend. Auf manch
Aufregung hätte ich aber gerne verzichtet", resümiert Matthias
Kröner. "Das Feedback und die Loyalität unserer Kunden, die Tatsache,
dass wir auch in schwierigen Zeiten neue Partner von uns überzeugen
können, die Vielzahl an Auszeichnungen und Awards und die Tatsache,
dass der Name Fidor überall auf der Welt bekannt ist, sind für mich
klare Indizien dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind und mehr
richtig als falsch gemacht haben. Besonders danken möchte ich aber
unseren Mitarbeitern und deren Familien für ihren Einsatz - und
manchmal nicht weniger als Opferbereitschaft, Loyalität und
Vertrauen. Unser Team hat die letzten zehn Jahre erst möglich
gemacht. Gemeinsam werden wir nun die Zukunft gestalten!"



Pressekontakt:
BrunoMedia GmbH
Ralf-Dieter Brunowsky
Martinsstraße 17
55116 Mainz
Tel. 06131 93028 30
brunowsky@brunomedia.de

Original-Content von: Fidor Bank AG, übermittelt durch news aktuell


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